Elektromobilität

Freee: Der Segway für Rollstuhlfahrer

von
Thomas Pitscheneder

Mit einem Segway geht es ohne große Anstrengung von A nach B. Der Freee F2 überträgt die Technik auf einen kompakten Rollstuhl.

Der Free F2 bei einer Fahrt über eine Wiese
Wie der Markenname bereits vermuten lässt, soll der Freee F2 Rollstuhlfahrern mehr Freiheiten bieten. Der Sitz-Segway ist auch bereit für Fahrten im Gelänge. Foto: Freee Mobility

Das erfahren Sie gleich:

  • Welchen Vorteil der Freee F2 im Vergleich zu einem normalen Rollstuhl bietet
  • Wie die Steuerung des Gefährts funktioniert
  • Was er kostet und welche Varianten es gibt

Aufmerksame Zuschauer der Sendung "Schlag den Raab" dürften sich noch an eine Sendung aus dem Jahr 2015 erinnern. Bei Spiel 12 mussten Raab und sein Herausforderer auf Segways zum Sitzen einen Parcours im Studio absolvieren. Für den ehemaligen Late-Night-Star lief das nicht so gut, denn er konnte mit dem Gerät einfach nicht richtig umgehen und landete immer wieder auf dem Hosenboden.

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Der verwendete Freee ist allerdings nicht für Rennen gedacht, sondern als elektrisches Fortbewegungsmittel für Rollstuhlfahrer.

Freee F2: Kompakter Rollstuhl – auch für das Gelände

Wer unter einer Paraplegie oder Gehbehinderung leidete, ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Meist sorgt dabei die eigene Muskelkraft für Vortrieb, denn die Räder lassen sich über die Hände drehen. Alternativ dazu gibt es elektrische Modelle mit einer Handsteuerung. Die sind in vielen Fällen mit zwei kleineren Rädern vorne und zwei größeren Rädern hinten ausgestattet.

Der Freee F2 kommt hingegen mit nur zwei Rädern aus. Damit ist er sehr kompakt und wendig. Die Größe der Räder verspricht zudem Geländegängigkeit. Vor dem Fahrer ist eine Lenkstange angebracht, auf dem der Bordcomputer "Info-Key" sitzt. Über den lässt sich etwa die Geschwindigkeit limitieren. Außerdem zeigt er den aktuellen Ladestand an.

Steuerung erfolgt durch Neigung

Um sich fortzubewegen, reicht ein einfaches Neigen des Oberkörpers in die gewünschte Fahrtrichtung. Über ein drehen der Lenkstange gelingen sogar engere Kurven. Natürlich hängt der Wendekreis dabei von der aktuell gefahrenen Geschwindigkeit ab. Als Basis dient dem Freee F2 ein Segway PT i2 SE.

Entsprechend übernimmt er auch dessen technische Daten. Bis zu 20 km/h schafft der Elektromotor im Freee F2 in der Spitze, ist also etwa so schnell wie ein Fahrradfahrer. Die verbauten Akkus schaffen eine eine Reichweite von maximal 38 Kilometern und lassen sich an einer handelsüblichen Steckdose aufladen.

Damit jeder gut auf dem Rollstuhl sitzen kann, sind Rückenlehne, Lenkstange, Fußstütze und Transferhilfen einstellbar. Das Sitzkissen lässt sich komplett austauschen. Um ein Wegrollen des Gefährts beim Transfer zu verhindern, fahren auf Knopfdruck hinten und vorne Parkstützen aus.

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Freee F2: Preis und Modellvarianten

Auf der offiziellen Seite verrät Freee den Preis für den F2 nicht. Unter den häufig gestellten Fragen ist nur zu lesen: "Gerne bieten wir Ihnen unseren Freee F2 ganz individuell an. Bitte füllen Sie hierzu unser Kontaktformular aus oder rufen Sie uns an. Wir schicken Ihnen unser Informationsmaterial sowie ein unverbindliches Angebot zu. Einem Test des Magazins RehaTreff zufolge, beläuft sich der Preis jedoch auf 18.000 Euro für die Variante bis 20 km/h und 16.000 Euro für die Version bis 10 km/h.

Verfügbar ist der Freee F2 in den Farben "Red Race", "Grey Line" und dem zweifarbigen "Red Line". Laut Hersteller lässt sich der selbstbalancierende Rollstuhl auf Wunsch testen oder sogar ausleihen.

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