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Elektromobilität

Flugtaxis: Was für Ingolstadt als Modellregion spricht

von Paul Bandelin

Die Elektromobilität geht in die Luft: Rund um Ingolstadt entsteht ein Testgelände für Flugtaxis. Aber warum ausgerechnet dort? Wir nennen die Vorteile.

Ingolstadt aus der Luft.
Ingolstadt könnte das deutsche Zentrum Elektromobilität in der Luft werden. Foto: picture alliance / blickwinkel/L

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie die Forschungsinitiative Urban Air Mobility Flugtaxis nach Deutschland bringt
  • Weshalb Ingolstadt als idealer Standort gilt
  • Welche Pläne Audi und Airbus verfolgen

Ingolstadt will der Entwicklungsstandort schlechthin für Flugtaxis werden – und auf diese Weise dazu beitragen, die Verkehrsprobleme in den Metropolen dieser Welt zu lösen.

Weitergedacht

Nachhaltige Mobilität – wie geht das?

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Hintergrund: In Zeiten, in denen Städte mehr und mehr zugebaut werden und immer weiter wachsen, kommt es trotz intelligenter Verkehrskonzepte häufig zu Staus. Das Potential für oberirdische und unterirdische Verkehrswege scheint weitgehend ausgeschöpft zu sein. Allerdings bleibt noch eine dritte Dimension – die Luft. Elektrische Flugtaxis könnten die Straßen entlasten und auf diese Weise einen wichtigen Beitrag für die Mobilität der Zukunft leisten.

Flugtaxis sollen die Verkehrsprobleme lösen

Die Europäische Kommission hatte zu Beginn 2018 eine Forschungsinitiative unter dem Titel „Urban Air Mobility“ (UAM) ausgeschrieben. Dabei geht es unter der Schirmherrschaft der Europäischen Kommission darum, Städte, Gemeinden, Bürger und Forschungszentren zusammenzubringen und sie zum Thema urbanen Verkehr in der Luft forschen zu lassen.

Zur Steigerung seiner Chancen auf einen Zuschlag hatte Ingolstadt sich namhafte Partner gesucht, unter anderem Audi, Airbus, die Technische Hochschule der Stadt sowie den belgischen Drohnenspezialist Unifly.

Die Vorteile des Standortes Ingolstadt

Der Plan lautet: Ingolstadt soll zur Modellregion für die Erprobung digitaler und autonomer Mobilität ausgebaut werden. Im Detail heißt das: Erforschung und Etablierung von Flugtaxis. Diese sollen in Zukunft den Verkehr in den häufig überfüllten Innenstädten entlasten. Zudem würden sie völlig neue Möglichkeiten für Kranken- oder Organtransporte eröffnen.

Ingolstadt ist immer bereit, neue und vielversprechende Technologien auszuprobieren. Ein Modellversuch für Flugtaxis für Personen-, Kranken- oder Organtransporte passt hervorragend zu uns.

Dr. Christian Lösel, Oberbürgermeister Ingolstadt

Aber warum soll ausgerechnet das 135.000 Einwohner große Ingolstadt Vorreiter auf dem Gebiet der Flugtaxis werden? Die Vorteile:

  • Die Stadt liegt im Zentrum des wirtschafts- und finanzstarken Bayern
  • Die Entfernungen zum Münchner Flughafen und in andere große Städte ist gering
  • Mit Audi und Airbus sitzen hier zwei beteiligte Industrieunternehmen
  • Über der Stadt existieren bereits Kontrollzonen, in denen Airbus und die Bundeswehr Drohnen testen

Die Mobilität der Zukunft

Audi und Airbus kommt die Forschungsinitiative sehr gelegen, schließlich haben sie in den vergangenen Monaten und Jahren bereits an einer Art Flugtaxi gearbeitet. Pop.Up Next heißt das Modell, das sie nun in der Region ausgiebig testen können.

Das laut Audi „rein elektrische, voll automatisierte Konzept für horizontale und vertikale Mobilität“ wurde im März 2018 in Genf erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und steht sinnbildlich für die Mobilität der Zukunft. Die Elektromobilität geht also jetzt auch in die Luft.

Eigentlich handelt es sich bei dem Konzept um ein selbstfahrendes Auto, dem aber ein Propeller angedockt werden kann, sodass es sich zur Drohne umfunktionieren lässt. In der Kabine finden zwei Personen Platz. Im Inneren bedient der Passagier einen 49 Zoll großen Bildschirm, mit dem er über Sprach- und Gesichtserkennung sowie per Touch-Funktion interagieren kann.

Updates

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Anfang Juni 2018 erklärte auch Hamburg, sich als Modellregion bewerben zu wollen. Gemeinsam mit den städtischen Universitäten, Airbus und anderen Großunternehmen will die Hansestadt Machbarkeitsstudien zum Einsatz von Drohnen und anderen Fluggeräten innerhalb der Stadtgrenze bewerkstelligen.

Fazit: Flugtaxis starten durch

Als Staatsministerin Dorothee Bär im März 2018 in einem Interview Flugtaxis erwähnte, wurde sie dafür noch verspottet. Jetzt zeigt sich: Diese Flugtaxis kommen womöglich schneller, als es damals noch den Anschein hatte. Die Industrie jedenfalls arbeitet mit Hochdruck an dem Thema. Und Ingolstadt zeigt, dass auch die Städte selber ein großes Interesse an Flugtaxis haben.

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