Elektromobilität

Integrated Roadways: Intelligente Straßen für induktives Laden

von Peter Michaely

Intelligente Straßen: Das Start-up Integrated Roadways hat einen Belag entwickelt, der den Datenaustausch mit Autos und induktives Laden ermöglichen soll.

Autos auf einer Brücke.
Autos könnten künftig nicht mehr nur auf Straßen fahren – sondern auch mit ihnen kommunizieren oder sogar den Akku laden. Foto: Shutterstock / viacheslav_petrus

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie intelligente Straßen Daten sammeln und via Internet mit Fahrzeugen kommunizieren
  • Wie Integrated Roadways die Straße zum Touchscreen und zum neuen Markt macht
  • Wie neben Verkehrs- und Wetterdaten künftig auch induktives Laden möglich sein soll

Die Straße als Datenautobahn für Connected Cars? Klingt nach Zukunftsmusik in der Start-up-Szene. Doch junge Unternehmen wie das US-Start-up Integrated Roadways arbeiten bereits an der intelligenten Straße für vernetzte Fahrzeuge.

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Ziel des Unternehmens ist, Straßen und Autos für die Mobilität und die Elektromobilität der Zukunft in ein digitales Netzwerk einzubeziehen – ein ganz neuer Ansatz im Straßenbau.

Intelligente Straßen: Wenn Autos und Wege kommunizieren

Das Start-up-Unternehmen geht das Problem an der Basis an, nämlich der Straßenoberfläche. In vorgefertigte Betonsegmente setzen sie Sensoren und Glasfaserkabel ein. So können öffentliche Straßen mit dem Internet kommunizieren und Daten mit Autos austauschen.

Dabei sind sie über Stecker mit Datenkabeln neben der Straße verbunden. Das Anwendungsspektrum ist groß: Neben maßgeschneiderter Navigation sollen mit den smarten Straßen auch Connected Cars, das autonome Fahren und das induktive Laden von E-Autos unterstützt werden. Dieses sogenannte Smart Pavement System hat sich das Start-up patentieren lassen.

Integrated Roadways: Die Straße als Touchscreen und neuer Markt

Intelligente Straßen sollen Fahrer mithilfe der Vernetzung online und in Echtzeit mit Informationen über die Verkehrslage versorgen. Sie kann sogar Unfälle erkennen und die Rettungsdienste alarmieren.

Das Start-up vergleicht die Wirkungsweise bei Fahrzeugen mit dem Touchscreen von Smartphones oder Tablets: Die in die Betonsegmente der intelligenten Straßen integrierten Sensoren informieren nicht nur über die Position von Connected Cars, sondern auch über Gewicht und Geschwindigkeit aller Fahrzeuge. In einem weiteren Schritt könnten neben Connected Cars und mobilen Automotive-Anwendungen ganze Städte in der Fläche verbunden werden.

Wetterdaten und induktives Laden

Von großer Bedeutung ist die modulare Bauweise mit einzelnen Betonsegmenten. Denn so lassen sich Updates und Reparaturen deutlich einfacher durchführen als bei herkömmlichen Fahrbahnen. Laut Integrated Roadways sind die Baukosten um 95 Prozent niedriger. Die Gesamtbetriebskosten sollen um 80 Prozent sinken, zumal das Unternehmen eine viermal längere Haltbarkeit als bei Asphaltstraßen verspricht.

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Das Projekt steckt zwar noch in den Kinderschuhen, doch im Winter 2018 soll bei Fairplay im US-Bundesstaat Colorado ein erster, 800 Meter langer Testabschnitt entstehen.

Als Finanzierungspartner stellen sich die Unternehmer zukünftig zum Beispiel Firmen aus der Mobilfunk- oder App-Branche vor. Denn auch für den Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes ist die Entwicklung des Start-ups geeignet. In einem nächsten Schritt soll die smarte Straße auch Daten über Wetterverhältnisse liefern und für das Laden von E-Autos unterwegs aufgerüstet werden.

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