Elektromobilität

Früh übt sich: Kinderautos mit E-Antrieb für die Kleinen

von Sabrina Lieb

Elektroauto für Kinder: Wie sicher sind Kinderautos und wo dürfen Kids damit fahren? aio beantwortet die wichtigsten Fragen und zeigt aktuelle Modelle.

Ein Kind in einem Kinderauto.
Mit einem Kinderauto können die Kleinen schon früh den Umgang mit dem Elektroauto lernen – dabei gilt es aber ein paar Dinge zu beachten. Foto: Shutterstock / ivi.photo93

Das erfahren Sie gleich:

  • Wo die Kleinen mit den Kinderautos fahren dürfen
  • Ob die Elektroautos für Kinder auch wirklich sicher sind
  • Welche Modelle die coolsten sind – für ebene Straßen oder fürs Gelände

Elektroautos kommen auf den Straßen immer mehr in Fahrt – aber warum sollen nur die Erwachsenen davon profitieren? Kinderautos mit E-Motor geben den Kleinen die Möglichkeit, den Umgang mit Fahrzeugen kennenzulernen – und das in einer sicheren Umgebung. Denn eine Fernbedienung in den Händen der Eltern macht das Fahrerlebnis für Klein und Groß sorglos. Aber wo dürfen die Kids die Autos überhaupt fahren? Und sind die Kinderautos auch sicher? aio beantwortet die wichtigsten Fragen und zeigt die coolsten Modelle, die in diesem Jahr unterm Weihnachtsbaum landen könnten.

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Wo dürfen Kinder mit Elektroautos fahren?

Theoretisch dürfen Kinder mit Elektroautos auch im öffentlichen Raum fahren, denn bis jetzt gibt es noch keine eindeutige Regelung, die vorschreibt, dass diese kleinen E-Autos nur auf einem Privatgelände genutzt werden dürfen. Wie im üblichen Straßenverkehr für Erwachsene gilt aber auch hier: Rücksichtnahme und Sicherheit gehen vor.

  • So sollen überfüllte Gehwege und Fahrradwege nicht mit den Kinderfahrzeugen befahren werden, da hier eine erhöhte Unfallgefahr für Fußgänger und Radfahrer, nicht zuletzt für die kleinen Rennfahrer besteht.
  • In öffentlichen Gebäuden hingegen ist das Fahren mit einem elektrischen Kinderauto untersagt. Manche Einkaufszentren drücken hier aber schon mal ein Auge zu und erlauben das Fahren in den weitläufigen Fluren.
  • Ein absolutes Tabu für elektrisch betrieben Fahrzeuge für Kinder ist jedoch die Straße. Einzige Ausnahmen sind ausgewiesene Spielstraßen für Kinder.

Aber auch hier sollten Eltern unbedingt ein Auge auf ihre Kinder haben und im Zweifelsfall zur mitgelieferten Fernbedienung greifen. Denn selbst wenn ein Kinderauto nicht wirklich viel PS auf die Piste bringt, kann auch hier ein Unfall im Zweifelsfall zu ernsten Konsequenzen führen.

Wie sicher ist ein Kinderauto?

Elektroautos für Kinder unterliegen einem hohen Sicherheitsstandard, dennoch sollten sie dem Alter des Kindes angemessen sein. Die elektrischen Minifahrzeuge sind aus robustem Kunststoff gefertigt und sind auch bei einem möglichen Zusammenstoß mit der Hausmauer oder dem Gartenzaun recht stabil. Die kleinen Elektroautos haben keine verschluckbaren Kleinteile und sämtliche Elektronik ist sicher im Innenraum versteckt, so dass keine neugierigen Kinderhände hier Hand anlegen können. Darüber hinaus verfügen alle Elektroautos für Kinder über einen Sicherheitsgurt – so wie es sich schließlich auch bei den Großen gehört.

