Leben

Grünes Fest: Fünf Ideen für ein nachhaltiges Weihnachten

von Michaela Gerganoff

Sie wollen Weihnachten zu einem nachhaltigen Fest machen? Wir haben fünf grüne Ideen – vom Weihnachtsbaum über die Weihnachtsdeko bis zum Menü.

Geschenke, Kekse und Weihnachtsdeko auf einem Tisch
Gaben-Tisch: Liebevoll ausgesuchte Geschenke, tolle Weihnachtsdeko und schönes Essen – das ist Weihnachten! Foto: Unsplash/Mira Bozhko

Das erfahren Sie gleich:

  • Weihnachten nachhaltig feiern, ohne mit den Traditionen zu brechen
  • Die besten Tipps für ein grünes Fest
  • Vom Weihnachtsbaum bis zum Fest-Styling: So geht es umweltfreundlich

Grünes Weihnachten

Bei vielen Familien läuft Weihnachten traditionell als festes Ritual ab. „The same procedure as every year…” – mit geschmücktem Tannenbaum, üppigen Geschenken, deftigem Gänsebraten und neuem Festtags-Outfit. Doch nicht alles ergibt heutzutage aus nachhaltiger Sicht Sinn. Daher ist es höchste Zeit, frischen Wind voller grüner Ideen ins Fest zu hauchen. Wer diese fünf Tipps befolgt, bekommt zwar keinen Heiligenschein, aber immerhin ein gutes Gewissen.

1. Weihnachtsbaum ohne Gift

Ungeschmückter Weihnachtsbaum
Ein echter Grüner: Der Weihnachtsbaum gehört zum Fest dazu – idealerweise kommt er vom Förster aus der Region. Foto: Unsplash/Kyle Ellefson

Oh Tannenbaum! 30 Millionen Weihnachtsbäume kaufen die Deutschen jährlich zur Weihnachtszeit. Rund 80 Prozent der grünen Pracht, die kaum länger als ein paar Tage steht, wird in Monokulturen gezüchtet und mit Pestiziden gedüngt. Edel- und Nordmanntannen sind Skandinavien-Importe und haben schon vor dem Verkauf eine ordentliche Strecke zurückgelegt.

Dabei geht es auch grün: Den Kauf des Weihnachtsbaums mit einer Landpartie verbinden und ein Stück Natur der Region aussuchen. Die Fichten und Kiefern, die vom Förster oder aus ökologisch- zertifiziertem Anbau mit Naturland-, Bioland-Siegel oder FSC-Siegel stammen, sind so frisch, wie sie duften. Eine praktische Variante ist der Miet-Baum (auch hier aufs Siegel achten). Aber Vorsicht, damit der Weihnachtsbaum nach dem Fest noch weiterlebt, sollte er sorgsam behandelt werden und darf nicht zu lange im Wohnzimmer stehen. Die meisten Anbieter holen den Baum kurz nach Neujahr wieder ab, um ihn schnell wieder einzupflanzen.

2. Weihnachtsdeko aus der Natur

Natürlicher Schmuck für den Weihnachtsbaum
Zurück zur Natur: Klar, Lametta hat heute sowieso kaum noch jemand - aber jetzt ist natürlicher Baumschmuck besonders im Trend. Foto: Unsplash/Annie Spratt

Wenn es an die Weihnachtsdeko geht, ist der Kreativität keine Grenze gesetzt. Getreu dem Motto: „Alles Gute kommt von draußen“ wird der Baum statt mit Lametta und Plastikschmuck mit back-to-nature-Gewand behängt. Selbstgemachte Strohsterne, Wachsfiguren, getrocknete Orangenscheiben, Zimtstangen oder Mini-Äpfel eignen sich dafür. Wer es romantisch mag, schmückt die Zweige mit üppigen Schleifen, die aus dicken Stoffbändern gebunden werden – und in den nächsten Jahren wieder für die Weihnachtsdeko benutzt werden können.

3. Do-it-yourself-Geschenkpapier

Mit Packpapier verpackte Weihnachtsgeschenke
Ganz schön nachhaltig: Packpapier ist viel umweltfreundlicher als Geschenkpapier – und kann trotzdem extrem gut aussehen. Foto: Unsplash/Nathan Lemon

Schon mal Kindern beim Geschenke auspacken zugesehen? Innerhalb weniger Sekunden können sie kunstvoll gefaltetes Papier gleich einem Raubtierangriff in Fetzen reißen. Auch die noch so aufwändig inszenierte Geschenkhülle findet ihr Ende im Müll. Durch den Verpackungswahnsinn wird Weihnachten etwa zehn Prozent mehr Abfall produziert als an anderen Tagen. Weiteres Problem: Kunststofffolien und beschichtete Papiere sind schlecht recycelbar.

Umweltfreundlicher ist Packpapier, es braucht weniger Wasser und Energie bei der Herstellung und kommt ohne Holzfrischfasern aus. Auch Upcycling empfiehlt sich als dekorative Methode: Wie wäre es mit einer Verpackung aus einem Hochglanzmagazin? Auch aus Stoffresten oder einem schönen Tuch lassen sich interessante Unikate basteln.

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4. Weihnachtsmenü mit regionalen Zutaten

Rosenkohl auf Tischplatte
Grünzeug: Das Weihnachtsmenü lässt sich auch nachhaltig gestalten – es muss ja nicht gleich Rosenkohl sein... Foto: Unsplash/Keenan Loo

So kann man es sich schmecken lassen: Wer nicht auf Fleisch verzichten möchte, findet bei Hof- oder Bioläden oder beim Metzger die Weihnachtsgans, die nicht aus der Turbomast kommt. Saisonale Bio-Produkte sollten auf jeden Fall zu einem nachhaltigen Weihnachten gehören.

5. Fancy, aber fair: Styling fürs Fest

Kleidungsstücke auf der Kleiderstange
Was heißt hier festlich? Gut kombiniert können auch bereits vorhandene Kleidungsstücke gut zum Weihnachtsfest getragen werden - es muss also nicht immer ein neues Kleid her. Foto: Unsplash/Shanna Camilleri

Heiligabend im Kreis der Familie soll feierlich sein, klar, aber muss dafür unbedingt ein neues Kleid her? Oder reicht es vielleicht auch, die vorhandene Garderobe mit schicken Extras zu kombinieren und damit den gewissen Christmas-Glow zu zaubern? Die Trendformel der Mode macht es einem dieses Jahr leicht: Schwarz und Glitter. Oft sorgt ein kleines Accessoire, etwa ein Metallic-Gürtel über einem schwarzen Blazer, ein elegantes Tuch, eine funkelnde Brosche oder ein besonderes Haaraccessoire im Handumdrehen für den richtigen Look unterm Christbaum. Denn: Fair ist sexy!

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