Elektromobilität

Hybrid-Yacht: Darf es ein bisschen Meer sein?

von
Thomas Pitscheneder

Sunseeker International und Rolls-Royce arbeiten gemeinsam an einer Yacht. Die soll mit einem Hybridantrieb wie im Auto Käufer anlocken.

Konzeptzeichnung zum Hybridantrieb in einer Yacht
Gemeinsam entwickeln Sunseeker und Rolls-Royce einen Hybrid-Antrieb für Yachten. Das erste Schiff mit einer Kombination aus Diesel- und Elektromotoren soll bald folgen

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum Hybridantriebe mehr sind als eine Übergangstechnologie
  • Wie viel Leistung in der ersten Hybrid-Yacht von Sunseeker und Rolls-Royce steckt
  • Wann das luxuriöse Schiff starten soll

Elektroautos haben weltweit noch einen schweren Stand. Die Technik scheint noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein – obwohl große Marken wie VW, Audi und Mercedes-Benz Milliarden investieren. Viel weiter sind da Hybridantriebe. Sie gelten als Übergangstechnologie, könnten in den kommenden Jahren aber eine große Rolle spielen.

Das sehen wohl auch Hersteller von Schiffen und Yachten, die auf eine Mischung aus Verbrennungs- und Elektromotor setzen wollen. Jüngst kündigten Sunseeker International und Rolls-Royce ein entsprechendes Vorhaben an.

Sunseeker und Rolls-Royce bauen Hybrid-Yacht

Mit Luxus kennen sich die Marken gut aus. Sunseeker baut Motoryachten, die in der Anschaffung nicht selten im zweistelligen Millionenbereich angesiedelt sind. Dafür bekommen die Käufer alles, was es für entspannte Reisen auf dem Wasser braucht. Rolls-Royce ist das Gegenstück dazu auf den Straßen. Ihre Erfahrungen wollen die Unternehmen in einer gemeinsamen Hybrid-Yacht bündeln.

Beschreibung des Hybrid-Antriebs für Yachten
Dieselmotor, Elektromotor und Getriebe gibt es im System jeweils in doppelter Ausführung. Energiespeicher versorgt den Hybridantrieb mit elektrischer Energie Foto: Rolls-Royce Power Systems AG

Die kommt mit zwei Zwölfzylinder-Dieselmotoren, die jeweils 1432 kW (1947 PS) leisten. Im System liegen durch die Unterstützung von Elektro-Antriebsmodulen somit 2864 kW (3894 PS) an. Im elektrischen Modus bleiben die Dieselmotoren aus, so lässt sich die Yacht 40 Minuten laut- und emissionslos fahren.

„Die Kombination von Diesel- und Elektromotoren sowie Batterien und deren variabler Einsatz bietet Yachteignern bedeutende Vorteile. Für den Komfort an Bord ist das leise, vibrations- und emissionsarme Fahren ein wesentlicher Gewinn. Auch die hohe Leistung, die Effizienz, die Umweltfreundlichkeit und die Flexibilität des Antriebs sind interessante Vorzüge für den Betrieb einer Yacht. In Zukunft liegt der Fokus in der Yachtbranche unserer Meinung nach immer mehr auf intelligenten und innovativen Systemlösungen und nicht mehr nur darauf, wie hoch die Antriebsleistung ist“, so Knut Müller, Leiter des Marine- und Behördengeschäfts bei der Rolls-Royce-Tochter MTU.

Hybrid-Yacht: Vermögende Interessenten müssen warten

Zwar verraten die Unternehmen bereits einiges zum Antrieb, die Yacht selbst gibt es aber noch nicht zu sehen. Das luxuriöse Fortbewegungsmittel für internationale Gewässer ist frühestens im Jahr 2020 erstmals zu sehen. Dann ist auch klar, in welcher Größenordnung das Schiff angesiedelt ist – und wie die Motorleistung in Relation zu bewerten ist.

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