Elektromobilität

Flugtaxi: Fliegende Autos sollen Verkehrsprobleme lösen

von
Paul Bandelin

Mit Flugtaxis wollen Siemens und Airbus den Verkehr in Großstädten optimieren – und Staus umgehen. Auch Uber arbeitet an fliegenden Autos.

Eine Computerzeichnung zeigt, wie der Cityairbus über einem Landeplatz schwebt.
Flugtaxi im Anflug: Computerzeichnung des Cityairbus. Foto: Airbus

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie das Flugtaxi von Airbus und Siemens noch 2018 in die Luft gehen kann
  • Wo der Cityairbus starten und landen soll
  • Welche Pläne Uber mit fliegenden Autos hat

Siemens und Airbus entwickeln Flugtaxi

Mit der Urbanisierung in den Industrieländern entstehen Herausforderungen, die es in der Form bislang nicht gab. Viele Menschen auf engstem Raum bedeuten Probleme auf unterschiedlichen Ebenen, unter anderem im städtischen Verkehr. Um diese zu lösen, befassen sich Siemens und Airbus derzeit mit der Entwicklung eines elektrischen Flugtaxis namens Cityairbus – also einer ganz neuen Form der Elektromobilität.

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audi.de/DAT-Hinweis

„Iron Bird“ heißt das vom deutschen Tech-Konzern entworfene Antriebssystem für das Flugtaxi, das aus acht je 200 Kilowatt starken Motoren besteht. Das zunächst von einem Piloten gesteuerte und später autonom agierende emissionslose Flugzeug soll auf eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h kommen. Typische Ziele für den senkrecht startenden Viersitzer wären Flughäfen, Bahnhöfe und Hochhausdächer.

Die Idee, Verkehr in die dritte Dimension, in die Luft, zu bringen, kann auf jeden Fall davon profitieren, dass E-Motoren um einiges leiser und lokal emissionsfrei sind als herkömmliche Motoren.

Dr. Frank Anton, Leiter von eAircraft bei Siemens

Das Flugtaxi ist ein Multicopter wird in alle Richtungen manövrierfähig sein. Die ersten Bodentests haben Anfang 2018 begonnen, und bereits Ende des Jahres soll der Cityairbus seinen Erstflug absolvieren. Wann ein kommerzieller Betrieb realistisch ist, lässt sich hingegen noch nicht seriös beantworten.

Laut Siemens ist die technische Komponente bis zum Jahr 2025 realisierbar, allerdings gibt es noch luftfahrtrechtliche Regeln, die geprüft und gegebenenfalls sogar geändert werden müssen: Digitalstaatsministerin Dorothee Bär hat sich des Themas bereits angenommen.

UberAir: Fliegende Autos von Uber

Auch der US-amerikanische Fahrdienstanbieter Uber befasst sich intensiv mit der Thematik fliegender Autos. Schon 2020 will das in San Francisco ansässige Unternehmen einen fliegenden Taxi-Service in den USA etablieren – zuerst in Dallas und Los Angeles.

Im Mai 2018 präsentierte das Unternehmen auf dem „Uber Elevate“-Gipfel den ersten namenlosen Prototyp, der mit seinen vier Rotoren – genau wie der Cityairbus – stark an eine Drohne erinnert.

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Für die Realisierung des Projektes UberAir ist die Konstruktion eigener Ladestationen unabdingbar. Dafür eignen sich beispielsweise Dächer oder ungenutzte Parkplätze. Uber plant etwa 200 Landungen pro Minute – oder eine alle 24 Sekunden.

Wie bei Siemens auch, soll das Fluggerät zunächst von einem Piloten gesteuert werden und später autonom unterwegs sein. Die zu erwartende Flughöhe gab Uber mit etwa 300 bis 600 Metern an – also optimal für Städte und wenig Konflikte mit dem übrigen Luftverkehr.

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