Elektromobilität

Hyperloop Transportation Technologies: Die erste Strecke

von
Marten Zabel

Als erste Region wollen Chicago und Cleveland Vakuumröhren-Schnellzüge. Hyperloop Transportation Technologies soll jetzt die Machbarkeit prüfen.

Eine Computer-Visualisierung zeigt eine Station von Transportation Technologies
Einstieg in die Röhre: So stellt sich Hyperloop Transportation Technologies eine Hyperloop-Station vor. Foto: Hyperloop Transportation Technologies | HyperloopTT

Das erfahren Sie gleich:

  • Hyperloop Transportation Technologies will Chicago und Cleveland mit einem Hyperloop verbinden
  • Auch andere Firmen haben Pläne für die Region der Großen Seen: Richard Branson (Virgin) und Elon Musk (SpaceX) sind ebenfalls interessiert
  • Hyperloop in Deutschland: Ein Rundkurs könnte die größten Städte verbinden

Hyperloop Transportation Technologies in Ohio

Schneller als ein Flugzeug, direkt wie ein Zug und dabei auch noch umweltschonend: Tesla-Chef Elon Musk hatte die Idee des Hyperloops vor einigen Jahren in die Welt gesetzt. Seitdem arbeiten gleich mehrere Start-ups daran, diese neue Form der Mobilität umzusetzen.

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audi.de/DAT-Hinweis

Hyperloop Transportation Technologies (HTT) hat jetzt grünes Licht für eine Streckenstudie zwischen Chicago und Cleveland erhalten. Die Konkurrenz bei Virgin Hyperloop One arbeitet allerdings ebenfalls schon ein Konzept aus – für Indien, das ebenfalls auch mit HTT liebäugelt. Dabei ist die Technik noch alles andere als einsatzbereit.

Die 560 Kilometer sollen in gerade einmal 28 Minuten zurückgelegt werden können - auf dem Highway braucht man über 5 Stunden.

Die Strecke von Chicago nach Cleveland würde zwei Metropolregionen miteinander verbinden, die vor allem durch Schwerindustrie geprägt sind. Die rund 560 km lange Strecke zwischen den beiden Städten soll mit einem Hyperloop in gerade einmal 28 Minuten zurückgelegt werden können - auf den amerikanischen Highways braucht man über 5 Stunden.

Elon Musks anderes Projekt neben SpaceX

Die mehrere Millionen Dollar teure Machbarkeitsstudie, die Hyperloop Transportation Technologies gemeinsam mit der North Ohio Areawide Coordinating Agency und dem Illinois Department of Transportation durchführt, hat ebenfalls Konkurrenz: Auch Virgin Hyperloop One plant, in der Region der Großen Seen eine Strecke zu bauen. Und Elon Musk will mit der Boring Company, seinem Nebenprojekt nach SpaceX und Tesla, ebenfalls in der Gegend eine Strecke errichten – allerdings unterirdisch.

Konkurrenz ist bei der Entwicklung des Hyperloops durchaus erwünscht: Wenn mehrere Firmen mit unterschiedlichen Herangehensweisen an der Technologie arbeiten, dürfte diese schneller marktreif sein. Außerdem können bei einem System mit teurer lokaler Infrastruktur weltweit auch mehrere Anbieter langfristig erfolgreich sein: Wer einen Hyperloop in Indien betreibt, nimmt niemandem in Nordamerika die Fahrgäste weg.

Endstück einer Hyperloop-Röhre von Virgin Hyperloop One
Auch sie gucken in die Röhre: Virgin Hyperloop One plant ebenfalls eine Hyperloop-Strecke in den USA. Foto: Hyperloop One

Ein Hyperloop für Deutschland?

Für Deutschland gibt es in Sachen Hyperloop noch keine konkreten Pläne, wohl aber bereits erste Streckenvorschläge. Virgin Hyperloop One hatte mehrere Wettbewerbe ausgeschrieben, darunter die Hyperloop Global Challenge.

Die Streckenführung hierzulande sähe vor, die größten Städte des Landes in einem großen Rundkurs von knapp 2000 Kilometern Länge zu verbinden: Von Hamburg über Köln, Frankfurt und Stuttgart nach München; von da wieder nach Norden über Nürnberg, Leipzig und Berlin bis Hamburg.

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Es gibt bislang weder eine Vakuumröhre in voller Größe noch einen Magnetschlitten, der die volle geplante Geschwindigkeit jenseits der 900 Kilometer pro Stunde schafft.

Bislang ist der Hyperloop großteils Theorie: Es gibt bislang weder eine Vakuumröhre in voller Größe noch einen Magnetschlitten, der die volle geplante Geschwindigkeit jenseits der 900 Kilometer pro Stunde schafft. Entsprechend gibt es auch noch keine konkreten Schätzungen, wie teuer Bau und Betrieb einer Strecke wären und was Tickets kosten müssten, um das Projekt zu tragen.

Hyperloop Transportation Technologies hat eine kurze Teststrecke in Nevada und einige erste Fahrten von kleinen Antriebsprototypen gezeigt. Bis die ersten kommerziellen Strecken laufen, dürften allerdings noch Jahre vergehen.

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