Elektromobilität

Hybridauto lädt dank Abgasen – auch während der Beschleunigung

von
Paul Bandelin

Ein Hybridauto mit integrierter Formel-1-Technologie soll durch Wärmeenergie angetrieben werden – und beim Beschleunigen laden.

Ein Parkplatz mit Reifenspuren auf dem Asphalt.
Nicht mehr nur das Bremsen soll beim Project Black S Energie liefern. Foto: Shutterstock / iPostnikov

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum das Project Black S mit leistungsstarkem Dual-Hybrid-Antrieb so innovativ ist
  • Wie das Hybridauto die Wärmeenergie aus Abgasen des Beschleunigungsvorgangs nutzt
  • Ab wann der Hersteller von Hybrid auf vollständigen Elektroantrieb umstellen will

Project Black S ist die Integration eines Dual-Hybrid-Antriebs in ein Serienauto. In Zusammenarbeit mit Renaults Formel-1-Team und Mitsubishi ist es der Nissan-Tochter Infiniti gelungen, die Technologie für die Straße weiterzuentwickeln. Basierend auf dem Q60 Red Sport 400 "erreicht Infiniti einen neuen Meilenstein auf seinem Weg zur Elektrifizierung", so CEO Roland Krüger. Auf dem Pariser Automobilsalon stellten sie den Prototypen Anfang Oktober erstmals vor.

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Hybridauto nutzt Wärmeenergie aus Abgasen

Der Vorgänger des Project Black S war mit einem konventionellen VR30-Motor ausgestattet und kam auf eine Leistung von 405 PS. Mit dem Dual-Hybrid-Antrieb ließ sich die Leistung um 40 Prozent auf 571 PS erhöhen – was in der Form nicht zu erwarten war. Somit schafft es das Fahrzeug von 0 auf 100 in weniger als vier Sekunden. Der Clou der Veränderung: Nicht nur die Bremsenergie lässt sich zurückgewinnen, sondern auch die Antriebsenergie.

Das System verwendet zwei Generatoreinheiten. Dabei nutzt es neben der kinetischen Bremsenergie auch die Hitze der ausgestoßenen Abgase des Antriebs und wandelt diese in elektrische Energie um. In einem 4,4 Kilowattstunden starken Lithium-Ionen-Akku wird sie gespeichert und bei Bedarf zum Antrieb des Sportwagens genutzt. Die Rückgewinnung verspricht ein Mehr von bis zu 120 Kilowatt elektrischer Energie.

Updates

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Infinitis Vizepräsident Motorsport & Connected Vehicle äußerte sich folgendermaßen: "Dieses Dual-Hybrid-System ist zwar noch ein Prototyp, aber doch eine Weltneuheit. Hier wird auf intelligente Weise aus jedem Brems- und Beschleunigungsvorgang kinetische und Wärmeenergie aufgefangen und wiederverwertet."

Vollständiger Elektroantrieb braucht noch etwas Zeit

Nissans Nobel-Ableger geht die Elektrooffensive etwas gemächlicher an als die Muttermarke. Während andere Automobilhersteller es gar nicht erwarten können, die Elektromobilität in Gang zu bringen, will Infiniti erst ab 2021 Fahrzeuge mit gänzlich elektrischen Antrieben vorstellen.

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