Elektromobilität

IAA 2019: Vorschau auf die deutsche Automesse

von
Thomas Pitscheneder

Die IAA 2019 hat wieder viele Neuheiten aus der Automobilbranche zu bieten. Welche das sind, zeigt die Vorschau zur Messe.

Blick auf den Stand von Mercedes-Benz auf der IAA
Gigantische Hallen, große Messestände und hunderttausende Besucher: Die IAA in Frankfurt ist eine Mega-Messe für alle Themen rund um das Auto. Foto: IAA

Das erfahren Sie gleich:

  • Was die IAA 2019 zu bieten hat
  • Was die Tickets für die Messe kosten
  • Wie weit die Geschichte der IAA zurückreicht

Die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) gilt als eine der bedeutendsten Automessen der Welt. Alle zwei Jahre reisen Hersteller aus aller Welt in Frankfurt am Main an, um dort ihre Neuheiten zu präsentieren. Die IAA 2019 findet vom 12. September bis 22. September statt. Wie bereits beim Autosalon Genf, dürfte die Elektromobilität im Vordergrund stehen.

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Was die Messe an potenziellen Highlights zu bieten hat, verrät die große Vorschau.

VW ID.: Erstes Auto der neuen Reihe in Frankfurt

Ein Auto in der Größe und zum Preis eines VW Golfs, aufgebaut auf einer völlig neuen Elektro-Plattform: So lässt sich der neue ID. gut beschreiben. Das Elektroauto ist das erste Modell der neuen Familie der Wolfsburger. Bis zu 550 Kilometer soll der ID. in der Top-Ausstattung mit einer Aufladung schaffen.

Bisher ist vom ID. nur ein seriennahes Konzept zu sehen. Das soll sich auf der IAA 2019 endlich ändern. VW will das Fahrzeug vorstellen und verrät wohl wichtige Details wie den genauen Preis, die Leistung des Elektromotors und vieles mehr.

Mercedes-Benz EQV: Die elektrifizierte V-Klasse

Mit dem Konzeptfahrzeug EQV sorgte Mercedes auf dem Autosalon Genf für eine Überraschung. Mit einem 150 kW (204 PS) starken Elektromotor bietet die Marke ihre V-Klasse künftig wohl auch als Stromer an. Die Akku-Kapazität soll 100 kWh betragen, die so zu erreichende Reichweite bis zu 400 Kilometer.

Der EQV soll für die Aufladung an Schnellladesäulen gerüstet sein. Mercedes-Benz spricht von frischem Saft für 100 Kilometer in rund 15 Minuten. Natürlich soll auch die elektrische Version über ein modulares Innenraum-Konzept verfügen. So sind sechs, sieben oder acht Sitze möglich, alternativ aber auch ein vergrößertes Ladevolumen. Gab es in der Schweiz nur das Konzept, bringt die Marke die Serienversion mit auf die IAA 2019.

IAA 2019: Diese Hersteller sind nicht dabei

Bereits vor dem Start der IAA 2019 verkündeten einige Hersteller, auf eigene Stände in Frankfurt zu verzichten. So sind die Luxus-Marken Rolls-Royce und Aston Martin nicht vertreten. General Motors bleibt der Messe hingegen mit Chevrolet und Cadillac fern. Sie spielen auf dem europäischen Markt ohnehin keine große Rolle.

Fans japanischer Autos müssen hingegen auf Nissan, Mazda, Mitsubishi und Toyota verzichten. Aus Frankreich fehlen Renault und Alpine sowie die PSA-Marken Citroen, DS und Peugeot. Dafür investiert der Konzern wohl in einen großen Auftritt der neu hinzugewonnenen Marke Opel.

Die IAA blickt auf eine lange Geschichte zurück

Ende des 19. Jahrhunderts fand die erste IAA im Berliner Hotel Bristol statt. Damals noch vom Mitteleuropäischen Motorwagenverein (MMV) ausgereichtet, waren nur vier Hersteller mit zusammen acht Autos vertreten. Ein Jahr später war das erste Nutzfahrzeug auf der Messe zu sehen – als eines von 13 Fahrzeugen. 1899 wuchs die Zahl der Aussteller bereits auf 100 an.

Die Messe war schnell ein voller Erfolg und hatte bei den Autoherstellern einen festen Platz im Terminkalender. Anfang des 20. Jahrhunderts kam es deshalb zu einigen spannenden Premieren. So war etwa 1921 die erste elektrische Hupe gezeigt, 1924 waren erstmals bezahlbare Autos für die Mittelschicht zu sehen.

Während der Zeit des Nationalsozialismus waren auf der Messe auch zahlreiche Motorräder zu sehen. Deshalb erfolgte die zeitweise Umbenennung in IAMA. Durch die Öffnung der Ausstellung für die breite Masse, knackte sie fast jährlich die Besucherrekorde. 1939 kamen laut offiziellen Angaben sogar 825.000 Besucher. Allerdings nutzt die damals herrschende NSDAP die Messe auch in großem Stil für Propaganda.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fand die IAA zunächst wieder im kleinen Rahmen statt, wuchs jedoch schnell erneut zu einer wichtigen Größe der Branche an. 1961 erreichte sie sogar mit 950.000 Besuchern einen neuen Rekord, der bis 1977 anhielt. In den 80ern zeigten die Aussteller zunehmend digitale Systeme im Auto – etwa Bordcomputer und Digitalanzeigen.

