Technik

Hyperloop One entdeckt Europa für sich: Neuer Standort in Spanien

von
Marten Zabel

Virgin Hyperloop One will ein Forschungszentrum in einem kleinen Dorf in Spanien aufbauen – die Infrastruktur ist dank ansässiger Großkonzerne vorhanden.

Luftaufnahme einer Hyperloop-Teststrecke.
Hyperloop kommt nach Europa: Teststrecke von Hyperloop One Foto: Hyperloop One

Das erfahren Sie gleich:

  • Wann Hyperloop One in Spanien mit der Arbeit beginnen will
  • Warum die Infrastruktur für den Standort bereits vorhanden ist
  • Wie das Hyperloop-System langsam in Europa ankommt

Virgin Hyperloop One will eine halbe Milliarde US-Dollar in den Aufbau eines Forschungszentrums für die Entwicklung des neuen Hochgeschwindigkeits-Transportsystems in Europa stecken. Als Standort dafür hat das Unternehmen das spanische Dorf Bobadilla in Andalusien auserkoren.

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Ab 2020 soll in der ersten europäischen Niederlassung des Unternehmens die Fertigung beginnen und bis zu 300 Mitarbeiter beschäftigen. Das sind nur 180 Menschen mehr, als das Dorf Einwohner hat.

Die Infrastruktur für Hyperloop One ist bereits vorhanden

Ein großer Teil des neuen Forschungszentrums wird in einem alten Gebäude Platz finden: In einer alten Wartungshalle für Züge, mit einer Fläche von 19.000 Quadratmetern. Hier treffen der 130 Jahre alte Bahnhof und die moderne Schienentechnik aufeinander.

Virgin Hyperloop One ist nicht das einzige Unternehmen aus dem High-Tech-Sektor, das Andalusien für sich entdeckt hat. Am Railway Innovation Hub, nahe Bobadilla, gibt es Niederlassungen von Voltrain, Schneider Electric, Alstom und Bombardier; im weiteren Umland unterhalten AEI, AERTEC, Airbus und IBM Forschungszentren. Es gibt also lokal bereits eine Infrastruktur und das nötige Personal, um auch an der Realisierung des Hyperloops zu werkeln.

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Mehr Hyperloop für Europa

Virgin Hyperloop One ist nicht das erste Unternehmen mit Hyperloop-Ambitionen, das ein Entwicklungszentrum in Europa aufbaut und dabei auf die etablierte Vernetzung lokaler Transportkonzerne setzt. Hyperloop Transportation Technologies arbeitet bereits an einem Zentrum nahe dem französischen Toulouse, das auch von dem dort ansässigen Cluster um Airbus profitieren dürfte.

Eine eigene Hyperloop-Röhre sieht der aktuelle Plan von Virgin Hyperloop One für die Region allerdings nicht vor: Ein erstes Projekt jenseits der bereits existierenden Teststrecke im vollen Maßstab in der Wüste Nevadas steht in der Kooperation mit dem Hafenbetreiber DP World aus Dubai an. DP World will langfristig seinen Hafen mit Städten in Europa und Asien verbinden, mit Röhren voller Solarzellen und vollautomatisierten Be- und Entladestationen für die Frachtschlitten. Erste betriebsfertige Abschnitte sollen ab 2021 ihre Arbeit aufnehmen.

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