  • Ein Plus an Sicherheit gibt es durch den tiefen Schwerpunkt im Fahrzeug: Zusammen mit der mittigen Sitzposition kann das Fahrzeug praktisch nicht umkippen.
  • Eine mitgelieferte Fernbedienung sorgt dafür, dass Eltern oder Begleitpersonen dennoch die Steuerung der Elektrofahrzeuge übernehmen können.
  • Ein Kinderauto erreicht in der Regel eine Maximalgeschwindigkeit von 6 km/h, in einigen Fällen aber nur, wenn dafür ein bestimmter Highspeed-Gang aktiviert wird.
  • Bestimmte Modelle der Mini-Elektroautos besitzen zudem einen Panik-Knopf auf dem Armaturenbrett, der bei Betätigung den Stromkreislauf des Autos unterbricht und für einen sofortigen Stopp sorgt.

Tipp: Eltern, die sich für den Kauf eines Elektroautos für Kinder entscheiden, sollten darauf achten, dass das gewählte Fahrzeug über ein gültiges GS- oder CE-Prüfsiegel verfügt. Diese Siegel garantieren auch bei Modellen ausländischer Hersteller, dass sie den europäischen Anforderungen an Sicherheit und Gesundheitsverträglichkeit entsprechen.

Elektroauto für Kinder – die Modelle im Überblick

Elektroauto-Luxus mit vier Ringen: Der Audi Q7 für Kinder

Anspruchsvolle Knirpse bekommen beim Anblick des Q7 vermutlich leuchtende Augen. Hinter dem Kinderauto aus dem Hause Audi versteckt sich eine Luxuskarosse mit allen möglichen Extras. In Anlehnung an sein großes Vorbild, lassen sich hier die LED-Scheinwerfer auf Vorder- und Rückseite einzeln zuschalten. Dank Fernbedienung und Bremsautomatik kommt hier aber auch die Sicherheit nicht zu kurz.

Dank Vollfederung durch die Stoßdämpfer an beiden Enden kommt der Fahrkomfort auch auf rauem Untergrund nicht zu kurz. Die leichten, elastischen EVA-Reifen des E-Autos bieten ausgezeichnete Dämpfungseigenschaften und sind zudem alterungs- und wärmebeständig. Felgen in Chromoptik ebenso wie edle Ledersitze verleihen dem Kinderauto einen besonderen Look. Lieblingsmusik für die Spritztour gefällig? Kein Problem, die kommt über USB, MP3, SD, AUX oder Radio ins Cockpit.

Preis: ca. 250 Euro – Stand 7. Dezember 18 // Gesehen für 251,99 Euro bei mytoys.de

Klassisch, sportlich, solide: Der VW Golf GTI als Kinderauto

Hier kommt ein Spielzeug der besonderen Art – der Golf GTI für Kinder. Das von Volkswagen lizenzierte Elektroauto ist ein Allrounder und entspricht auch im Miniformat detailgetreu dem Original. Garantiert bis zu zwei Stunden Fahrspaß: Ein integrierter 12-Volt-Akku lässt sich in acht bis zehn Stunden auf seine volle Kapazität laden. Zwei Motoren mit einer Leistung von jeweils 45 Watt sorgen für den nötigen Speed auf der Straße.

Für kleine Musikliebhaber gibt es den passenden Sound via Speicherkarte mit bis zu 128 Megabyte Kapazität. Immer gut unter Kontrolle: Die mitgelieferte Fernbedienung für Eltern garantiert eine Reichweite von 15 Metern. Die Geschwindigkeit lässt sich dabei in mehreren Stufen bis maximal 6 km/h frei regulieren. Ein besonderes Highlight sind die Felgen mit LED-Lichtern, die via On/Off-Schalter innen beleuchtet werden können. Wer noch ein kleines Upgrade will, der schaut sich am besten nach dem neuesten Modell mit Ledersitzen um.

Preis: ca. 200 Euro – Stand 7. Dezember 18 // Gesehen für 202,99 Euro bei mytoys.de

Ford Ranger Kinder-Elektroauto: Ein Pick-up fürs Gelände

Wer ein cooles Offroad-Elektroauto für seine Kinder sucht, ist mit dem Ford Ranger X4X gut beraten. Der Pick-up im Miniformat macht auch bei so mancher Schlammtour durch das Gelände oder den Garten nicht schlapp. In der robusten Karosserie aus stabilem Kunststoff stecken gleich zwei 12 Volt starke Motoren mit jeweils 45 Watt. Mit diesen werden die Hinterräder angetrieben und bringen das Fahrzeug auf eine Maximalgeschwindigkeit von 6 km/h. Vier gefederte Reifen sorgen auch im Gelände für den nötigen Fahrkomfort.

