Leben

Fair Fashion: Diese fünf Labels müssen Sie kennen!

von Ricarda Landgrebe

Nachhaltige Mode ist einer der neuen Mega-Trends – und schon lange nicht mehr unmodern. Fünf faire Fashion-Labels für jeden Geldbeutel.

Fair Fashion: Diese fünf Labels müssen Sie kennen!
Im Einklang mit der Natur: Nachhaltige Fashion wird für viele Menschen immer wichtiger. Foto: Pexels/Mariya Tyutina

Das erfahren Sie gleich:

  • Immer mehr Fashion-Labels bringen nachhaltige Mode
  • Für jeden Geschmack und jeden Preis gibt es ein passendes Angebot
  • Wir stellen fünf faire Fashionbrands vor

Woher kommen die Jeans oder die Kleider?

Lange Zeit galt Ökokleidung als unmodern und viel zu teuer. Doch damit ist jetzt Schluss: Immer mehr Fashionbrands verbinden Ästhetik mit Ethik. Sie verwenden Biomaterialien, setzen auf umweltverträgliche Herstellungsweisen und setzen sich für ihre Mitarbeiter ein. Doch wie kommt es, dass Fair Fashion plötzlich so hip ist? Während gesunde Nahrung ja längst Trendkost ist, findet im Modebereich erst jetzt ein Umdenken statt. Vermehrt konzentrieren sich Unternehmen auf „Sustainable Style“, weil auch immer mehr Menschen danach fragen. Eine bewusste Auseinandersetzung mit dem, was wir direkt auf der Haut tragen, entspricht unserem Zeitgeist. Woher kommen die Jeans oder die Kleider? Unter welchen Bedingungen wurden die Stoffe hergestellt, und welche ökologischen Folgen hat es, wenn ich ein Kleidungsstück kaufe und nach nur einer Saison wieder in die Tonne haue?

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Fair Fashion wird immer beliebter

Zugegeben, Fast Fashion und Wegwerfmode bestimmen nach wie vor den Massenmarkt, aber Green Fashion rückt allmählich aus der Nische – vor allem in Deutschland: Laut einer aktuellen Studie des „Forum Fairer Handel“, brachte der Verkauf mit nachhaltigen Produkten im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro, das ist ein Plus von 14 Prozent verglichen mit 2015. Dabei ist vor allem Fair Fashion ein wachsendes Segment. Sicher liegt diese Entwicklung auch daran, dass Designer ein wichtiges Konsum-Argument verstanden haben: Niemand kauft Kleidung, nur um die Welt zu retten. Erst kommt der gute Look, dann die gute Tat. Hier stellen wir fünf angesagte Fashionbrands vor, die nachhaltig guten Style garantieren – für jeden Geschmack und jedes Budget ist etwas dabei!

IVY & OAK – für Minimalisten

Das Berliner Label will mit seinen Kreationen ein Statement für bewussten Konsum setzen. Die Idee: Statt Klamotten wie Wegwerfprodukte zu konsumieren, sollte der Kunde lieber in saisonunabhängige Klassiker investieren. Ivy & Oak kreiert puristische Abendkleider, gut geschnittene Blazer oder klassische Blusen mit einem besonderen Twist – und das zu fairen Preisen zwischen 80 und 300 Euro.

REFORMATION – für Trendsetter

Alexa Chung, Karlie Kloss und Jessica Alba – halb Hollywood ist verrückt nach den Designs von Reformation. Das Label aus Los Angeles steht für Vintage-Look im Stil der 70er-Jahre und Rock’n’Roll-Attitüde. Tief dekolletierte Kleider aus ökologischer Seide, Spitze oder Samt treffen auf derbe Jeansstoffe. Die Kleider werden aus Vintage-Materialien oder Überproduktionen anderer Designer gefertigt, statt Baumwolle verarbeitet Reformation Tencel. Das ist eine superweiche Lyocell-Faser, die aus nachhaltig angebautem Eukalyptus gewonnen wird. Bezahlbar ist die Ökomode mit Starpotential (50 Euro für Shirts, 500 Euro für Brautkleider) eigentlich auch – wären da nur nicht die hohen Liefer- und Zollkosten aus den USA.

HIITU – für Weltenbummler

Zwei Schwestern aus Süddeutschland bieten unter der Marke HIITU faire Fundstücke aus aller Welt an: Kleidung und Accessoires aus natürlichen Materialien, die echte Eyecatcher und absolut erschwinglich sind. Vor allem die Produktionsbedingungen liegen dem Duo am Herzen. So arbeitet HIITU etwa mit einer Schmuckmanufaktur in Kenia zusammen, die alleinerziehende Mütter und Frauen in Not beschäftigt.

TOME – für Glamour-Girls

Das New Yorker Brand TOME macht Mode für den großen Auftritt. Ob Jumpsuit oder Robe – die couturigen Entwürfe aus feinsten Biomaterialien sind feminin, dabei aber sehr funktional und bequem. Das Design-Duo will sich damit an starke Frauen richten und wurde bereits für den Mode-Oscar „CFDA/Vogue Fashion Fund“ nominiert. Großer Fan ist übrigens Emma Watson, für die die stolzen Preise ab 400 Euro sicher kein Problem sind.

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KINGS OF INDIGO – für Hipster

Jeder Deutsche besitzt durchschnittlich acht paar Jeans – dabei zählen diese zu den großen Umweltsündern in der Textilindustrie. Weltweit gibt es nur 20 Denimhersteller, die umweltschonend produzieren. King Of Indigo (KOI) ist einer davon: Das niederländische Brand nutzt Biobaumwolle und recycelte Stoffe, verzichtet auf Chemikalien und hält den Wasserverbrauch gering. Das hat natürlich auch seinen Preis, aber eine KOI-Jeans für rund 140 Euro kann man mit gutem Gewissen tragen. Modischer Mehrwert: Ein richtig cooler Look aus roughem Denim, mit Patches und aufgetrennten Säume.

Nachhaltige Fashion für jeden Zweck und Preis

Unsere fünf Beispiele zeigen: Nachhaltige Fashion gibt es inzwischen für jeden Zweck und zu jedem Preis - vom ganz einfachen Shirt bis zum raffinierten Abendkleid. Unmodern ist Ökokleidung sowieso schon lange nicht mehr. Wetten, dass es demnächst noch viel mehr nachhaltige Modemarken geben wird?

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