Elektromobilität

ICCT-Studie: E-Autos sind wirklich umweltfreundlicher

von Leonie Butz

Was ist umweltfreundlicher: Elektroauto oder Verbrenner? Der Verkehrsrat ICCT zeigte jetzt, dass das E-Auto sauberer ist als Benziner und Diesel-Autos.

Zeichen einer Ladestation für Elektroautos
Elektroautos machen blau: Eine ICCT-Studie zeigt, dass Elektroautos über ihren ganzen Lebenszyklus umweltfreundlicher sind als Verbrenner. Foto: picture alliance / dpa

Das erfahren Sie gleich:

  • Die Forschungs-NGO ICCT fand heraus, dass E-Autos klimafreundlicher als Verbrenner sind
  • Elektroautos verursachen nur die Hälfte der Treibhausgas-Emissionen eines Durchschnittsautos mit Verbrennungsmotor
  • Selbst mit dem europäischen Strommix ist das Auto noch 30 Prozent sauberer

ICCT: Elektroautos sind umweltfreundlicher

Noch immer bringen viele Skeptiker der Elektromobilität einen Kritikpunkt an, der an der Entscheidung für ein Elektroauto rüttelt: Die Produktion der Batterie sei so belastend für die Umwelt, dass ein E-Auto nicht umweltfreundlicher als ein Verbrenner sein könne. Außerdem sei der Strommix so schmutzig, dass ein E-Auto nicht sauber sein könne.

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Dass diese Kritik nicht haltbar ist, zeigt jetzt eine Studie des internationalen Rates für sauberen Verkehr (ICCT). Die gemeinnützige Organisation schaute sich elf Forschungsarbeiten zum Thema Umweltfreundlichkeit von E-Autos und Verbrennern an. „Elektroautos sind über ihre Lebenszeit sehr viel sauberer als Autos mit Verbrennungsmotoren“, lautet die Einleitung in die Untersuchungspapiere.

Auch wenn das Auto mit dem in Europa vorherrschenden Strommix geladen wird, ist das Elektroauto um fast 30 Prozent sauberer als ein Verbrenner.

Die Untersuchung des ICCT zeigt, dass bei einem Elektroauto nur die Hälfte der Treibhausgasemissionen anfallen, die bei einem durchschnittlichen europäischen Pkw entstehen. Die Herstellung des Akkus ist hierbei bereits eingerechnet – der Strommix jedoch noch nicht.

Aber auch wenn das Auto mit dem in Europa vorherrschenden Strommix geladen wird, ist das Elektroauto um fast 30 Prozent sauberer als ein Verbrenner. Das gilt auch für Plug-in-Hybride, vorausgesetzt, dass sie die meiste Zeit mit Elektroantrieb fahren.

Sauberer – trotz Emissionen bei der Produktion

Richtig grün wird es in Ländern, in denen der Strommix „sauberer“ ist als hierzulande. In Norwegen und Frankreich etwa zeigt die ICCT-Studie Emissionen von weniger als einem Drittel für E-Autos im Vergleich zu Verbrennern. Selbst in Deutschland, das einen sehr hohen Anteil an Kohlestrom hat, ist das Elektroauto noch immer umweltfreundlicher als der Verbrenner.

Darauf zu warten, dass Elektroautos beinahe an die Null-Emission heranreichen, hält der ICCT für falsch.

Bei der Produktion der Batterie fallen mehr Emissionen an als bei der Herstellung herkömmlicher Autos, aber diese würden „nach nur zwei Jahren amortisiert“, schreibt der ICCT. Stammt der Strom für das Auto aus erneuerbaren Quellen, ist die Produktion sogar bereits nach eineinhalb Jahren ausgeglichen.

In Zukunft, so glaubt der ICCT, gingen die Emissionen außerdem noch weiter zurück, da bei der Produktion Ökostrom, umweltfreundlichere Technologien und recycelte Materialien zum Einsatz kämen. Darauf zu warten, dass Elektroautos beinahe an die Null-Emission heranreichen, hält der Rat für falsch. Man müsse jetzt den Wandel hin zur Elektromobilität anschieben.

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