Elektromobilität

Hyperloop: Die erste Passagierkapsel kommt aus Spanien

von
Paul Bandelin

Der Hyperloop könnte das Transportwesen verändern. Die erste Passagier-Kapsel für das Hochgeschwindigkeitssystem entstand in Spanien – aus Vibranium.

Hochgeschwindigkeits-Kapsel Quintero One bei der Fahrt durch den Hyperloop.
Kaum vorstellbar, aber der Quintero One soll bereits in wenigen Jahren mit mehr als 1000 km/h durch den Hyperloop schießen. Foto: Hyperloop TT

Das erfahren Sie gleich:

  • Welche Firma hinter der ersten Hyperloop-Kapsel steckt
  • Wie dabei das völlig neue Material Vibranium zum Einsatz kommt
  • Wie der Hyperloop den Transport revolutionieren sollen

Es ist schwer vorstellbar, wie sich die Geschwindigkeit von 1000 Kilometern pro Stunde im Hyperloop letztlich anfühlt – aber das Transportmittel der Zukunft kommt. Ein weiterer Schritt auf dem Weg dorthin: Im September 2018 wurde ein Prototyp für eine Passagier-Kapsel vorgestellt.

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audi.de/DAT-Hinweis

Im südspanischen Puerto de Santa Maria enthüllte Hyperloop Transportation Technologies (Hyperloop TT) Anfang Oktober offiziell die erste Passagier-Kapsel für das futuristische Transportsystem. Das aus der Fusion der beiden Firmen Carbures und Inypsa hervorgegangene Unternehmen Artificial hat „Quintero One“ gebaut.

Ein neues Material: Vibranium

21.000 Stunden Ingenieurarbeit und 5000 Stunden Bauzeit stecken in der 32 Meter langen und 5000 Kilogramm schweren Kapsel, wobei die Innenkabine lediglich auf eine Länge von 15 Metern kommt und Platz für 28 bis 40 Passagiere bietet.

Die Kapsel wird ein Teil des effizientesten Transportsystems werden, das es jemals gegeben hat.

Dirk Ahlborn, Co-Gründer und CEO des Unternehmens

Nach der erfolgreichen Vorstellung geht es per Schwertransport in das rund 1200 Kilometer entfernte Toulouse nach Frankreich, dem Forschungszentrum von Hyperloop TT. Dort soll die Vorbereitung der Kapsel auf die kommerzielle Nutzung erfolgen, die bereits für die kommenden Jahre geplant ist.

Im Süden Frankreichs befinden sich zudem bereits die ersten fertigen Röhrenabschnitte. Diese kommen auf einen Durchmesser von vier Metern und bilden die Basis für die sich im Bau befindliche 320 Meter lange Teststrecke. Die Technologie hat in den vergangenen fünf Jahren seit der Gründung von Hyperloop TT erhebliche Fortschritte gemacht, so Dirk Ahlborn.

Quintero One ist aus dem neuen Verbundmaterial Vibranium gefertigt. Der durch Kohlenstofffaser verstärkte Kunststoff ist laut Hyperloop TT sehr leicht und trotzdem enorm stabil. Zudem ist die Kapsel mit Sensoren ausgestattet, die jede Bewegung aufzeichnen und dabei relevante Daten wie etwa Temperatur, Stabilität sowie mögliche Schäden erfassen.

Wie sieht das Transportwesen der Zukunft aus?

Insgesamt sind rund 800 Ingenieure, Kreative und Techniker Teil des Großprojekts für Elektromobilität, das das Transportwesen revolutionieren soll. In 52 Teams arbeiten sie an den vier großen Standorten Toulouse, Bratislava, Barcelona und Abu Dhabi zusammen.

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Unternehmensangaben zufolge soll der Hyperloop in Zukunft dazu in der Lage sein, bis zu 164.000 Passagiere täglich zu transportieren und bereits 2019 damit beginnen. Neben Hyperloop TT arbeiten auch Hyperloop One und SpaceX an eigenen Systemen.

Wo genau der erste Hyperloop an den Start geht, steht allerdings noch nicht fest. Eines der größeren offenen Probleme ist hingegen nicht technischer Natur, sondern juristischer. Noch ist nicht klar, welche Gesetze um den Hyperloop herum gelten, da es eine vollkommen neue Kategorie ist – nämlich weder Schienenfahrzeug noch Flugzeug oder Auto.

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