Technik

Ford: Beteiligung an Herstellung von Festkörperakkus

von
Thomas Pitscheneder

Ford will wohl in Elektroautos eine neue Batterietechnik verwenden. Dafür investiert das Unternehmen jetzt in die Entwicklung von Festkörperakkus.

Der Ford Fusion Energi bei einer Fahrt in den USA
Elektrifizierte Modelle wie der Ford Fusion Energi könnten Energie künftig in Festkörperakkus, statt in Lithium-Ionen-Batterien speichern. Das hätte einige Vorteile. Foto: Ford

Das erfahren Sie gleich:

  • Welches Unternehmen sich über Geld von Ford freuen darf
  • Wie die Firmen Festkörperakkus vorantreiben wollen
  • Warum die Technik für Elektroautos besser sein könnte

Geht es um Motorleistung, Kraftentfaltung und Zuverlässigkeit, steht die Elektromobilität den Verbrennungsmotoren in nichts nach – sie überflügelt sie sogar in einigen Punkten mit Leichtigkeit. Doch ein großes Problem gibt es bei der Technik dennoch: die Batterien. Lithium-Ionen-Akkus verlieren schnell an Leistung und können bei Beschädigungen gefährlich sein.

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Forscher arbeiten deshalb bereits mit Hochdruck an Alternativen. Eine davon könnten Festkörperakkus sein. Deren Entwicklung will Ford nun fördern.

Ford: Investition in Batterie-Unternehmen

Dafür scheint Ford eine größere Summe in die Firma Solid Power investiert zu haben. Das US-Unternehmen ging aus der Forschung der University of Colorado Boulder (CU Boulder) hervor und ist auf Batterietechnik spezialisiert. Wie die Firma in einer kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung bestätigt, ist Ford als Investor und Partner eingestiegen.

Zusammen wollen die Unternehmen an Festkörperakkus für Autos arbeiten. Genauer geht es nicht um eine komplette Neuentwicklung, sondern vielmehr um die Weiterentwicklung bestehender Batterien, um den strengen Vorgaben für Autos zu genügen. Der Automobilkonzern soll außerdem dazu beitragen, dass eine groß angelegte Produktion noch im zweiten Quartal 2019 beginnen kann. Auch Firmen wie Volta, Hyundai und Samsung haben kürzlich in Solid Power investiert.

Wieso sollen Festkörperakkus besser sein?

Bei Festkörperakkus sind die Elektroden und der Elektrolyt aus festem Material. Dadurch ergeben sich gleich mehrere interessante Vorteile. So ist etwa die hohe Brandgefahr durch den Elektrolyt nicht gegeben. Mit einer Feststoffbatterie ausgerüstete Autos sind im Falle eines Feuers also keine Problemfälle mehr. Durch den fehlenden Brennstoff wären sie in der Theorie sogar sicherer.

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Eine Kühlung ist bei Festkörperakkus nicht notwendig – wie auch eine Heizung an kalten Tagen. Entsprechende Akkus sind weniger anfällig für Außentemperaturen, verlieren also im Winter weniger Leistung und drohen im Sommer nicht zu überhitzen. Die Lebensdauer ist länger als bei handelsüblichen Lithium-Ionen-Batterien und es ist eine kompaktere Bauweise möglich. Damit könnte auch das Gewicht der Akkus im Auto sinken.

Doch bisher gab es auch noch einen großen Nachteil: Eine schnelle Be- und Entladung war aufgrund der geringen Ionen-Leitfähigkeit kaum möglich – fatal für den Einsatz im Auto. Genau da setzt die Forschung an, was die Festkörperakkus vorantreiben soll.

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