Elektromobilität

Frito-Lay: Kartoffelchips ohne Emissionen

von
Marten Zabel

Frito-Lay will in Kalifornien ein fast klimaneutrales Logistikzentrum aufbauen. Möglich machen das Tesla und weitere Partner – sowie Geld vom Staat.

Computerzeichnung des Tesla Semi.
Die Firma Frito-Lay setzt bei der Auslieferung ihrer Knabbereien bald auf elektrische Antriebe. Das soll den Umweltschutz unterstützen. Foto: picture alliance / Tesla Motors

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie die Firma Frito-Lay ein hochmodernes und vor allem sauberes Logistikzentrum plant
  • Welche Rolle dabei Technik der Marke Tesla spielt
  • Warum die Anlage nicht vollständig emissionsfrei sein wird

Die Firma Frito-Lay betreibt eine der weltweit erfolgreichsten Marken für Knabbergebäck. Ein neues Logistikzentrum des Unternehmens soll die namensgleichen Kartoffelchips quasi emissionsfrei verpacken und verteilen. Technischer Partner ist dabei Tesla – und Geldgeber der US-Bundesstaat Kalifornien.

Der neue Audi e-tron

Jetzt Ihren elektrischen SUV zusammenstellen

Konfiguration starten

audi.de/DAT-Hinweis

Der Plan des Unternehmens, das übrigens eine Tochter von PepsiCo ist, sieht den Umbau einer Logistik-Basis für die Verteilung der Chips im kalifornischen Modesto vor. Als eine der größten Einrichtungen von Frito-Lay soll das Werk als weltweites Vorbildprojekt für ökonomische und nachhaltige Herstellung, Lagerung und und Verteilung dienen.

Frito-Lay: Tesla-Batterien und -Trucks

Möglich machen soll das Projekt eine ganze Reihe verschiedener technischer Errungenschaften, Geräte, Fahrzeuge und Produkte. Den Anfang im Rahmen des Energieflusses im neuen Logistikzentrum macht eine Photovoltaikanlage zur Stromgewinnung. Überschüssige Elektrizität soll in einem Speicher aus Tesla-Batterien zwischengelagert werden, um nachts oder bei wolkenverhangenen Tagen Strom zu liefern.

Vor Ort fahren 12 BYD-Gabelstabler mit Eisen-Phosphat-Batterien und drei vollelektrische Verladezugmaschinen von BYD. Für die weitere Logistik außerhalb des Werks sollen insgesamt 32 elektrische Lkw sorgen, unter anderem 15 von Tesla und 6 von Peterbilt. Diese Fahrzeugflotte wird von einer eigenen Versorgungsstation mit Ersatzteilen und einer Werkstatt für die Wartung versorgt.

Elektromobilität

Updates abonnieren und Dossier "E-Mobility" gratis erhalten.

Nicht komplett emissionsfrei

Zusätzlich zu den Elektrofahrzeugen sollen aus dem Logistikzentrum heraus auch noch 38 Lkws von Volvo arbeiten, die mit Erdgas angetrieben sind und nur minimale Emissionen verursachen. Die Tankstelle für diese Trucks soll zudem auch noch für die Öffentlichkeit zugänglich sein, wodurch diese sauberere Alternative zum Benzinmotor in der Umgebung auch für Dritte attraktiver wird. Zu 100 Prozent emissionsfrei ist die Anlage damit allerdings nicht – sie dürfte aber im Vergleich zu vorher eine Menge Abgase einsparen.

Die Finanzierung des Projekts, das auf die präzise Summe von 30.764.486 Dollar veranschlagt ist, teilen sich Frito-Lay und der Staat Kalifornien 50/50. Das California Air Resources Board hatte eine Ausschreibung für Projekte aufgesetzt, die der Besserung der Luftqualität in der Region dienen. Eine emissionsfreie Logistikzentrale könnte als Pilotprojekt Schule machen. Wenn andere Firmen das Projekt bei Erfolg nachahmen, dürfte das der Umwelt in Zukunft einen großen Dienst erweisen.

Auch interessant

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.

Schließen