Technik

Innogy: Autonomer Roboter für die Ladesäule vorgestellt

von
Thomas Pitscheneder

Der Tankwart kommt zurück – zumindest in Form eines Roboters. Der soll in Zukunft Elektroautos automatisch aufladen.

Messestand mit dem Laderoboter von Innogy.
Innogy hat den autonomen Laderoboter auf der Messe E-World in Essen vorgestellt. Foto: innogy

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum es heute kaum noch Tankwarte gibt
  • Wie ein Roboter diesen Job künftig übernehmen soll
  • Warum das System vor allem für Flottenbetreiber interessant ist

Bis in die frühen 70er Jahre mussten Autofahrer an Tankstellen nicht selbst den Zapfhahn in die Hand nehmen. Diesen Job erledigte ein Tankwart für sie. Mit dem Durchbruch der SB-Tankstellen starb die Berufsgruppe jedoch nahezu vollständig aus. Bei der Elektromobilität könnte die Entwicklung wieder in eine andere Richtung gehen.

Lesen Sie auch

Ladestation

aio-Empfehlung

Unter Strom! Mobilität wird elektrisch

Statt das Auto selbst an die Ladesäule zu hängen, könnte das wieder eine Art Tankwart übernehmen. Der hat mit dem klassischen Berufsbild aber nur noch wenig gemein.

Innogy: Laderoboter steckt das Auto an

Auf der Messe E-World in Essen zeigte der Ladenetzbetreiber Innogy eine Alternative zum SB-Aufladen. Ein autonomer Roboterarm soll künftig bei den Ladevorgängen helfen. Er ist mit Sensoren und einer Kamera ausgestattet und erkennt so das Elektroauto. Anschließend wählt er den passenden Stecker und schließt ihn an.

Technik

Updates abonnieren und Dossier "E-Mobility" gratis erhalten.

Bisher gibt es das System nur als Prototyp. Den entwickelte Innogy gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Mechatronik der Uni Duisburg-Essen. "Wir arbeiten heute schon an der Technologie der Zukunft. Für den Senkrechtstart der Elektromobilität brauchen wir neben einer wachsenden Ladeinfrastruktur vor allem intelligente Lösungen. Und genau das bieten wir unseren Kunden: intelligente Ladetechnologien, mit denen eMobility alltagstauglich und komfortabel ist", so Elke Temme, Geschäftsführerin der Innogy eMobility Solutions GmbH.

Laderoboter in erster Linie für Flottenbetreiber gedacht

Den eigenständig arbeitenden Robo-Arm will Innogy aber zunächst nicht an die Ladestationen stellen. Vielmehr soll er Flottenbetreibern etwas Arbeit abnehmen. Der Schnellladeroboter soll Elektroautos etwa in Mittagspausen oder beim Schichtwechsel mit frischer Energie versorgen. Dabei soll er durch ein intelligentes System selbst entscheiden können, wann welches Fahrzeug Strom bekommt.

Auch interessant

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.

Schließen