Elektromobilität

Formel E: Termine, Teams, Fahrer und Übertragung von Saison 5

von Thomas Pitscheneder

Die Formel E geht in wenigen Tagen bereits in ihre fünfte Saison. Eine der großen Neuerungen ist der Attack Mode für unberechenbare Rennen.

Daniel ABT im Audi e-tron FE05 bei Tests in Valencia.
Auch in Saison 5 stehen in der Formel E wieder spannende Rennen an. Der Kalender ist voll und die Fahrer sind heiß auf den Titel. Foto: Audi / Michael Kunkel

Das erfahren Sie gleich:

  • Welche Teams und Fahrer um die Weltmeisterschaft fahren
  • Wo und wann die Teams gegeneinander antreten
  • Welche Veränderungen es beim Fanboost gibt

Als elektrisches Gegengewicht zur Formel 1 startete die Formel E im Jahr 2014. Eine neue Zeitrechnung für den Rennsport sollte die Serie darstellen und Menschen für Motorsport begeistern, denen die traditionellen Weltmeisterschaften zu angestaubt sind. Entsprechend ambitioniert und mit vielen frischen Ideen zeigte sich die Formel E bisher, hatte jedoch auch mit Problemen zu kämpfen.

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Viele davon sollen in der anstehenden Saison 5 der Vergangenheit angehören. Zudem locken neue Stars und Austragungsorte an die Rennstrecke und vor den Fernseher. Alles zur Weltmeisterschaft 2018/19 gibt es hier.

Neuer Attack Mode soll für mehr Spannung sorgen

In der kommenden Saison schreitet die “Gamification” der Formel E weiter voran. Der Fanboost sorgt bereits für einen Eingriff der Zuschauer ins Renngeschehen, jetzt bekommen die Fahrer selbst noch einen kleinen Bonus spendiert. Der hört auf den Namen Attack Mode und sorgt ebenfalls für mehr Power.

Doch die lässt sich nicht nach Bedarf einsetzen, sondern nur in vordefinierten Zonen – einmal pro Fahrer. In dieser Zeit stehen satte 225 kW Leistung zur Verfügung. Vereinfacht lässt sich der Attack Mode als variable DRS-Zone beschreiben. Die Rennserie soll dadurch an Überraschungsmomenten gewinnen. Dazu trägt auch die Tatsache bei, dass die Teams erst wenige Stunden vor dem Rennstart Informationen zu den Zonen erhalten. Das verhindert eine angepasste Rennstrategie.

Natürlich richtet sich auch der Attack Mode in erster Linie an die Zuschauer. Die häufigeren Überholmanöver dürften für mehr Spannung sorgen. Beim Fernsehbild gibt es zudem eine Einblendung der Zonen durch virtuelle Ideallinien. Außerdem leuchtet das Halo von Fahrern im Attack Mode blau.

Kommt Fernando Alonso in die Formel E?

Der Abschied von Fernando Alonso aus der Formel 1 ist beschlossene Sache. Der Spanier möchte nach zuletzt enttäuschenden Saisons im Cockpit von McLaren die Königsklasse des Motorsports verlassen. Stattdessen konzentriert sich der 37-jährige auf die Vollendung der “Triple Crown”. Den Monaco-GP und die 24 Stunden von Le Mans hat er bereits gewonnen. Die Trophäe der Indy 500 fehlt ihm noch.

Doch von Rennfahrern ist bekannt, dass sie nur sehr ungern untätig auf der Couch sitzen. Auch Fernando Alonso dürfte da keine Ausnahme sein. Diesen Hang zu neuen Herausforderungen möchte offenbar das Team Nissan e.dams nutzen, um den zweimaligen Formel-1-Weltmeister in die Formel E zu locken. Laut Informationen von auto motor und sport sollen ihm die Verantwortlichen dafür eine fürstliche Bezahlung geboten haben.

Für die Rennserie wäre das ein großer Zugewinn und für Nissan eine große Erleichterung. Zwar steht dort in der finalen Meldeliste vom 16.11.2018 (siehe Tabelle) noch Alexander Albon, doch dessen Cockpit könnte durch einen Wechsel zu Toro Rosso in die Formel 1 bald frei sein.

