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Gesundheit

Google Deepmind: Künstliche Intelligenz wacht über Patienten

von Carola Franzke

Deepmind könnte Ärzte und Schwestern in der Patientenüberwachung in Krankenhäusern entlasten; das Google-Unternehmen setzt dazu künstliche Intelligenz ein.

Ein Monitor zur Patientenüberwachung zeigt die Vitalwerte eines Patienten.
Auf technische Hilfsmittel verlassen sich Ärzte und Pfleger bei der Patientenüberwachung schon lange. Googles Deepmind-KI soll dabei bald rein datengetrieben unterstützen – und im Idealfall eingreifen, bevor Patienten im Krankenhaus sterben. Foto: Unsplash/Jair Lázaro

Das erfahren Sie gleich:

  • Welche Daten Google Deepmind nutzt
  • Welche Krankheit Deepmind prognostizieren kann
  • Welche Vorteile die Künstliche Intelligenz in der Medizin hat

Welche Daten Google Deepmind nutzt

Mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) ließe sich die Überwachung von Patienten in Krankenhäusern verbessern. Das System könnte schneller und zuverlässiger Alarm schlagen, wenn es einem Patienten schlechter geht.

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Das Pilotprojekt der Google-Schwester Deepmind ist in Kooperation mit der Veteranenverwaltung (VA) im Einsatz: Medizinische Daten von rund 700.000 Militärveteranen flossen als Basis dafür in den KI-Algorithmus.

Die KI soll anhand dieser Daten lernen, welche scheinbar kleinen Veränderungen im Allgemeinzustand der Patienten die ersten Anzeichen für den späteren Tod gewesen sind – und so eine wichtigen Schritt zu mehr Gesundheit machen.

Welche Krankheit Deepmind prognostizieren kann

Als erstes konzentriert sich das Projekt von Deepmind und der VA auf akute Niereninsuffizienz. Das Krankheitsbild ist relativ unabhängig vom Alter und kann von ganz unterschiedlichen, manchmal harmlosen Faktoren abhängen.

Akutes Nierenversagen kann nach Routine-Untersuchungen oder Operationen wie Hüft-OPs auftreten. Einen wirklich typischen Verlauf gibt es nicht – auch deshalb ist es nicht einfach, es zu erkennen. Die KI von Deepmind soll die Vorhersagen zum Krankheitsverlauf verbessern und die Gefahr eines möglichen Todes vorhersagen.

Das ist aber nicht das erste Mal, dass Hightech im Krankenhaus zur Anwendung kommt. So nutzen etwa Mediziner in London VR-Kameras, um Videos für Studenten zu filmen.

Krankenhauspersonal steht um einen Patienten herum, im Hintergrund sind Monitore zu sehen, im Vordergrund liegt OP-Werkzeug.
Selbst nach Routine-Untersuchungen kann es zu schwerwiegenden Folgen wie Nierenversagen bei den Patienten kommen. Um Ärzte und Pfleger bei der Patientenüberwachung zu entlasten, testet Google jetzt seine KI Deepmind. Foto: Unsplash/Piron Guillaume

Welche Vorteile die Künstliche Intelligenz in der Medizin hat

Traditionell sind natürlich Ärzte und Pflegepersonal für die Überwachung der Patienten im Krankenhaus verantwortlich. In der Praxis findet der Hauptanteil der Überwachung aber elektronisch statt.

Aus Personal- und Zeitknappheit steht kaum ein Patient unter ständiger persönlicher Beobachtung. Stattdessen machen Ärzte und Schwestern ihre Runden und reagieren meist nur auf die Alarme von EKGs und Beatmungsgeräten. Dabei bleiben erste kleine Veränderungen oft unbemerkt.

Mustererkennung ist die große Stärke von künstlicher Intelligenz: Eine gut trainierte KI kann aus allen Informationen der elektronischen Überwachung zusammengenommen schneller Schlüsse ziehen und zu einer besseren, lückenlosen Patientenüberwachung in Krankenhäusern beitragen.

Die Zusammenarbeit von Deepmind und VA gibt Anlass zu großen Erwartungen. Denn hier kommen begabte Forscher, Ärzte und Wissenschaftler von Weltrang zusammen, damit in Zukunft bereits kleinste Anzeichen einer Zustandsverschlechterung die Alarmglocken läuten lassen. Die Deepmind-KI und lückenlose Überwachung aller Patientendaten durch Computer und Maschinen würden dazu beitragen.

Der große Vorteil von Computern und Maschinen ist ja, dass sie weder müde werden noch Pausen machen. Außerdem bleibt der Schichtwechsel aus, bei dem Informationen unter den Tisch fallen können. Auf der anderen Seite kommt aber auch immer mehr Hightech-Equipment bei schweren Eingriffen zum Einsatz, das auch hier die Arbeit erleichtern soll.

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