Elektromobilität

Fiat Chrysler: Steht eine Zusammenarbeit mit Tesla bevor?

von
Thomas Pitscheneder

Offenbar steht Fiat Chrysler bei der Erfüllung der EU-Ziele zum CO2-Ausstoß unter Druck. Helfen soll ein teurer Deal mit dem Unternehmen Tesla.

Blick auf die FCA-Firmenzentrale
Fiat Chrysler Automobiles macht vielleicht bald mit Tesla gemeinsame Sache. Allerdings liefe eine Kooperation dabei nicht so, wie mancher es zunächst denken mag. Foto: picture alliance/AP Photo

Das erfahren Sie gleich:

  • Welche CO2-Werte die Autokonzerne bald erfüllen müssen
  • Wie Fiat Chrysler das mit einem Deal schaffen möchte
  • Wie es um die Elektrifizierung des Angebots steht

Die EU will den Ausstoß des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid (CO2) in den kommenden Jahren durch strengere Grenzen senken. Ab 2020 dürfen neu zugelassene Pkw nur noch 95g pro Kilometer ausstoßen. Bis 2030 soll der Wert um 37,5 Prozent gegenüber 2021 verringert sein. Die Automobilkonzerne müssen also umdenken. Unternehmen wie VW und PSA machen das mit vielen neuen Elektro-Modellen.

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Fiat Chrysler Automobiles (FCA) fürchtet wohl hingegen, die Ziele nicht einhalten zu können. Helfen könnte eine Zusammenarbeit mit einer Marke aus den USA.

Fiat Chrysler: Ein Deal mit Tesla könnte helfen

Wie die Financial Times berichtet, plant Fiat Chrysler eine Abkürzung zur Erfüllung der Vorgaben zu nehmen. Demnach wolle sich das Unternehmen bei einem Konkurrenten einkaufen. Mehrere Hundert Millionen Euro sollen Tesla davon überzeugen, Elektroautos wie das Model 3 unter dem Namen des Konzerns zu führen.

Möglich macht diesen Schritt ein Schlupfloch in den Grenzwerten der EU. Die gelten nämlich nicht für jedes einzelne Fahrzeug, sondern für den Durchschnitt der angebotenen Autos. Fiat Chrysler könnte also weiter Autos mit erhöhten Emissionswerten verkaufen, wenn dafür eine entsprechende Menge an Fahrzeugen ohne lokalen CO2-Ausstoß über die Ladentheke geht.

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FCA-Marken bisher kaum elektrisch

Neben den namensgebenden Hauptmarken Fiat und Chrysler gehören zum Konzern auch Alfa Romeo, Maserati, Lancia, Ferrari, Dodge sowie Jeep. Keine der Automarken ist bekannt dafür, bereits im Bereich der Elektromobilität unterwegs zu sein. In den kommenden Jahren soll sich das ändern, denn FCA investiert mehrere Milliarden Euro in die Entwicklung von Elektroautos.

Bis dahin will sich der Konzern wohl mit Tesla ein Polster verschaffen – um teure Strafen zu vermeiden. Die Kalifornier haben sich dazu bisher noch nicht geäußert.

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