Elektromobilität

Fraunhofer-Studie: Elektroautos viel sauberer als Verbrenner

von
Thomas Pitscheneder

Haben Elektroautos wirklich eine bessere Klimabilanz als Verbrenner? Dieser Frage ging das Fraunhofer-ISI auf den Grund. Das ist das Ergebnis!

Ein Toyota Prius als Plug-in-Hybrid beim Aufladen.
Wer ein Elektroauto fährt, trägt seinen Teil zum Klimaschutz bei. Das bestätigt eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts. Allerdings gibt es auch noch deutliches Verbesserungspotenzial. Foto: Getty Images/iStockphoto

Das erfahren Sie gleich:

  • Welche Vorteile Elektroautos schon jetzt bieten
  • Warum die Klimabilanz besser ist als bei Verbrennern
  • Wie sich die Emissionen weiter reduzieren lassen

Die Vorteile von Elektroautos sind immer wieder groß im Gespräch. Die Fahrzeuge sind leiser auf den Straßen unterwegs und können deshalb die Lärmbelastung in Städten verringern. Auch bei den Betriebs- und Reparaturkosten liegen sie günstiger als ihre Verbrenner-Kollegen. Dem Fahrspaß greift das ab der ersten Sekunde voll zur Verfügung stehende Drehmoment unter die Arme.

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In all diesen Punkten sind sich die Deutschen wohl bereits jetzt einig. Die Klimabilanz von Elektroautos ist hingegen noch ein großer Streitpunkt. Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) will jetzt für Klarheit sorgen.

Fraunhofer: Weniger Emissionen durch Elektroautos

In einer kürzlich veröffentlichten Studie wirft das Fraunhofer-ISI einen Blick auf die Treibhausgas-Emissionsbilanz von Elektrofahrzeugen. Dabei gehen die Autoren von einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 13 Jahren aus. Die Berechnungen zeigen, dass ein im Jahr 2018 gekauftes Elektroauto über diese Zeit bis zu 28 Prozent weniger CO2 als ein Oberklasse-Diesel und bis zu 42 Prozent weniger CO2 als ein Kleinwagen-Benziner ausstößt.

Als einen der wichtigsten Gründe für diese gute Bilanz sehen die Autoren die Energiewende. In erster Linie sei dafür der steigende Anteil erneuerbarer Energien am Strommix verantwortlich. "Damit verbessert sich auch die Klimabilanz von Elektroautos. Ein heute gekauftes Elektroauto profitiert über die gesamte Nutzungsdauer von sinkenden Treibhausgasemissionen bei der Stromerzeugung. Ein konventioneller Verbrennungsmotor stößt dagegen auch im 13. Nutzungsjahr noch eine ähnlich hohe Menge klimarelevanter Gase aus wie zum Zeitpunkt des Kaufs", so Martin Wietschel, Leiter der Schäftsfelds Energiewirtschaft am Institut.

Potenzial für weitere Verbesserung der Klimabilanz

Obwohl Elektroautos schon jetzt besser abschneiden als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, sieht das Fraunhofer-ISI noch viel Raum für Verbesserungen. Die Studie nennt vier zentrale Punkte, an denen Hersteller und Nutzer noch nachjustieren können.

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Letztere sollten, zumindest wenn sie selbst ein Haus besitzen, im Idealfall mit selbsterzeugtem Solarstrom laden. Bereits 30 Prozent davon im Hausstrom sollen reichen, um den Ausstoß von Treibhausgasen um weitere acht bis elf Prozent zu senken. Wer zur Miete wohnt, kann auf Ökostrom zurückgreifen. Erfolgt die Belieferung zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen, ist die Bilanz des E-Autos im Vergleich zu Verbrennern um bis zu 75 Prozent besser.

Die Autobauer sollen laut den Forschern auf eine klimafreundliche Herstellung der Batterien achten. Kommen dabei nachwachsende Rohstoffe als Energieträger zum Einsatz, ließen sich die Vorkettenemissionen um bis zu 50 Prozent senken. Zudem sind Betreiber der Stromnetzwerke angewiesen, ein intelligentes Lastmanagement einzuführen. Das sorgt dafür, dass möglichst viele Fahrzeuge mit möglichst viel Ökostrom laden. Das drückt die Treibhausgasbilanz um weitere vier bis sechs Prozentpunkte.

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