Mit rund 26 Kilogramm Gesamtgewicht und 1,34 Meter Länge gehört der Ford Ranger für Kinder zu den Schwergewichten unter den E-Autos für Kids. Mehr Fahrspaß dank Sound: Dank der verbauten Lautsprecher gibt es Musik über einen integrierten 3,5 mm Klingen Anschluss, der sich mit dem Smartphone oder MP3-Player verbinden lässt. USB-Anschluss, ein integriertes Autoradio, Scheinwerfer, eine Fernbedienung für die Eltern, drei Vorwärts- sowie einen Rückwärtsgang und selbstverständlich ein Sicherheitsgurt – los geht die Fahrt!

Preis: ca. 330 Euro – Stand 7. Dezember 18 // Gesehen für 331,99 Euro bei mytoys.de

Schickes Cabrio: Farbenfroh mit dem Mercedes AMG

Als der kleine Mercedes für Kinder entwickelt wurde, haben die Entwickler wohl insbesondere die weibliche Kundschaft im Blick gehabt: Neben den klassischen Lackierungen in Schwarz, Weiß und Rot, gibt es das Elektrofahrzeug auch in leuchtendem Rosa. Zwei kräftige 35-Watt-Motoren sorgen für den nötigen Antrieb auf der Straße. Durch den 12 Volt starken Akku hält das Kinderauto extra lange durch. Für den nötigen Grip auf der Straße sorgen die Räder mit Weichgummi-Ring in der Mitte, die auch das Durchdrehen der Räder und eine schnelle Abnutzung auf hartem Untergrund verhindern sollen.

Vier Stoßdämpfer und verschiedene Motorengeräusche sorgen für ein realistisches Fahrgefühl. Passend dazu gibts die musikalische Untermalung via USB-Anschluss und SD-Karten-Slot. Selbstredend mit dabei: LED-Scheinwerfer, ein beleuchtetes Armaturenbrett, schicke Alufelgen und eine Hupe, die mit ordentlichem Geräuschpegel nicht spart. Das Kinderauto wird mit Ladegerät und Adapterkabel geliefert. Ein dazugehöriges Sitzpolster lässt sich separat dazu kaufen.

Preis: ca. 230 Euro – Stand 7. Dezember 18 // Gesehen für 229,99 Euro bei mytoys.de

Eleganz im Miniformat: Der Porsche 918 Spyder

Dieser Porsche 918 Spyder ist nichts für Kostverächter. Das Kinderauto ist bis ins kleinste Detail an sein großes Original angelehnt und begeistert neben seiner Optik mit vielen Features, darunter:

  • ausklappbare Außenspiegel
  • einstellbare Scheinwerfer
  • Radio/MP3-Anschluss
  • wahlweise mit Polstersitzen oder in der Premiumversion mit Ledersitzen

Dabei kommt das Mini-Elektroauto in den zwei Varianten mit 6 Volt oder 12 Volt um die Ecke. Unter der Haube befindet sich ein leistungsstarker Akku, der das Spielzeug auf eine Geschwindigkeit von bis zu 4,5 Kilometern pro Stunde bringt und rund eine Stunde im Dauerbetrieb durchhält. Anschließend lässt er sich in etwa acht Stunden wieder komplett aufladen.

Updates

Bleiben Sie zum Thema Elektromobilität immer informiert.

Sicherheit auf oberster Stufe: Zum Lieferumfang gehört eine kompakte Fernbedienung mit Ladestandsanzeige. Der Mini-Porsche ist aktuell eines der hochwertigsten kleinen Fahrzeuge auf dem Markt. Ein paar Abstriche gibt es trotzdem: Leider wird der Nachwuchs vermutlich keine Rallye gewinnen –sondern muss sich möglicherweise vom Nachbarskind mit dem Mini-Golf GTI geschlagen geben müssen. Der hat nämlich mit 6 km/h die Nase vorn.

Preis: ca. 270 Euro – Stand 7. Dezember 18 // Gesehen für 269,95 Euro bei Kinderautohaus.de

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