Elektromobilität

Flugtaxis: Auf Kurzstrecken sind Autos umweltfreundlicher

von
Thomas Pitscheneder

Lokal stoßen elektrische Flugtaxis keine Treibhausgase aus. Dennoch sind sie laut einer aktuellen Studie nur auf längeren Strecken grüner als Autos.

Blick auf eine Stadt aus der Luft
Vielleicht nicht über den Wolken, aber über den Häusern der Stadt sind in Zukunft Flugtaxis unterwegs. Die sind aber nur bedingt besser für die Umwelt als Autos. Foto: Unsplash/Alexander Pidgeon

Das erfahren Sie gleich:

  • Welche Hoffnungen auf Flugtaxis ruhen
  • Warum die nicht immer umweltfreundlicher sind als Autos
  • Wie die Forscher zu ihren Ergebnissen kommen

In Zukunft könnte sich ein Teil des Nahverkehrs in die Luft auslagern lassen. Möglich machen sollen das Flugtaxis, die wie Carsharing-Autos an vielen Ecken der Stadt bereitstehen. Ob mit oder ohne Piloten: Staus könnten mit den Fliegern der Vergangenheit angehören. Selbst die Bundesregierung setzt künftig auf Flugtaxis.

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Das liegt auch daran, dass die elektrisch betriebenen Flugzeuge eine bessere Umweltbilanz versprechen als Autos. Doch stimmt das auch wirklich?

Umweltfreundlicher ab gewisser Distanz

An der Universität von Michigan setzte sich ein Team um den Wissenschaftler Akshat Kasliwal zusammen und untersuchte die möglichen positiven Auswirkungen von Flugtaxis. Im Rahmen ihrer Studie stellten sie die Energie- und CO2-Bilanz von senkrechtstartenden Flugtaxis denen von Elektroautos sowie Verbrennern gegenüber. Erstaunlich dabei ist, dass die Flieger erst bei Strecken von mindestens 35 Kilometern grüner als Fahrzeuge mit Benziner oder Diesel sind.

Bei einer Strecke von 100 Kilometern verursacht das Flugtaxi laut den Forschern 35 Prozent weniger Treihausgas-Emissionen. Ein Elektroauto ist hingegen noch besser für die Umwelt, denn sein Ausstoß liegt zusätzliche 28 Prozent unter dem Flugtaxi. Nur wenn mindestens drei Passagiere einen Flug bestreiten, ist es grüner als ein Elektroauto mit durchschnittlich 1,54 Menschen an Bord.

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Das ist die Grundlage für die Berechnungen

Lokal stoßen Fahrzeuge mit elektrischen Antrieben natürlich kein CO2 aus. Bei der Erzeugung des Stroms sieht es hingegen anders aus. Die Forscher rechneten mit dem Strommix der USA, gingen also von rund 60 Prozent Energie aus Kohle und Erdgas aus. Anhand des durchschnittlichen Verbrauchs der Fahr- und Flugzeuge errechnete sich so ein CO2-Wert pro Kilometer.

Zu beachten ist bei der Studie auch, dass sie sich wirklich nur mit Senkrechtstartern (VTOL) beschäftigt. Diese starten mit Rotoren aus dem Stand in die Luft, legen Wege in der Luft allerdings wie ein klassisches Flugzeug zurück. Damit sind sie eine Mischung aus Helikopter und Flugzeug. Diese Technik gilt aktuell als besonders Effizient.

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