Formel E: Neue Teams und Fahrer sind dabei

Beim Start im Jahr 2014 traten zehn Teams um den ersten Weltmeistertitel der Formel E an. In der Saison 5 sind es bald elf Rennställe. Mit dabei sind Urgesteine wie Audi Sport ABT und Venturi, aber auch Neulinge wie die deutschen Teams BMW i und HWA. Eine Übersicht der Teams und Fahrer gibt die Tabelle:

Formel E: Teams und Fahrer der Saison 5

  • Team
  • In der Formel E seit
  • Land
  • Fahrer 1 (Nummer)
  • Fahrer 2 (Nummer)
  • Audi Sport ABT Schaeffler
  • Saison 1 (2014/15)
  • Deutschland
  • Daniel Abt (66)
  • Lucas Di Grassi (11)
  • BMW i
  • Saison 5 (2018/19)
  • Deutschland
  • Antonio Felix da Costa (28)
  • Alexander Sims (27)
  • Dragon
  • Saison 1 (2014/15)
  • USA
  • Jose Maria Lopez (7)
  • Maximilian Günther (6)
  • DS Automobiles Techeetah
  • Saison 3 (2016/17)
  • China
  • Jean-Eric Vergne (25)
  • Andre Lotterer (36)
  • Envision Virgin Racing
  • Saison 1 (2014/15)
  • Großbritannien
  • Sam Bird (2)
  • Robin Frijns (4)
  • HWA
  • Saison 5 (2018/19)
  • Deutschland
  • Gary Paffet (17)
  • Stoffel Vandoorne (5)
  • Mahindra Racing
  • Saison 1 (2014/15)
  • Indien
  • Felix Rosenqvist (19)
  • Jerome d'Ambrosio (64)
  • Nio
  • Saison 1 (2014/15)
  • Großbritannien
  • Oliver Turvey (16)
  • Tom Dillmann (8)
  • Nissan e.dams
  • Saison 1 (2014/15)
  • Japan
  • Sebastien Buemi (23)
  • Alexander Albon (22)
  • Panasonic Jaguar Racing
  • Saison 4 (2017/18)
  • Großbritannien
  • Nelson Piquet Jr. (3)
  • Mitch Evans (20)
  • Venturi
  • Saison 1 (2014/15)
  • Monaco
  • Edoardo Mortara (48)
  • Felipe Massa (19)

Saison 5: Die Termine für 2018/19

Wie die Formel 1, fliegt auch die elektrifizierte Rennserie um den gesamten Globus. Seit der ersten Saison findet das große Finale zudem in Form eines Doppelrennens statt. 2015 und 2016 stieg das jeweils in London, Großbritannien. 2017 war Montreal in Kanada der Austragungsort. 2019 soll die Entscheidung in New York, USA, fallen – wie bereits im Jahr 2018.

In Saison 3 fuhren die Piloten auch in Berlin und New York je an zwei Tagen ein Rennen. Die Saison 4 startete mit einem Doppelrennen in Hongkong. Während der fünften Saison rasen die Teams durch einige malerische Städte. Welche das sind, verrät die Tabelle:

Formel E: Rennkalender Saison 5

  • Rennen
  • Termin
  • Stadt
  • Land
  • Erstmals dabei
  • Sieger 2017/18
  • Übertragung bei
  • 1
  • 15.12.2018
  • Riad
  • Saudi-Arabien
  • Saison 5 (2018/19)
  • -
  • Eurosport 1
  • 2
  • 12.01.2019
  • Marrakesch
  • Marokko
  • Saison 3 (2016/17)
  • Felix Rosenqvist (Mahindra)
  • Eurosport 1
  • 3
  • 26.01.2019
  • Santiago
  • Chile
  • Saison 4 (2017/18)
  • Jean-Eric Vergne (Techeetah)
  • Eurosport 1
  • 4
  • 16.02.2019
  • Mexiko-Stadt
  • Mexiko
  • Saison 2 (2015/16)
  • Daniel Abt (Audi Sport ABT)
  • Eurosport 1
  • 5
  • 10.03.2019
  • Hongkong
  • Hongkong
  • Saison 3 (2016/17)
  • Sam Bird (DS Virgin) & Felix Rosenqvist (Mahindra)
  • Eurosport 1
  • 6
  • 23.03.2019
  • Sanya
  • China
  • Saison 5 (2018/19)
  • -
  • Eurosport 1
  • 7
  • 13.04.2019
  • Rom
  • Italien
  • Saison 4 (2017/18)
  • Sam Bird (DS Virgin)
  • Eurosport 1, ZDF
  • 8
  • 27.04.2019
  • Paris
  • Frankreich
  • Saison 2 (2015/16)
  • Jean-Eric Vergne (Techeetah)
  • Eurosport 1
  • 9
  • 11.05.2019
  • Monaco
  • Monaco
  • Saison 1 (2014/15)
  • -
  • Eurosport 1, ARD
  • 10
  • 25.05.2019
  • Berlin
  • Deutschland
  • Saison 1 (2014/15)
  • Daniel Abt (Audi Sport ABT)
  • Eurosport 1, ARD
  • 11
  • 22.06.2019
  • Bern
  • Schweiz
  • Saison 5 (2018/19)
  • -
  • Eurosport 1
  • 12
  • 13.07.2019
  • New York
  • USA
  • Saison 3 (2016/17)
  • Lucas di Grassi (Audi Sport ABT)
  • Eurosport 1
  • 13
  • 14.07.2019
  • New York
  • USA
  • Saison 3 (2016/17)
  • Jean-Eric Vergne (Techeetah)
  • Eurosport 1

