Technik

Hacker geben Einblick in Perspektive von selbstfahrenden Autos

von Marten Zabel

Ein Duo von Hackern hat einen Tesla-Autopiloten geknackt und zeigt dessen Sicht auf Verkehr und Welt. Ein seltener Einblick in selbstfahrende Autos.

Der Blick aus einem fahrenden Auto nach vorne.
Den Blick nach vorne, immer auf der Spur: So sieht der Autopilot die Welt – nur viel bunter. Foto: Shutterstock / Terehova Evgenia

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie selbstfahrende Autos die Welt wahrnehmen
  • Wie ein Zufallskauf den Hackern einen Einblick in die Hard- und Software eines Tesla-Autopiloten verschaffte
  • Warum Teslas Autopilot noch kein Selbstfahrer ist

Wenn sich autonome Fahrzeuge selbstständig durch den Verkehr bewegen, dann sehen sie die Welt mit einer Reihe von Sensoren und der Bordcomputer muss die erfassten Objekte auseinanderhalten und in Kategorien einteilen. Wie das in der Praxis aussieht, ist meist Geheimnis derjenigen Firmen, die an der Technik für die Zukunft des Straßenverkehrs arbeiten. Zwei Hackern aus Frankreich ist es jetzt gelungen, dies im Fall eines Tesla-Autopiloten einmal der Öffentlichkeit zu demonstrieren.

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Auf dem Video ist zu sehen, was die Bordkamera aufgenommen hat. Farbige Flächen und Linien zeigen zudem, wie der Autopilot die Welt interpretiert. Die Fahrbahn ist grün hinterlegt, verschiedenfarbige Linien auf dem Boden markieren ihre Grenzen und die eigene erwartete Route. Jedes bewegliche Objekt im Bild wird eingerahmt und mit einem Label versehen: Ist es ein Auto, ein Radfahrer, ein Motorrad oder ein Fußgänger? Steht oder bewegt es sich und wenn ja, mit welcher Geschwindigkeit und in welcher Spur?

Selbstfahrende Autos: Tesla-Hack dank Zufallskauf

Zu verdanken hat die Öffentlichkeit das Video einem Duo von Hackern, die unter den Reddit-Nutzernamen DamianXVI und verygreen bekannt sind. Sie hatten die Autopilot-Hardware auf eBay gekauft, um sie zu analysieren. Dabei stellten sie fest, dass es sich um die Entwicklerversion des Systems handelte, was ihnen Zugriff auf die Datenstruktur ermöglichte. So konnten sie live auf das zugreifen, was das Gerät sieht und analysiert.

Die Erkennung von Objekten ist recht weit fortgeschritten, macht allerdings immer noch Fehler. Vor allem bei kleineren Verkehrsteilnehmern, wie Fußgängern, Radfahrern und Inline-Skatern ist die Software teils unsicher, um was es sich eigentlich handelt. Diese Unsicherheit der künstlichen Intelligenz kann fatale Folgen haben: Beim tödlichen Unfall eines autonomen Testfahrzeugs von Uber mit einer Fußgängerin Anfang des Jahres hatte das System diese mehrfach als verschiedene Objekte kategorisiert und dann entschieden, sie aufgrund dieser Unsicherheit einfach zu ignorieren.

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Teslas Autopilot ist nur teilautonom

Der Autopilot von Tesla ist, das betont das Unternehmen gerne, keine Funktion für die völlig autonome Fahrt. Das Funktionsprinzip ist allerdings weitgehend identisch, wenngleich die Hardware in diesem Fall hauptsächlich nach vorne schaut. Denn das System ist vor allem dafür gemacht, auf Landstraßen oder Autobahnen die Spur zu halten.

Regelmäßig überschätzen dabei Nutzer die Fähigkeiten und Auslegung des Autopilot und bauen Unfälle, da sie unachtsam werden und zu lange die Hände vom Steuer nehmen.

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