In den 90ern startete erstmals die IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Die Messe zeigte Transporter, Lkw und viele andere Fahrzeuge für professionelle Anwender. Seitdem wechseln sich die Messen IAA Pkw und IAA Nutzfahrzeuge ab. Ende der 90er waren außerdem zwei wichtige Neuheiten zu sehen: 1997 der Kleinstwagen Smart und 1999 das Hybridauto Toyota Prius.

Bezahlbare Autos für die Stadt und Hybridfahrzeuge waren somit das große Thema in den 2000ern. Im aktuellen Jahrzehnt dreht sich alles um die digitale Vernetzung und Elektroautos.

Blick auf den Nutzfahrzeug-Bereich der IAA 1981
Im Jahr 1981 belegten Nutzfahrzeuge noch einen Teil der IAA. Seit 1991 gibt es für sie einen eigenen Ableger der Messe in Hannover. Foto: picture-alliance/ dpa

IAA 2019: Öffnungszeiten, Preise und Anfahrt

Bevor Privatpersonen das Messegelände in Frankfurt betreten dürfen, öffnet die IAA zunächst für Presse und Fachbesucher ihre Pforten. Am Dienstag, den 10. September und Mittwoch, den 11. September ist die Messe jeweils von 8:00 bis 18:00 Uhr für Journalisten geöffnet. Am Donnerstag, 12. September, und Freitag, 13. September, dürfen von 09:00 bis 19:00 Uhr auch Fachbesucher auf die IAA.

Die Publikumstage beginnen am Samstag, den 14. September, und enden am Sonntag, den 22. September. Die Messe ist an diesen Tagen jeweils von 09:00 bis 19:00 Uhr geöffnet – mit einer Ausnahme: Am Freitag, den 20. September, findet ein After-Work-Tag von 11:00 bis 21:00 Uhr statt.

Die Ticketpreise sind bei Bestellung im Online-Shop und an der Kasse vor Ort unterschiedlich. Zudem bietet die IAA Spartickets für Familien, Schüler und Azubis.

Eintrittspreise der IAA 2019

  • Ticket
  • Gültigkeit
  • Preis Online
  • Preis Kasse vor Ort
  • Besonderheiten
  • Tagesticket Fachbesucher
  • 12. bis 13. September
  • 46 Euro
  • 48 Euro
  • -
  • Geschenkticket IAA
  • 14. bis 22. September
  • 19 Euro
  • -
  • Nur an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gültig
  • Tagesticket Wochenende
  • 14., 15, 21. oder 22 September
  • 15 Euro
  • 17 Euro
  • -
  • Tagesticket Werktag
  • 16. bis 20. September
  • 13 Euro
  • 15 Euro
  • Familienticket
  • 14. bis 22. September
  • -
  • 35 Euro
  • Gültig für maximal 2 Erwachsene und 3 Kinder bis 14 Jahre pro Tag
  • Tagesticket Schüler/Studenten/Azubis
  • 14. bis 22. September
  • 8,50 Euro
  • 8,50 Euro
  • Entsprechender Nachweis in Form eines Schüler-/Studentenausweises notwendig
  • Tagesticket ermäßigt
  • 14. bis 22. September
  • -
  • 8,50 Euro
  • Teilnehmer Bundesfreiwilligendienst, Freiwilliges Soziales Jahr und Bezieher ALG II mit amtlichem Nachweis
  • Nachmittagsticket
  • 16. bis 20. September
  • 9 Euro
  • 11 Euro
  • Gültig ab 15 Uhr
  • Nachmittagsticket ermäßigt
  • 16. bis 20. September
  • -
  • 5,50 Euro
  • Entspricht den drei vorhergehenden Ticket-Klassen

Vorsicht: Ein IAA-Ticket bevollmächtigt nicht zur kostenlosen Nutzung des örtlichen Personennahverkehrs. ÖPNV-Tickets sind separat zu lösen. Kinder bis 6 Jahren, Rollstuhlfahrer und Menschen mit Behinderung und Zusatz "B" im Ausweis haben freien Eintritt.

Durch ihre Lage an den Hauptverkehrsadern der Stadt ist die IAA mit allen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Der Flughafen ist nur etwa 20 Taximinuten vom Messegelände entfernt, alternativ ist sie in rund 35 Minuten mit der S-Bahn zu erreichen. Wer mit dem Zug kommt, kann die IAA sogar fußläufig in etwa 15 Minuten erreichen, alternativ fährt die S-Bahn in rund 10 Minuten zur Messe.

Elektromobilität

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Mit dem Auto ist die IAA über die gut ausgebaute B44 zu erreichen. Um Frankfurt ist das Messegelände bereits auf allen Autobahnen ausgeschrieben. Bei der Anreise ist jedoch dem Verkehrsleitsystem und der örtlichen Polizei Folge zu leisten. Sie regelt den Verkehr je nach Auslastung der Zufahrtstrecken und Parkplätze.

Wer mit dem Elektroauto nach Frankfurt kommt, sollte Ausschau nach dem Messeparkhaus Rebstock halten. Dort stehen Ladestationen zur Verfügung, deren Nutzung im regulären Parkticket inbegriffen sind.

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