Elektromobilität

Gebrauchte Elektroboote kaufen: Die Typen, die Preise, die Macken

von Jennifer Hollack

Die Elektromobilität hört bei Autos nicht auf: Auch der Markt der Elektroboote wird immer größer. Welche Modelle es gibt und worauf Käufer achten sollten.

Zwei Elektroboote auf dem Wasser.
Mit dem Boot übers Wasser düsen: Mit einem Elektroantrieb macht das noch mehr Spaß. Foto: Shutterstock / tarmizi

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum ein Elektroboot die ideale Lösung für den Wassersport ist
  • Welche Elektroboote es auf dem Markt gibt und was sie gebraucht kosten
  • Worauf Käufer von gebrauchten Booten achten sollten

Deutschland ist nicht nur ein Land der Autofahrer, sondern auch ein Land der Bootsbesitzer. 540.000 Menschen haben eine Segelyacht oder Segeljolle, weitere 210.000 Menschen eine Motoryacht, ergab eine Analyse des Marktforschungsinstitutes Allensbach.

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Da Wassersport und Umweltschutz idealerweise Hand in Hand gehen, liegt es nahe, sich nach Booten mit Elektroantrieb umzusehen. Aber was gibt es da überhaupt auf dem Markt? Sind Elektroboote erschwinglich? Und was kosten sie gebraucht?

In der folgenden Liste finden Sie die gängigsten Elektroboote. Neben den Infos zur Reichweite, der maximalen Geschwindigkeit und der Leistung kommen die Preise bei einer Neuanschaffung und beim Kauf eines gebrauchten Bootes.

Elektroboote im Vergleich

  • Modell
  • Reichweite
  • Geschwindigkeit
  • Leistung
  • Tiefgang in Meter
  • Preis - neu
  • Preis - gebraucht
  • Frauscher 650 ALASSIO
  • 21 km
  • 12 km/h
  • ab 4,3 kW
  • 0,65 m
  • ab 36.500 €
  • ab 62.000 €
  • Frauscher 560 VALENCIA
  • 4 Std.
  • 11 km/h
  • ab 4,3 kW
  • 0,5 m
  • ab 35.000 €
  • ab 24.950 €
  • Marian Eclipse 580
  • -
  • bis zu 25 km/h
  • ab 4,3 kW bis 14 kW
  • 0,5 m
  • ab 36.648 €
  • auf Anfrage
  • Marian Magic 640
  • -
  • bis zu 45 km/h
  • ab 4,3 kW bis 70 kW
  • 0,5 m
  • ab 45.000 €
  • auf Anfrage
  • Heistracher 820 Sprint
  • -
  • bis zu 45 km/h
  • ab 18 kW bis 100 kW
  • 0,5 m
  • ab 150.000 €
  • auf Anfrage
  • Marinekart 338
  • 25 - 50 km
  • bis zu 30 km/h
  • 4 kW
  • 0,25 m
  • ab 6400 €
  • ~ 9900 €
  • Boesch 620 Cabrio
  • 55 min.
  • 40 km/h
  • 50 kW / 80 kW
  • 0,56 m
  • ab 244.000 €
  • ~124.900 €
  • Julika 660
  • 11 km (4Std.) / 35 km (6Std.)
  • 13 km/h bis 45 km/h
  • ab 4,3 kW bis 50 kW
  • 0,45 m
  • ab 63.500 €
  • ~ 91.000 €
  • Duffy 18 Snug Harbour
  • 3,5 Std
  • 10 km/h
  • 3,6 kW
  • 0,76 m
  • ab 38.000 €
  • ~ 13.000 €
  • Verus Elektro-T
  • 22 km
  • 11 km/h
  • 2 kW
  • 13.700 €
  • auf Anfrage
  • Fricke & Dannhus HD 600 PFH
  • -
  • bis zu 25 km/h
  • 8 kW
  • 0,55 m
  • auf Anfrage
  • auf Anfrage
  • Marian Laguna 760
  • bei 4 Akkus ~120 Std.
  • bis zu 50 km/h
  • ab 10 kW bis 100 kW
  • 0,50 m
  • 249.000 €
  • bei 80 kW ~160.000 €

Stand: September 2018

Vielleicht fragen Sie sich jetzt: Warum sind denn manche Elektroboote gebraucht teurer als neu? Das liegt daran, dass es sich bei beiden Angaben um Startpreise handelt – bei neuen Booten also immer mit dem kleinsten Motor und ohne Extras. Aber: Auf dem Markt für gebrauchte Boote gibt es diese Kombination praktisch nicht – weil fast jeder Neukäufer sich für Zusatzausstattungen entscheidet.

Elektroboot kaufen: Darauf sollten Sie achten

Alleine die hohen Preise zeigen: Sich ein Boot zu kaufen, kommt der Anschaffung eines Autos ziemlich nahe. Der Verband der Sportboot- und Schiffbau-Sachverständigen (VBS) rät allen Bootskäufern dazu, nicht nur eine Probefahrt zu unternehmen, sondern das Boot auch aus dem Wasser zu nehmen.

Auf folgende möglichen Mängel bei gebrauchten Booten (nicht nur bei Elektrobooten, sondern auch bei Verbrennern) sollten Käufer laut VBS achten:

  • Osmosebefall
  • Verdeckte Auflaufschäden
  • Lagerspiel in der Ruderanlage
  • Propellerschäden
  • Getriebeschäden
  • Schäden am Mastprofil und im stehenden Gut

Auch kann es sinnvoll sein, vor dem Kauf einen Bootssachverständigen einzuschalten. Eine Liste dieser Bootssachverständigen bietet der VBS ebenfalls an.

Updates

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Ab wann gilt ein Boot als Yacht?

Wassersportler kennen den Unterschied natürlich. Aber für alle anderen: Ob es sich bei einem Motorboot um eine Motoryacht handelt, ist ganz klar definiert: Jedes Sportboot bis zehn Meter ist ein Boot. Alles was darüber hinausgeht, gilt als Yacht. Ab 20 Metern wird dann von einem Schiff gesprochen – dabei ist es völlig egal, wie hoch das Boot ist oder was für einen Tiefgang es hat.

Fazit: Schalten Sie Experten ein

Elektromobilität auf dem Wasser ist eine perfekte Kombination. Die Preise für gebrauchte Elektroboote sind aber so hoch, dass potentielle Käufer sich entweder selber extrem gut auskennen müssen – oder lieber einen Sachverständigen einschalten sollten.

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