Veränderungen am Fanboost geplant

Eine der spannendsten Besonderheiten der Formel E ist der Fanboost. Damit greifen die Anhänger von Fahrern und Teams aktiv ins Renngeschehen ein. Das soll eine Interaktion zwischen Zuschauer und Sport fördern, aber auch ein indirektes Mittel gegen Fehltritte sein.

Benehmen sich die Fahrer auf oder neben der Strecke daneben, stehen die Chancen auf den Fanboost schlecht. Sammeln sie hingegen Sympathiepunkte, ist ihnen die Leistungssteigerung nahezu sicher. Zur ersten Saison gab es für drei Fahrer einen Boost auf 180 kW für 2,5 Sekunden – genug für einen Angriff auf der Strecke.

Die Verantwortlichen überarbeiteten das System bis heute mehrfach. 2018/19 steigt die Leistung des Fahrzeugs beim Fanboost auf mindestens 240 und maximal 250 kW. Das Aktivieren ist nur möglich, wenn sich das Auto im Attack-Mode befindet. Statt einem zeitlichen Rahmen bekommen die Fahrer 100 Kilojoule (kJ), die sie frei einteilen können.

Die Abstimmung erfolgt per App und Twitter. Sechs Tage vor dem Rennen öffnet das Voting und schließt mit dem Rennstart. In der Vergangenheit kam es bereits zu Unregelmäßigkeiten bei der Auswertung. So sollen Bots das Rennen in London 2016 manipuliert haben.

Formel E im TV und Internet live sehen

In ihrer ersten Saison war die Formel E exklusiv im Pay-TV zu sehen. Die Rechte für 2014/15 lagen damals bei Sky Deutschland. Enttäuschende Quoten sorgen jedoch dafür, dass das Unternehmen die Rechte ab der zweiten Saison an Discovery abtrat. Zunächst lief die Formel E dort bei Eurosport im Free-TV, ab dem E-Prix in Berlin dann bei DMAX. Ein ähnliches Wechselspiel gab es in Saison 3.

Seit der Saison 2017/18 ist die Formel E durchgehend bei Eurosport zu sehen. Der E-Prix in Berlin war am 19. Mai 2018 auch in der ARD übertragen worden – mit den bisher stärksten Quoten (1,46 Millionen Zuschauer). Eurosport deckt die Saison 5 und Saison 6 jeweils in Gänze im Free-TV ab.

Updates

Bleiben Sie zum Thema Elektromobilität immer informiert.

Wer die Rennen unterwegs verfolgen will, braucht ein kostenpflichtiges Abo des Eurosport-Players. Dafür gibt es dort auch eine Wiederholung der Läufe als Video-on-Demand sowie das Formel-E-Magazin vor und nach den Rennen. Ob das ZDF das Finale wie 2018 mit einem Livestream begleitet, steht noch nicht fest.

Wie ARD und ZDF kürzlich mitteilten, sind die Sender aber auch in diesem Jahr wieder mit an Bord. Im Ersten laufen die Rennen in Monaco und Berlin, das ZDF überträgt den E-Prix aus Rom. Außerdem stellen die Sender eine Ausstrahlung aller Rennen im Rahmen eines Online-Streaming-Angebots in Aussicht. Wie das aussehen soll, steht allerdings noch nicht fest.

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