Technik

Gegen den Trend: Bosch setzt auf Brennstoffzellen

von
Thomas Pitscheneder

Bosch will nicht nur auf batterieelektrische Antriebe setzen. Auch die Brennstoffzelle soll in Zukunft eine große Rolle spielen – mit großem Potenzial.

Ein Bosch-Mitarbeiter mit einer Brennstoffzelle
Bosch will Brennstoffzellen-Stacks im großen Stil bauen. Dafür startet das Unternehmen eine Kooperation mit den Schweden von Powercell. Foto: Bosch

Das erfahren Sie gleich:

  • Welche Technik sich bei Autos durchzusetzen scheint
  • Wie Bosch die Brennstoffzelle weiterentwickeln möchte
  • Welches Potenzial der Zulieferer in der Technik sieht

Den elektrischen Antrieben gehört die Zukunft des Automobils. Da scheinen sich nahezu alle Hersteller einig zu sein. Viele Unternehmen bauen deshalb ihre Bemühungen rund um das Elektroauto aus. Konzerne wie VW kündigten bereits an, eine breite Produktpalette in diesem Gebiet zu planen. Doch weiterhin bleibt der Akku ein großer Streitpunkt.

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Der Zulieferer Bosch will sich offenbar zu allen Seiten absichern und setzt auch auf eine andere Technik: die Brennstoffzelle.

Bosch: Kooperation zur Entwicklung gestartet

Anders als viele andere Firmen in der Branche, rüstet sich Bosch offenbar für eine automobile Zukunft mit Wasserstoff. Wie das Unternehmen kürzlich mitteilte, startet dafür eine Kooperation mit der schwedischen Firma Powercell. Zusammen wollen sie die Entwicklung der Zellen vorantreiben, die in Brennstoffzellen-Stacks zum Einsatz kommen.

Die Stacks auf Polymerelektrolyt-Basis (PEM), sollen bis spätestens 2022 ihren Weg auf den Markt finden. Bosch vertreibt die Brennstoffzellen dann in Lizenz auf dem Markt. „Bosch hat im Bereich der Brennstoffzelle ein starkes Blatt auf der Hand – durch die Kooperation mit Powercell jetzt sogar noch einen Trumpf mehr. Technologie zu industrialisieren ist eine unserer Stärken. Das gehen wir jetzt konsequent an und erschließen den Markt“, sagt Dr. Stefan Hartung, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions.

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Bosch sieht in Brennstoffzelle Potenzial

Für Bosch scheint der Schritt eine Entscheidung aus Überzeugung zu sein. Das Unternehmen sieht in der Brennstoffzelle einen milliardenschweren Markt. Bis 2030 sollen laut einer Schätzung der Firma sogar 20 Prozent aller Elektrofahrzeuge mit Wasserstoff fahren. In erster Linie sei die Technik allerdings für Nutzfahrzeuge interessant.

Auch für batterielektrische Autos, Hybride und mit synthetischen Kraftstoffen betriebene Fahrzeuge will Bosch in Zukunft die passende Technik liefern. Eingleisig will das Unternehmen keineswegs fahren. Technologieoffenheit stehe laut Hartung an oberster Stelle.

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