Technik

In Opel-Werk: PSA will Batteriezellen fertigen

von
Thomas Pitscheneder

Der französische Konzern PSA drängt auf eine eigene Batteriezellenfertigung. Die könnte in einem Werk von Opel erfolgen.

Blick über das Komponentenwerk Kaiserslautern
Das Werk in Kaiserslautern stellt aktuell Komponenten für Fahrzeuge der Marke Opel her. In Zukunft könnten dort Batteriezellen entstehen. Foto: Alexander Heimann/Opel Automobile GmbH

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  • Warum die Marke eine zentrale Rolle bei der Elektromobilität spielen könnte
  • Wie Deutschland und Frankreich die Zellfertigung vorantreiben

Seit mittlerweile fast zwei Jahren gehört die deutsche Marke Opel zum französischen Konzern PSA. Der hatte im August 2017 die Anteile des bisherigen Besitzers General Motors übernommen. Die seit längerer Zeit ohnehin angeschlagene Marke ist somit wieder in europäischer Hand. Für die nahe Zukunft ist unter der neuen Führung eine groß angelegte Elektrifizierung der Produktpalette geplant.

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Doch offenbar hat PSA mit Opel noch mehr vor, denn auch die Fertigung der Batterien könnten die Rüsselsheimer übernehmen.

PSA: Batteriezellenfertigung in Deutschland

Geplant ist die Herstellung der Akkus für Elektroautos laut Informationen der FAZ allerdings wohl nicht in Rüsselsheim selbst, sondern im rund 100 Kilometer entfernt liegenden Komponentenwerk Kaiserslautern. Dort entstehen aktuell etwa Motoren, Chassis und Karosserien für aktuelle Modelle der Marke. Mit einer Zellfertigung wäre das Werk gesichert, nachdem es im vergangenen Jahr Sorgen um die Arbeitsplätze der rund 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort gab.

Alleine will PSA die Fertigung allerdings nicht übernehmen. Der Konzern holt sich stattdessen einen Partner mit an Bord. Das ebenfalls französische Unternehmen Saft soll bei der Entwicklung der Zellen helfen. Es ist als Tochterfirma Teil des Mineralölkonzerns Total.

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Projekt könnte von Förderung profitieren

Bisher schreckt eine Zellfertigung viele Unternehmen noch ab. Der Aufbau ist nur mit gigantischen Investitionen möglich. Weil die Nachfrage schwer abzuschätzen und die Beschaffung der benötigten Rohstoffe schwierig ist, bedeutet sie ein hohes Risiko für die Firmen. Das gilt auch für PSA und Saft.

Einfacher machen soll es den Konzernen die Politik. Deutschland und Frankreich wollen den Aufbau einer Zellfertigung mit 1,7 Milliarden Euro fördern. Diesen Betrag wollen sich PSA und Saft offenbar sichern. Noch steht jedoch nicht fest, ob die Regierungen die Förderung für ein Projekt verwenden oder es auf mehrere aufteilen.

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