Elektromobilität

Hybrid-Fahrzeuge: UPS testet die Kombi Brennstoffzelle und Akku

von Carola Franzke

Der Paketdienstleister UPS will Fahrzeuge ohne Emission: Neben elektrisch betriebenen sollen nun Hybride mit Akku und Brennstoffzelle eingesetzt werden.

Zwei moderne UPS-Trucks warten auf ihren Einsatz.
Fahren demnächst mit Batterie und Brennstoffzelle: Paketdienstleister UPS setzt auf Elektromobilität. Foto: UPS

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum Paketdienstleister UPS die Universität von Texas bei der Entwicklung von ganz speziellen Hybrid-Fahrzeugen unterstützt
  • Welche Vorteile die Kombination aus batterie-elektrischer Elektromobilität und Brennstoffzelle hat
  • Wie UPS mit diesem Projekt dem Ziel Zero Emission näher kommt

Reine Elektrofahrzeuge stoßen in Sachen Reichweite manchmal an ihre Grenzen. Dem begegnen die Hersteller mit verschiedenen Konzepten: Diesel- oder Benzin-Hybride sind eine Möglichkeit, den Akku zu wechseln eine andere.

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UPS geht einen noch anderen Weg: Bald werden auf den Straßen Kaliforniens neue Lieferfahrzeuge mit Akku und Brennstoffzelle getestet. Hybrid heißt hier also: eine Kombination aus batterie-elektrischer Elektromobilität und auf Wasserstoff basierender Elektromobilität.

Die Ingenieure am Zentrum für Elektromechanik der Universität von Texas arbeiten an dem Hybrid-Fahrzeug. UPS hat dafür einen originalen Lieferwagen Baujahr 2007 zur Verfügung gestellt, sodass sich die Lösung an der Praxis orientieren kann.

UPS Zero Emission: Akku trifft Brennstoffzelle

"Die erste Herausforderung war, die Komponenten richtig zu dimensionieren", so Michael Lewis, Ingenieur und Projektleiter an der Universität von Texas, gegenüber dem Portal IEEE Spectrum, "der Akku, die Brennstoffzelle und die Wasserstofftanks mussten groß genug sein für die Anforderungen im Betrieb, aber auch passend für die vorgegebenen Dimensionen des Trucks."

Von außen sieht das erste Testfahrzeug aus wie ein ganz normales UPS-Lieferfahrzeug. Aber im Chassis ist ein Akku mit einer Kapazität von 48 Kilowattstunden untergebracht. Neben dem Rahmen des Unterbodens sitzen zwei Fünf-Kilogramm-Wasserstofftanks, und unter der Motorhaube findet man anstelle des Verbrennungsmotors eine 32-Kilowatt-Brennstoffzelle.

Der Fahrer muss seine Aufgaben erfüllen können – es ist ein Arbeitsfahrzeug.

Joe Ambrosio, CEO des Zulieferers Unique Electric Solutions, gegenüber IEEE Spectrum

Mit dieser Ausstattung soll das Hybrid-Fahrzeug bis zu 200 Kilometer Reichweite schaffen, so Joe Ambrosio von UES Unique Electric Solutions. Das New Yorker Unternehmen ist auf Komponenten für Elektrofahrzeuge spezialisiert und arbeitet mit an dem UPS-Projekt.

Mit der Reichweiten-Verlängerung durch die Wasserstofftanks schafft der Hybrid-Truck eine längere Strecke als reine Elektrofahrzeuge.

Nach einem Testbetrieb auf der Straße noch im Jahr 2018 sollen zunächst weitere 15 Fahrzeuge unter der Regie von UES umgerüstet werden.

Hybrid-Fahrzeuge als nächste Stufe

Die Hybrid-Fahrzeuge sind nur die neuesten Errungenschaften auf dem Weg zu weniger Emissionen: UPS hat bereits eine große Flotte von Elektrofahrzeugen im Einsatz. Rund 300 der elektrisch betriebenen Lieferfahrzeuge sind in den USA und in Europa für den Paketdienst auf den Straßen.

Updates

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Zuletzt hatte eine Meldung von besonders freundlich wirkenden Elektro-Lieferwagen die Runde gemacht: In einer Kooperation mit Arrival, einem englischen Hersteller von Elektrofahrzeugen, hatte UPS im Mai 2018 den Testbetrieb mit 35 Elektro-Lieferwagen angekündigt.

Die Lieferfahrzeuge in der runden Knuddel-Optik haben eine Reichweite von 150 Kilometern und smarte Fahrerassistenzsysteme. Sie sollen ab Ende 2018 in Paris und London in den Praxistest gehen.

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