Leben

Fünf Tipps: So surfen Kids sicher im Internet

von Sabrina Lieb

Unsere Jüngsten sind neugierig auf die digitale Welt. Damit Kinder sicher im Internet surfen, gibt es hier ein paar goldene Regeln für Eltern.

Kinder, die auf ein Tablet schauen
Keine Angstmache, sondern Unterstützung: Mit den richtigen Kniffen, Kinderseiten und Kindersuchmaschinen lernen Kinder den richtigen Umgang mit dem Internet. Foto: picture alliance / Westend61

Das erfahren Sie gleich:

  • Fast die Hälfte aller Kinder unter 12 Jahren nutzt nahezu täglich das Internet
  • Sicheres surfen für Kinder und Jugendliche – worauf Eltern achten sollten
  • Mit Kinderseiten und Kindersuchmaschinen können Kids sicher spielen, lernen und kommunizieren

Kinderseiten und Kindersuchmaschinen

Kinder finden das Surfen im Netz spannend. Mittlerweile sind bereits Vorschulkinder wie selbstverständlich in der digitalen Welt unterwegs. Laut einer aktuellen KIM Studie (Kinder, Internet, Medien) nutzen 97 Prozent aller Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren das Internet Zuhause. 41 Prozent davon sind jeden oder nahezu jeden Tag online unterwegs. 36 Prozent der Kinder surfen dabei allein, sieben Prozent mit Freunden und 15 Prozent mit den Eltern. Kontaktrisiken, die leichtfertige Preisgabe persönlicher Daten und vor allem ängstigende und unzulässige Inhalte für Kinder. Eltern stehen vor der großen Herausforderung, ihre Kinder auf das digitale Zeitalter vorzubereiten. Am besten mit Bedacht und ohne erhobenen Zeigefinger. Wir geben fünf Tipps, wie Ihr Kind sicher im Internet surft.

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Starten Sie gemeinsam

Unterstützen Sie die positive Einstellung Ihres Kindes zum Netz und gehen Sie mit ihm auf eine gemeinsame Entdeckungsreise durch das Internet. Eine guter Startpunkt sind Kinderseiten. Sie sind kindgerecht, intuitiv aufgebaut, werbefrei und mit ihnen lernen Kinder spielerisch, wie das Internet funktioniert. Wenn Ihr Kind bereits sicher im Surfen ist, gut lesen und schreiben kann und die wichtigsten Sicherheitsregeln kennt, kann es auch selbständig im Internet unterwegs sein. Bis etwa zwölf Jahren empfiehlt es sich jedoch, dass Kinder in Sichtweite ihrer Eltern surfen und Downloads und Anmeldungen nur durch ein Elternteil vorgenommen werden. Es gibt viele Internetseiten, die speziell für Kinder und Jugendliche konzipiert und pädagogisch geprüft wurden. Kinderseiten sind beispielsweise seitenstark.de oder internet-abc.de aber auch Kindersuchmaschinen wie fragfinn.de oder blinde-kuh.de

Vereinbaren Sie Regeln

Reden Sie mit Ihrem Kind über Risiken beim Surfen und vereinbaren Sie gemeinsam Regeln, welche Angebote im Internet es wie lange und wie oft nutzen darf. Diese Netz-Regeln können auch spielerisch in einem kleinen „Internet-Vertrag“ festgehalten werden. Gute Tools für Internet-Verträge mit Ihren Kindern finden Eltern bei„Surfen ohne Risiko“. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind auch, dass es Ihnen Dinge im Internet zeigt, die ihm Unbehagen bescheren oder Angst machen. Damit neben dem Internet auch andere Interessen nicht zu kurz kommen, ist es wichtig, feste Surfzeiten auszumachen. Als Faustregel für die Zeit am Bildschirm gilt ein Limit von 10 Minuten Medienzeit pro Lebensjahr am Tag. Für Kinder ab zehn Jahren bietet sich ein wöchentliches Internet-Kontingent von einer Stunde pro Lebensjahr an, das sie sich – ähnlich wie beim Taschengeld – zunehmend selbst einteilen können. Das Zeitkontingent sollte sich hierbei auf die freizeitliche Internetnutzung beschränken und nicht, wenn das Kind bereits von der Schule aus mit Medien lernt.

Richten Sie Ihrem Kind einen Account ein

Damit Ihr Nachwuchs sicher im Internet surft, empfiehlt es sich, einen eigenen Account für Ihr Kind einzurichten. Dort können Sie Funktionen wie die Installation von Programmen oder auch bestimmte Inhalte abhängig von der Altersangabe einschränken. Auch bei mobilen Geräte wie Smartphones oder Tablets haben Sie die Möglichkeit, den Internetzugriff einzuschränken. Ein Zeitlimit können Sie nutzen, wenn Absprachen nicht eingehalten werden. Richten Sie gemeinsam mit Ihrem Nachwuchs zwei E-Mail-Adressen ein, bei denen sein wirklicher Name nicht erkennbar ist. Diese Mailadresse sollte Ihr Kind nur Freunden geben, die ihm bekannt sind. Die andere Mailadresse kann hingegen zur Anmeldung in Communities auf Kinderseiten verwendet werden. Überprüfen Sie diese regelmäßig gemeinsam mit Ihrem Kind und legen Sie ggf. eine neue an, sollte sie mit Werbemails zugespamt werden.

Updates

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Installieren Sie ein Jugendschutzprogramm

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) empfiehlt ein Jugendschutzprogramm (JusProg), das auf Basis eines bestimmten Filters nur geprüfte Webseiten zulässt und ungeeignete Internetseiten blockiert. Eltern sollten diese Einstellungen regelmäßig überprüfen und entsprechend dem Fortschritt ihres Kindes altersgerecht einstellen. Der Zugang kann mit einem sicheren Passwort gesperrt werden. Aber: Diese Programme ergänzen Ihre Medienerziehung, schützen Ihre Kinder jedoch nicht komplett vor ungeeigneten Internetinhalten. Bleiben Sie daher ein aufmerksamer Beobachter und seien in Rufweite, wenn Ihr Kind im Internet surft.

Schützen Sie Daten

Schützen Sie Ihre Daten und erklären Sie Ihrem Kind, dass es persönliche Daten wie den kompletten Namen, die Postadresse, E-Mail-Adresse, Handynummer und Fotos über sich, Familie und Freunde nicht online an Dritte weitergeben darf. Sensibilisieren Sie Ihr Kind für den sorgsamen Umgang mit persönlichen Daten im Internet und erklären Sie ihm die möglichen Folgen einer unbedachten Weitergabe, beispielsweise indem diese für Werbezwecke verwendet oder für die Kontaktaufnahme durch Fremde genutzt werden. Vereinbaren Sie dabei auch, dass Ihr Kind fragen muss, bevor es an einem Gewinnspiel teilnimmt. Das Herunterladen von Inhalten ist hingegen Aufgabe der Eltern. Dabei sollten Sie darauf achten, dass Sie keine Passwörter speichern und Ihr Kind auch keinen Zugriff auf Kreditkartendaten oder andere Zahlungsmethoden hat. Viele Webseiten speichern diese Daten nach einem Einkauf automatisch. Diese Funktion kann jedoch im Anschluss wieder deaktiviert werden.

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