Elektromobilität

In Kooperation mit China: In Österreich soll ein Testgebiet für Flugtaxis entstehen

von
Paul Bandelin

Autonomes Fliegen für die urbane Mobilität der Zukunft: EHang und FACC wollen bald Flugtaxis in Österreich testen und bauen.

Ein Blick aus der Luft auf Salzburg.
Über Salzburg könnten künftig Flugtaxis die urbane Mobilität bestimmen. Foto: shutterstock/Bitkiz

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie ein österreichisch-chinesisches Joint Venture die Entwicklung von Flugtaxis plant
  • Warum Flugtaxis Teil der urbanen Mobilität in Österreich werden sollen
  • Wie FACC und EHang das autonome Fliegen in den kommenden Jahren Wirklichkeit werden lassen wollen

Unabhängige Marktbeobachter sind sich sicher: Schon in fünf bis zehn Jahren werden autonome Drohnen Passagiere durch die Städte befördern. Die unbemannten Flugobjekte hätten mehrere Vorteile, so würden sie beispielsweise die von Verkehrsinfarkten geplagten Innenstädte der großen Metropolen entlasten. Den Anfang macht nun eine österreichisch-chinesische Kooperation zwischen FACC und EHang. Letztgenanntes Unternehmen wurde 2016 von dem Magazin "Fast Company" gar zu einer der "Most Innovative Companies of the World" gewählt.

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Flugtaxis: Autonomes Fliegen ist nicht mehr fern

Der mehrheitlich in chinesischer Hand befindliche österreichische Konzern FACC mit Sitz in Ried hat kürzlich eine strategische Partnerschaft mit dem aus Guangzhou stammenden Technologiekonzern EHang bekannt gegeben. Ziel der internationalen Kooperation ist es, in den kommenden Jahren autonome Flugtaxis für Passagiere auf den Markt zu bringen.

Wir können für die Umsetzung sicherer und hocheffizienter Leichtbaulösungen für den individuellen Luftverkehr rund um Smart Cities alle Register ziehen. Die Partnerschaft mit Ehang bringt uns hier einen großen Schritt weiter.

Robert Machtlinger, CEO von FACC

Während FACC als Hersteller für Flugzeugkomponenten bekannt ist, liegt EHangs Spezialisierung auf autonomem Fliegen. Bereits 2016 präsentierten die Chinesen auf der International Consumer Electronis Show mit dem "EHang 184" das weltweit erste autonome Luftfahrzeug, das nun zur Serienreife gebracht werden soll.

Da Passagierdrohnen Neuland sind, gibt es noch eine Menge unbeantworteter Fragen – unter anderem gesetzlicher Natur. Um auf diese eine passende Antwort zu finden, steht das Joint Venture mit weiteren Unternehmen und dem österreichischen Verkehrsministerium in engem Austausch. Derzeit sieht der Plan nämlich vor, die Fertigung der Flugmaschinen und erste Testflüge eben dort stattfinden zu lassen.

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Urbane Mobilität ist wichtiger denn je

Schätzungen von Stadtplanern und anderen Experten urbaner Mobilität gehen davon aus, dass im Jahr 2030 etwa 5,2 Milliarden Menschen in den städtischen Regionen leben werden – also rund eine Milliarde mehr als zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Damit würde der Anteil der urbanen Bevölkerung auf rund 60 Prozent ansteigen. Dass viele Metropolen heutzutage schon unter den extremen Belastungen zusammenzubrechen drohen und es regelmäßig zu Verkehrsinfarkten kommt, tut der Landflucht trotzdem keinen Abbruch.

Die Nutzung des Luftraums als dritte Dimension hat großes Potenzial, diese Verkehrsprobleme zu lösen und zumindest zu mildern. Geringe Start- und Landeflächen, kurze Ladezeiten und umweltfreundliche Elektromobilität könnten der Schlüssel zur urbanen Mobilität der Zukunft sein. Darüber hinaus wären die autonomen Flugtaxis auch für risikoreiche Einsätze bei Katastrophen eine enorme Hilfe.

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