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Technik

Gesucht: Der richtige Sound für das Elektroauto

von Sabrina Lieb

Fußgänger hören Elektroautos nicht kommen. Darum sollen die leisen Fahrzeuge künstliche Geräusche machen. Sollen sie nach klassischen Motoren klingen oder wird es Zeit für einen futuristischen Sound?

Gesucht: Der richtige Sound für das Elektroauto
Klangquelle: Weil der Elektromotor schweigt, kommt der Sound eines Elektroautos aus dem Lautsprecher. Foto: Shutterstock/Sashkin

Das erfahren Sie gleich:

  • Um Unfälle zu vermeiden, sollen Elektroauto künstliche Geräusche machen
  • Akustiker tüfteln am besten Sound
  • Sogar ein früherer DJ komponiert für das Elektroauto

Leise, leiser, Elektroauto

Seit der Erfindung des Autos hat sich der menschliche Körper erstaunlich gut daran angepasst: Das Gehör ist so geschult, dass es am Klang eines herannahenden Fahrzeugs dessen Geschwindigkeit erkennt. Heute heißt das: Der Blick bleibt auf dem Handy, der Fuß ist bereits auf der Fahrbahn. Mit Elektromotoren könnte es jedoch leiser auf unseren Straßen werden – und damit zur Gefahr für Fußgänger. Nämlich dann, wenn der wachsende Trend zur geräuschreduzierten Elektromobilität nicht auch eine rasche Veränderung im Straßenverhalten eines jeden Einzelnen nach sich zieht.

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Die größte Gefahr besteht auf dem Parkplatz

Bis zu 30 Kilometer pro Stunde fährt ein Elektroauto fast komplett lautlos – lediglich die Rollgeräusche der Reifen sind zu hören. Und im Stand ist nicht mehr das bekannte Auspuffgeräusch wahrnehmbar. Gerade auf dem Parkplatz birgt die Stille ein erhöhtes Gefahrenpotential. Da kann es ziemlich plötzlich kommen – das surrende Elektroauto, das just in diesem Augenblick aus der Parklücke heraus setzt. Darauf wollen Autobauer nicht warten und setzen hingegen auf Prävention: Akustik-Ingenieure tüfteln bereits am frisierten Elektro-Sound. Auf der anderen Seite bringt die neue Ruhe Vorteile: vielbefahrene Stadtteile werden leiser.

Akustiker tüfteln am Sound

Ortswechsel in die Vereingten Staaten. Im CMoore Tonstudio in San Francisco komponieren Sounddesigner den Klang von Elektromotoren wie den nächsten Hit eines bekannten Popstars. Connor Moore ist einer der Klangspezialisten, die an Mischpulten Töne und Frequenzen modulieren.

Das Zeitalter der Elektromobilität sucht eine akustische Identität.

Der frühere DJ komponierte nach seinem Studium bereits Musiksounds für einen der größten Elektronikkonzerne weltweit. Heute hat er sein eigenen Studio, in dem er sich der nächsten Herausforderung widmet: Einen Sound für Elektroautos zu entwickeln, der dem Zeitalter der Elektromobilität eine akustische Identität verleiht. Dabei gibt es nicht den idealen Sound für ein Elektroauto. Vielmehr setzt der junge Mann mit den blonden Haaren auf die einzelnen Fahrerlebnisse, die ein Geräusch produzieren sollte.

Klang über ein Steuergerät

Der Sound eines Autos hat zweifelsohne auch Ähnlichkeit mit Musik. Und wie machen es die Autobauer? Sie modellieren den Ton oft nach einem Verbrennungsmotor, entwickeln aber daneben auch völlig neue Tonlandschaften. Was sicher ist – auch hier wird bereits fleißig selbst komponiert. Abhängig von der Drehzahl eines Elektromotors, der jeweiligen Last und der Geschwindigkeit generiert ein Steuergerät den passenden Klang. Dieser ertönt über einen am Fahrzeugboden montierten Lautsprecher. Mal hochtourig, mal mit tiefen Frequenzen, mal ein gepflegtes Grollen – Hörperspektiven der neue Verkehrsmusik.

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