Technik

G.E.A.R: Oktoberfest-Roboter räumt nach der Party auf!

von
Leonie Butz

An der TU München haben junge Forscher ein System entwickelt, das selbstlernend und autonom beim Aufräumen helfen soll – bisher aber nur digital.

Der Oktoberfest-Roboter G.E.A.R bei der virtuellen Arbeit.
Der Oktoberfest-Roboter G.E.A.R bei der virtuellen Arbeit. Foto: Damian Bogunowicz/GitHub

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie die TU München auf dem Oktoberfest aufräumen will
  • Warum bei der Programmierung Spieleentwicklung eine entscheidende Rolle spielt
  • Wie das System hinter G.E.A.R arbeitet

Ob nun auf dem Oktoberfest oder bei anderen großen Festen: Nach dem Feiern kommt leider immer das Aufräumen. Um den Menschen hierbei unter die Arme zu greifen, haben Studenten der TU München um Damian Bogunowicz einen Roboter entwickelt. Er lernt dazu, erkennt Objekte, die er aufsammeln oder vermeiden soll und räumt so autonom ein Bierzelt auf. Einziges Manko: Der Oktoberfest-Roboter ist bisher nur eine Simulation.

Lesen Sie auch

Ladestation

aio-Empfehlung

Unter Strom! Mobilität wird elektrisch

G.E.A.R räumt nach der Party auf

G.E.A.R heißt das System – kurz für Garbage Evaporating Autonomous Robot, also müllentsorgender autonomer Roboter. Bei seiner Entwicklung arbeitete ein Team aus drei Disziplinen zusammen:

  • Maschinelles Sehen
  • Maschinelles Lernen
  • Spieleentwicklung

Das erste Ziel des Roboters ist dabei das maschinelle Erkennen von Objekten und das Lernen während der Arbeit – und das in einer 3D-Spieleumgebung. Da der Quellcode im Netz offen zur Verfügung steht, kann jeder den Algorithmus trainieren – und den Oktoberfest-Roboter noch zuverlässiger machen.

So arbeitet der Oktoberfest-Roboter

Im Code festgehalten sind drei verschiedene Aktionen, die der Oktoberfest-Roboter durchführen kann: Er kann sich bewegen, er kann sich drehen und er kann nach etwas greifen. Wie effizient er bei der Arbeit ist, legen bestimmte Belohnungen und Bestrafungen fest: Etwa für die schnelle Ausführung der Arbeit – oder das Entsorgen "verbotener" Objekte wie etwa Tabletts.

Um zu unterscheiden, welche Objekte in den Müll gehören und welche Dinge der Roboter nicht anfassen soll, greift er auf eine große Bilddatenbank zurück. Eine detaillierte Beschreibung des Algorithmus‘ und des Umgangs mit maschinellem Lernen haben die Entwickler bei github veröffentlicht.

Technik

Updates abonnieren und Dossier "E-Mobility" gratis erhalten.

Die TU München forscht nicht allein in dem Feld

Ein wenig eigenartig ist es dann aber doch, dass die Roboter-Simulation rot-weiße Bierpong-Becher einsammelt. Die haben auf dem Oktoberfest schließlich nichts zu suchen. Spannend könnte die Technik trotzdem werden – wenn sie über den Status der Simulation hinauskommt.

Wie beliebt die Entwicklung von Räum- und Putz-Robotern ist, zeigen viele Forschungsprojekte. So ließen Forscher beim Robot Summit in Japan Roboter beim Toilettenputzen gegeneinander antreten. Und auch der Räum-Roboter von Preferred Networks konnte bereits erste Erfolge präsentieren – auch wenn der Bot mit menschlichen "Aufräumern" noch nicht mithalten kann.

Auch interessant

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.

Schließen