Elektromobilität

Flugtaxi: Uber Elevate bringt autonome Taxis in die Luft

von
Marten Zabel

Uber Elevate gibt Schub in Sachen Flugtaxi: Ein neues Forschungszentrum arbeitet in Paris an der künstlichen Intelligenz zur Steuerung der Passagierdrohnen.

Computerzeichnung eines Flugtaxis von Uber Elevate auf der Startrampe
So stellt sich Uber Elevate den Startplatz eines Flugtaxis vor. Foto: picture alliance

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum Uber Elevate die Steuerungssoftware von Flugtaxis in Frankreich entwickelt
  • Was nötig ist, damit die autonomen Taxis wirklich in die Luft gehen können
  • Wie Uber und Airbus bei dem Thema zusammenarbeiten

Das Flugtaxi soll kommen und die Städte der Zukunft so aussehen lassen, wie sie in der Science Fiction schon länger dargestellt werden. Der Fahrdienstanbieter Uber will die dazu notwendige Steuerung in Europa entwickeln lassen – das Programm heißt Uber Elevate und bringt Elektromobilität und Künstliche Intelligenz in die Luft.

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audi.de/DAT-Hinweis

Die notwendige Hardware für die elektrisch betriebenen Flugtaxis soll aus den USA kommen, die Künstliche Intelligenz am Steuer jetzt aus Europa. Noch im Herbst 2018 soll das Advanced Technology Center in Paris mit Geld von Uber in Partnerschaft mit der renommierten Elitehochschule École polytechnique seine Arbeit aufnehmen.

Erste Tests werden allerdings vermutlich in den USA stattfinden – dort hat Uber bereits Verträge mit einigen Städten und der NASA geschlossen.

Uber Elevate: Künstliche Intelligenz am Steuer

Es scheint von vornherein ein gegebener Fakt zu sein, dass die Flugtaxis von Uber ohne Piloten auskommen: Anders als etwa in "Das Fünfte Element" werden fliegende Personentransporter das Leben der Passagiere nicht in die Hände eines Taxifahrers legen, sondern auf die Präzision von Algorithmen vertrauen.

Um die Zukunft unserer Städte zu entwerfen, bedarf es der Zusammenarbeit der besten und klügsten Köpfe.

Uber-CEO Dara Khosrowshahi

Die notwendige Software steht bei Uber Elevate allerdings noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung: Während selbstfahrende Autos auf den Straßen getestet werden, sind autonome Senkrechtstarter oder Hubschrauber bisher noch nicht in der Luft angekommen.

Tatsächlich gibt es vier Komponenten, die für die Einführung fliegender Taxis notwendig sind:

  • elektrisch betriebene Fluggeräte, die senkrecht starten und landen können
  • die Software zur autonomen Steuerung
  • eine Flugaufsicht für die Verkehrsregelung
  • rechtliche Rahmenbedingungen.

Während Uber zwar mit der NASA bereits ein Forschungsprojekt für die Flugregelung hat, wird dieser Aspekt neben der Künstlichen Intelligenz zur Steuerung ebenfalls im neuen Labor von Uber Elevate in Paris entwickelt.

Flugtaxi: Das sind die Hürden

Im Gegensatz zu Autos gibt es für Flugtaxis mit eigenen erlaubten Korridoren praktisch keine Hindernisse in Form von anderen Verkehrsteilnehmern. Entsprechend könnten autonome Fluggeräte, wenn sie erst einmal Start und Landung beherrschen, hier vermutlich leichter Fuß fassen als auf den Straßen.

Wie viel Verkehr im Luftraum über bewohntem Gebiet jedoch erträglich ist, muss sich erst noch zeigen — zumindest vom Fluglärm her dürften elektrische Fluggeräte deutlich reduzierter sein, als konventionelle Hubschrauber und Flugzeuge. Was die Sicherheit und die Privatsphäre der Menschen am Boden angeht, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

In den kommenden fünf Jahren sollen 23,4 Millionen Dollar von Uber Elevate in das Projekt in Frankreich fließen. Das Land profitiert gerade von einem Boom in der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz mit Geldern von großen Tech-Konzernen: Facebook finanziert in dem Bereich aktuell 48 Forschungsstellen an verschiedenen französischen Universitäten, und IBM plant die Schaffung von 1800 neuen Stellen im Lande.

Airbus als Partner oder Konkurrent?

Die Nähe zu Airbus ist bei Ubers Lufttaxiplänen mehr als nur Zufall: Expertise in Sachen Luftfahrtechnologie ist damit lokal in großer Menge vorhanden.

Das hilft nicht nur bei den technischen Lösungen, sondern auch bei der vierten Komponente für fliegenden Personentransport, nämlich der Rechtslage: Die Macher der europäischen Luftfahrtbranche haben natürlich tiefgehende Kenntnisse dessen, was mit der europäischen Luftfahrtaufsicht EASA in Köln machbar ist. Und diese Behörde entscheidet letztlich darüber, was in Europa an den Himmel darf, und was nicht.

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Airbus selbst arbeitet ebenfalls an fliegenden Taxis und könnte damit sein Geschäftsmodell erweitern. Ob daraus eine Konkurrenz zu Ubers Elevate-Programm entsteht, oder ob beide Firmen in Zukunft zusammenarbeiten, muss sich langfristig zeigen.

Klar ist: Die Städte der Zukunft mit ihren fliegenden Autos, die seit Jahrzehnten fester Bestandteil vieler Science-Fiction-Filme sind, scheinen in greifbarer Nähe.

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