Technik

Apple CarPlay: Diese Verbesserungen bringt iOS 13

von
Alexander Cohrs

iOS 13 bringt zahlreiche Verbesserungen für Apple CarPlay. Wir nennen die neuen Funktionen, die kompatiblen Geräte und die Nachrüst-Möglichkeiten.

Nahaufnahme eines Smartphones im Auto mit Apple-CarPlay
Über Apple CarPlay können iOS-Apps komfortabel im Auto genutzt werden. Foto: Shutterstock / parlanteste

Das erfahren Sie gleich:

  • Welche Verbesserungen iOS 13 für Autofahrer bietet
  • Welche Geräte iOS 13 unterstützen – und welche nicht mehr
  • Was Apple CarPlay ist und wie es ins Auto kommt

Wenn Apple eine neue Version seines Betriebssystems für iOS-Geräte veröffentlicht, dann stehen normalerweise die neuen Features für iPhones oder iPads im Mittelpunkt. Verbesserungen für Apple CarPlay liefen bisher eher unter dem Radar.

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Dabei ist die Schnittstelle, die Apple-Geräte mit dem Infotainmentsystem des Autos verbindet, für viele Autofahrer ein wichtiges Sicherheits- und Komfort-Feature.

Mit iOS 13 ändert sich das jetzt: Apple kündigt das größte CarPlay-Update an, das es bisher gab. Es soll im Herbst für alle Nutzer verfügbar sein.

iOS 13: Die wichtigsten neuen Features für CarPlay

Neues Dashboard

Musik, Karten und andere Elemente stellt CarPlay jetzt auf Wunsch in einer gemeinsamen Ansicht gleichzeitig da. Der Autofahrer muss also nicht mehr zwangsläufig zwischen den Vollbild-Darstellungen der Apps wechseln.

Über Siri kann das Dashboard dem User zudem Vorschläge machen – also beispielsweise die HomeKit-App anzeigen, wenn sich das Auto dem Zuhause nähert, um darüber das Garagentor zu öffnen.

Siri für Apps von Drittanbietern

Bereits mit iOS 12 hatte Apple sein Carplay für Navigations-Apps von Drittanbietern geöffnet – zum Beispiel Waze oder Google Maps. Die Sprachsteuerung per Siri funktionierte mit diesen Drittanbieter-Apps bisher aber nicht.

Mit iOS 13 soll sich das nun ändern, Apple verspricht hier künftig auch Siri-Unterstützung. Um eine App mit "Hey, Siri!" anzusteuern, muss das Mikrofon des Autos dauerhaft aktiv sein und eine ständige Spracherkennung durchführen.

Welche Apps es genau sind, die mit iOS 13 Siri-Unterstützung bekommen, steht noch nicht fest, bisher ist nur von Waze (Navigation) und Pandora (Internetradio) die Rede. In Deutschland ist Pandora aktuell allerdings nicht verfügbar.

Übrigens wird Siri künftig nicht mehr den ganzen Bildschirm einnehmen, sondern den Blick auf die gerade geöffneten Apps frei lassen.

Apple Music übersichtlicher

Mit iOS 13 hat Apple auch die Darstellung der Musik-App in CarPlay überarbeitet. Das Finden und Abspielen von Songs und Wiedergabelisten soll so einfacher werden.

Kalender-App in CarPlay

Neu in CarPlay ist die Kalender-App, mit deren Hilfe der User während der Fahrt seine Termine überblicken kann. Ist bei einem Termin die Adresse hinterlegt, kann diese mit einem Klick in die Navigations-App übernommen werden. Übrigens soll bei iOS 13 generell die Karten-App deutlich detaillierter geworden sein. Davon wird auch die Darstellung in CarPlay profitieren.

Ähnlich wie mit den Routen zu einem Termin im Kalender funktioniert es mit Telefonkonferenzen: Ist im Termin eine Nummer angegeben, kann der Autofahrer sich während der Fahrt über CarPlay einwählen.

Darstellung auf unterschiedlichen Displays

Bisher konnte CarPlay die Apps nur auf rechteckig geformten Displays formatfüllend darstellen. Mit iOS 13 funktioniert das auch auf ungleichmäßig geformten Displays, beispielsweise auf trapezförmigen. Und: CarPlay unterstützt nun auch einen zweiten Infotainment-Bildschirm im Auto.

iOS 13 – auf diesen Geräten läuft es

Gegenüber iOS 12 fällt mit iOS 13 die Unterstützung für gleich mehrere Gerätegenerationen weg, nämlich für iPhone 5s und iPhone 6 sowie für iPad Mini 2, iPad Mini 3 und iPad Air.

iOS 13 unterstützt damit folgende Geräte:

  • iPhone 6s und neuer (inklusive iPhone SE)
  • iPod touch 7. Generation
  • iPad mini ab 4. Generation
  • iPad Air ab 2. Generation
  • iPad ab 5. Generation
  • iPad Pro

Das ist Apple CarPlay

Apple CarPlay ist, wie der Konkurrent Android Auto für Android-Geräte, die Schnittstelle zwischen Telefon oder Tablet zum Auto. Das iOS-Gerät kann hier entweder über Lightning-Kabel oder – bei Apples Wireless CarPlay – auch drahtlos mit dem Infotainment-System des Autos verbunden werden.

Der Vorteil: Autofahrer können die anwenderfreundlichen Apps des iPhone oder iPad auch im Auto verwenden. Und zwar nicht, indem sie während der Fahrt auf dem Smartphone herumtippen, sondern mit den großen und im Blickfeld angebrachten Bildschirmen der Fahrzeuge und auch über deren Bedienelemente.

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So kommt Apple CarPlay ins Auto

Apple CarPlay kommt in vielen Neuwagen entweder direkt ab Werk, kann über nachrüstbare Infotainment-Systeme aber auch nachträglich ins Auto geholt werden – entsprechende Media-Receiver wie beispielsweise das Sony XAV-AX100 kosten um die 260 Euro. Auch Wireless CarPlay kann inzwischen nachgerüstet werden – Pioneer bietet hier zum Beispiel das Einstiegsmodell AVIC-Z610BT an, bei Amazon kostet es knapp 690 Euro.

Fazit: Apple macht es Autofahrern leichter

Mit iOS 13 gibt Apple gibt CarPlay die Bedeutung, die es für viele Autofahrer sowieso haben müsste. Insbesondere das neue Dashboard und die Siri-Unterstützung für Navigations- und Musik-Apps von Drittanbietern verbessern nicht nur den Komfort, sondern auch die Sicherheit – denn der Autofahrer kann sich damit noch besser auf den Verkehr konzentrieren.

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