Elektromobilität

Faraday Future: Der zweite Schritt vor dem ersten

von
Thomas Pitscheneder

Mit dem FFV9 will Faraday Future einen erneuten Versuch wagen, ein Elektroauto auf den Markt zu bringen. Bisher gab es fast nur Probleme.

Der Elektro-SUV Faraday Future FF91
Der FF91 sollte eigentlich das erste Auto der Marke Faraday Future sein. Doch der FFV9 könnte ihm zuvorkommen. Noch gibt es davon aber nur einen Teaser. Foto: Faraday Future

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie der Faraday Future V9 aussehen soll
  • Welcher Partner beim Start in den Markt helfen soll
  • Warum Faraday Future immer wieder Probleme hatte

Als vor fünf Jahren die Gründung des Unternehmens Faraday Future im kalifornischen Gardena erfolgte, waren alle Beteiligten guter Dinge, dass es die Welt verändern kann. Mit Elektroautos wollte die Firma den Verkehr umkrempeln und autonome Fahrfunktionen salonfähig machen. Dafür kündigte die Marke den SUV FF 91 an, der bis heute auf sich warten lässt.

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Das hält das Skandal-Gebeutelte Unternehmen aber nicht davon ab, bereits das zweite Auto vorzustellen.

Faraday Future V9: China im Visier

Das Elektroauto soll den Namen V9 tragen und ein wichtiger Schritt in den Massenmarkt sein. Statt das Fahrzeug weltweit zu verkaufen, ist jedoch ein exklusiver Vertrieb in China geplant. Ein solcher Schritt scheint nicht unwahrscheinlich zu sein, schließlich gilt das Land in Fernost als interessantester Markt für elektrische Autos.

Alleine will Faraday Future das Fahrzeug dort allerdings nicht vertreiben. Als Partner holte sich das Unternehmen deshalb The9 Limited ins Boot. Die Firma ist in China als Hersteller von Videospielen bekannt. In erster Linie sind sie für Online-Varianten bekannter Spielserien zuständig. In Europa dürfte bisher hingegen kaum jemand von The9 Limited gehört haben.

Viele Informationen gibt es zum V9 allerdings noch nicht. Ein kürzlich veröffentlichter Teaser zeigt die Silhoutte des Stromers und deutet seine Scheinwerfer und Rücklichter an. Dazu schreibt der Firmenchef Jia Yueting: "Das V9 Concept: Eine neue Art der Fortbewegung in einem luxuriösen, intelligenten Raum, der Design, künstliche Intelligenz und nahtlose Vernetzung verschmilzt." Keine Informationen darüber was es kosten und wann es kommen soll.

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Faraday Future: Immer wieder große Probleme

Die Marke setzt offenbar ihre Hoffnungen in den V9, denn bisher musste die Firma immer wieder herbe Rückschläge einstecken. Ursprünglich plante Faraday Future den Bau einer Fabrik in Nevada. Gemeinsam mit dem Finanzpartner LeEco sollte dafür eine Milliarde US-Dollar zur Verfügung stehen. Das Unternehmen verzockte sich jedoch, denn es rechnete mit der Unterstützung des Bundesstaats Nevada – in Höhe von 335 Millionen US-Dollar.

Die gab es allerdings nicht, denn dafür hätte Faraday Future bestimmte Meilensteine beim Bau der Fabrik vorweisen müssen. Weil jedoch das Geld fehlte, konnte das Unternehmen diese nicht erreichen. Nach einer zeitweisen Stilllegung des Baus, erfolgte wenig später der Abbruch. Immer wieder gab es Rettungsversuche, die jedoch allesamt scheiterten. Die Kooperation mit The9 Limited ist also ein erneuter Notnagel. Ob der wirklich hilft und die Fahrzeuge FF 91 und FFV9 jemals erscheinen, steht in den Sternen.

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