Leben

Healthy Food 2018: So gesund wird das neue Jahr!

von Ricarda Landgrebe

Kennen Sie schon Brinner, Kombucha oder „ehrliches Essen“? Wir servieren Ihnen einen Vorgeschmack auf 2018 mit fünf Mal Healthy Food für mehr Energie.

Frau hält Glas mit Kombucha
Ihr habt doch einen im Tee: Gesüßter Tee mit Kombucha-Pilz soll unter anderem gegen Kater helfen. Foto: CC0: Unsplash/Seyfettin Dincturk

Das erfahren Sie gleich:

  • Echte Superfoods: Ehrliches Essen verdrängt Ersatzprodukte
  • Gemüse ist das neue Fleisch – inspiriert von der Levante-Küche
  • Foodtrend Brinner: Frühstücksideen für den ganzen Tag

Kombucha – ein Pilz, bitte!

Asiaten schwören schon seit Jahrtausenden auf das „Elixier des Lebens“, im kommenden Jahr erobert Kombucha auch den Westen: Grün-, Schwarz-oder Kräutertees werden spezielle Bakterienstämme und Hefepilze zugesetzt, die in Kombination mit etwas Zucker anfangen zu gären. Das Getränk soll unseren Stoffwechsel ankurbeln, entzündungshemmend wirken und das Krebsrisiko reduzieren – echtes Healthy Food eben.

Lesen Sie auch

Ladestation

aio-Empfehlung

Unter Strom! Mobilität wird elektrisch

2018 treffen wir uns also in einer der Kombucha-Bars, die gerade wie Pilze aus dem Boden schießen. Und falls wir stattdessen doch zu tief ins Whiskey-Glas geschaut haben sollten, empfiehlt sich das Trend-Getränk auch zum Frühstück: Kombucha hilft nämlich auch super gegen einen Kater...

Ehrliches Essen statt Ersatzprodukte

Schluss mit Molekularküche, avantgardistischen Sternerestaurants oder veganer Leberwurst: 2018 kommen wir auf den Geschmack einer neuen Normalität. Wir essen zwar sehr bewusst, aber unaufgeregter.

Aushängeschild für diese Food-Bewegung sind Sarah Hallmann und Friederike Klee. Sie betreiben das als Berliner Geheimtipp gehandelte Lokal „Hallmann & Klee“ und haben selbst die Kritiker der New York Times überzeugt. Beide kommen zwar aus der Sterneküche, finden diese aber nicht mehr zeitgemäß. Statt komplizierter Kompositionen servieren sie ihren Gästen lieber „ehrliches Essen“, etwa Rührei und selbst gebackenes Brot zum Frühstück oder Backkartoffeln mit Quark zum Mittagessen.

Dafür setzt das Duo auf simple Zutaten aus biologischem Anbau, die sie aus der Region beziehen. Nicht nur ihr Ernährungsansatz steht für die Speisekarte der Zukunft: 2018 ist die Stunde der „Female Connoisseurs“: Spitzenköchinnen werden die Gastronomie prägen.

Brokkoli auf Schneidebrett
Ohne Schnickschnack: Einfache Zutaten aus Bio-Anbau gelten als einer der Food-Trends 2018. Foto: CC0: Unsplash/FOODISM360

Gemüse als neue Superfoods

Brokkoli und Blumenkohl übernehmen die Hauptrolle auf unseren Tellern. Fristete Gemüse in der Vergangenheit nur die hübsche Statistenrolle, erkennen wir 2018 das Potential und die Vielfalt - gewissermaßen die neuen alten Superfoods. Trendforscherin und Ernährungswissenschaftlerin Hanni Rützler erklärt in ihrem Foodreport 2018, dass die Küche der Levante – aus Israel, Syrien, Jordanien und Libanon – maßgebliche Inspirationsquelle für vegetarische Gerichte wird.

Gewürze wie Sumach, Kumin, Kardamom und Za’atar verleihen fleischloser Kost einen neuen Geschmack; oft unterschätzte Hülsenfrüchte wie Kichererbsen und Linsensorten werden die Food-Helden auf unseren Tellern. Die Levante-Küche hat auch Einfluss auf unsere Ess-Kultur: Statt eines Dreigang-Menüs erobern Mezze, kleine orientalische Gerichte, unsere Tische und laden zum Teilen ein.

Schüssel mit Linsensalat
Auch das sind Superfoods: Hülsenfrüchte wie Linsen werden wieder modern. Foto: CC0: Unsplash/James Sutton

„From root to stem“

Und noch ein Gemüsetrend: Angelehnt an die „From nose to tail“-Philosophie bei der Fleisch-Verarbeitung (aus Wertschätzung für das Tier wird Schlachtvieh restlos verbraucht, statt nur die Filetstücke herauszupicken) heißt die Gemüse-Devise 2018 auch: Bitte nichts wegwerfen!

„From root to stem“, also „von der Wurzel zum Stiel“ fördert eine kreative Küche. So wird etwa aus dem Grün der Karotte ein Pesto hergestellt, Kartoffeln essen wir mit Schale, und die Blätter der Roten Beete schmecken kurz angebraten richtig gut. Selbst Zwiebelschalen und Pilzstiele wandern nicht in die Tonne, sondern in den Kochtopf – daraus lässt sich eine aromatische Brühe kochen.

Updates

Bleiben Sie zum Thema Leben immer informiert.

Schüssel mit Porridge
Frühstücksideen für den ganzen Tag: Es gibt jetzt sogar schon Porridge-Restaurants... Foto: CC0: Unsplash/Edgar Castrejon

Brinner: Frühstücksideen für den ganzen Tag

Porridge, pochierte Eier und Avocado-Stullen gibt’s bald von morgens bis Mitternacht: Wir servieren typische Frühstücksgerichte um 19 Uhr zum „Brinner“ (eine Wortschöpfung aus breakfast und dinner) oder verbringen die Mittagspause in einem der neuen Porridge-Restaurants, die in vielen deutschen Städten eröffnen – hier gibt’s auch herzhafte Varianten des Haferschleims.

Und damit es nicht langweilig wird, kommen neue Frühstücksideen auf: Wie wäre es denn mal mit einer Pizza zum Frühstück? Gesunde Varianten aus Nuss-Teig mit Joghurt, Beeren und Blütenblättern sind die neue Frühstücks-Trendkost.

Auch interessant

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.

Schließen