Elektromobilität

Extreme E: Das steckt hinter der Elektro-Rallye

von
Thomas Pitscheneder

Motorsport funktioniert auch mit elektrischen Antrieben, das beweist die Formel E. Schon bald starten solche Fahrzeuge auch abseits des Asphalts.

SUV der Extreme E in Aktion
Bei der Extreme E geht es mit einem eigens für die Rennserie entwickelten SUV durch raues Gelände – rein elektrisch. Foto: Shivraj Gohil/Extreme E

Das erfahren Sie gleich:

  • Was die Extreme E so besonders macht
  • Wo die E-Rallye fährt
  • Welche Piloten vielleicht mit dabei sind

Der Rallyesport gilt als eine der schnellsten, aufregendsten und anspruchsvollsten Motorsport-Disziplinen der Welt. Auf engen Kursen navigieren die Fahrer mit atemberaubenden Geschwindigkeiten über unbefestigte Wege. Eine falsche Entscheidung, ein Fehler und ein Unfall ist unausweichlich. Ab 2021 rasen erstmals auch elektrische Fahrzeuge in einer eigenen Rennserie über Stock und Stein. Die hört auf den Namen Extreme E und hat einen ernsten Hintergrund.

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Extreme E will auf Klimawandel aufmerksam machen

Rennsport mit elektrischen Autos hat es Alejandro Agag offenbar angetan. Mit seiner Firma „Formel E Holdings“ hat er zusammen mit der von Jean Todt angeführten FIA die Formel E entwickelt. Das war Agag aber wohl nicht genug, weshalb er kurz nach deren Start im Jahr 2014 schon an der nächsten Idee feilte. Die Extreme E soll neben der Unterhaltung der Zuschauer noch einen viel wichtigeren Zweck erfüllen, nämlich die Auswirkungen des Klimawandels zeigen.

Die Kurse führen deshalb mitten durch die Natur. Ausgewählt haben die Veranstalter Orte der Welt, die besonders von den Veränderungen des Klimas betroffen sind. So geht es an schmelzenden Gletschern vorbei, durch gerodete Teile des Regenwaldes, bis hin zu ausgetrockneten Landstrichen. Laut den Veranstaltern sind die Strecken dabei etwa sechs bis zehn Kilometer lang. Bei jeder Etappe sollen die Zuschauer erfahren, welche Probleme der jeweiligen Region zu schaffen machen.

Der Rennkalender 2021

Extreme E: Rennkalender 2021

  • Location
  • Ort
  • Land
  • Datum
  • Ozean
  • Retba-See, Dakar
  • Senegal
  • 22. bis 24. Januar 2021
  • Wüste
  • Sharaan Naturschutzgebiet, Al-‘Ula
  • Saudi-Arabien
  • 4. bis 6. März 2021
  • Gletscher
  • Kali-Gandaki-Tal, Mustang Distrikt
  • Nepal
  • 6. bis 8. Mai 2021
  • Arktis
  • Kangerlussuaq
  • Grönland
  • 27. bis 29. August 2021
  • Regenwald
  • Santarém, Pára
  • Brasilien
  • 29. bis 31. Oktober 2021

Die genauen Termine für die erste Saison der Extreme E stehen bereits fest.

Extreme E: Diese Fahrer haben Interesse

Das finale Feld der Extreme E steht noch nicht fest. Allerdings können Piloten Interesse bekunden und sich so offiziell für Vertragsverhandlungen zur Verfügung stellen. Das ist die bisherige Auswahl:

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Teilnehmer des Fahrerprogramms der Extreme E

  • Fahrer
  • Nationalität
  • Bisherige Rennserie
  • Andre Lotterer
  • Deutschland
  • Formel E
  • Andreas Bakkerud
  • Norwegen
  • WRX
  • Antonio Felix da Costa
  • Portugal
  • Formel E
  • Billy Monger
  • Großbritannien
  • British Formula 3
  • Bruno Senna
  • Brasilien
  • WEC
  • Chris ingram
  • Großbritannien
  • ERC
  • Daniel Abt
  • Deutschland
  • Formel E
  • James Rossiter
  • Großbritannien
  • Super Formula
  • Jamie Chadwick
  • Großbritannien
  • W Series
  • Jérome d‘Ambrosio
  • Belgien
  • Formel E
  • Karun Chandhok
  • Indien
  • Formel E
  • Katherine Legge
  • Großbritannien
  • IMSA
  • Kevin Hansen
  • Schweden
  • WRX
  • Kristztián Szabó
  • Ungarn
  • WRX
  • Loic Duval
  • Frankreich
  • DTM
  • Lucas di Grassi
  • Brasilien
  • Formel E
  • Mikaela Ahlin-Kottulinsky
  • Schweden
  • TCR Scandinavia
  • Oliver Turvey
  • Großbritannien
  • Formel E
  • Sacha Prost
  • Frankreich
  • Andros Trophy
  • Sam Sunderland
  • Großbritannien
  • Dakar Rally
  • Sébastien Ogier
  • Frankreich
  • WRC
  • Takuma Aoki
  • Japan
  • Motorrad-WM
  • Timmy Hansen
  • Schweden
  • WRX
  • Timo Scheider
  • Deutschland
  • WRX
  • Zoltán Bessenyey
  • Ungarn
  • ERC

Die aktuellen Interessenten an der Extreme E. Weitere Fahrer folgen. (Stand: 3. Januar 2020)

Veranstaltungen gehen über mehrere Runden

Die Teams teilen sich auf zwei Gruppen auf. Darin treten sie gegeneinander an. Die vier besten Teams jeder Gruppe ziehen ins Halbfinale ein. Die Sieger aus diesen Begegnungen ins Halbfinale. