Leben

Bilder der New Horizons: Himmelskörper Ultima Thule sieht aus wie ein Schneemann

von
Paul Bandelin

New Horizons präsentierte Anfang Januar Bilder eines 31 Kilometer großen Himmelskörpers, der an einen Schneemann erinnert: Es handelt sich um Ultima Thule.

NASA New Horizons fliegt an Ultima Thule vorbei - grafische Darstellung
In einer grafischen Darstellung zeigt die NASA, wie New Horizons am Himmelskörper Ultima Thule vorbeigeflogen ist. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie weit der "Schneemann" Ultima Thule von der Erde entfernt ist
  • Wie die Raumsonde New Horizons Bilder von dem Himmelskörper aufnahm
  • Wie die Reise in Richtung interstellarer Raum weiter gehen soll

Ein Schneemann im Weltall? Was nach einem schlechten Science-Fiction-Roman klingt, ist weltweit als Ultima Thule bekannt. Es ist das am weitesten von der Erde entfernte Objekt, das jemals von einer Raumsonde aus der Nähe aufgenommen wurde. Die Aufnahmen zeigen einen Himmelskörper mit einer leicht roten Schattierung, wie die NASA im Januar 2019 berichtete.

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New Horizons erreicht den Kuipergürtel

In einer Entfernung von 6,4 Milliarden Kilometern schwebt die Raumsonde "New Horizons" durch das All. 2006 gestartet, ist sie mittlerweile beim Kuipergürtel angekommen und passierte zwischendurch als erste von Menschen geschaffene Technik den Pluto. In der Neujahrsnacht flog die Sonde mit einer Geschwindigkeit von rund 50.000 Stundenkilometern nur etwa 3500 Kilometer an Ultima Thule vorbei.

Auf den späteren Bildern zeigte sich ein Himmelskörper, der in seiner Form an einen Schneemann oder eine Wespentaille erinnert. Er ist rund 31 Kilometer lang, misst im unteren Bereich etwa 20 Kilometer und im oberen etwa 14 Kilometer in der Breite, und dreht sich alle 15 Stunden um die eigene Achse.

Am wahrscheinlichsten ist, laut den Wissenschaftlern, dass die beiden Körper durch Akkretion – der Vorgang, wenn ein kosmisches Objekt Materie aufgrund seiner Gravitation aufnimmt – und nicht durch einen Zusammenstoß zueinandergefunden haben. Die rötliche Färbung ist zudem vergleichbar mit anderen Himmelskörpern aus dieser Region des Weltalls.

Eine Aufnahme von Ultima Thule durch New Horizons.
Sieht aus wie ein Schneemann: Die Aufnahmen des Himmelskörpers Ultima Thule durch New Horizons. Foto: NASA/Johns Hopkins University APL/Southwest Research Institute

Neue Daten zum Himmelskörper Ultima Thule

Bei der NASA zeigt man sich indes zufrieden mit den Aufnahmen und den ersten gewonnenen Daten. Bis alle Daten bei den Wissenschaftlern eingegangen sind, wird es noch etwas dauern – erst Ende 2020 soll es soweit sein.

Sie sehen fantastisch aus und wir lernen bereits vieles über Ultima Thule aus der Nahsicht. Von jetzt werden die Daten immer besser.

Alan Sten, leitender Wissenschaftler der Mission

„Noch nie zuvor wurde ein so kleiner Himmelskörper so weit in den Tiefen des Alls vom Team einer Raumsonde verfolgt“ führte er weiter aus. Sämtliche zuvor getätigten Aufnahmen waren aufgrund der immensen Distanzen von bis zu einer Million Kilometer unscharf.

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Nächster Halt: Interstellarer Raum

Seit nunmehr 13 Jahren ist die Raumsonde in den Weiten des Weltalls unterwegs und soll den Menschen die Entwicklung der Planeten erklären. „New Horizons ist wie eine Zeitmaschine, die uns zurück zur Geburt des Sonnensystems bringt“, erläutert Jeff Moore, der Geophysiker des Teams.

In ihrem weiteren Verlauf wird die Raumsonde die Heliopause und später den interstellaren Raum erreichen. Nach aktuellem Stand der Wissenschaft ist dieser rund 18,9 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt beginnt.

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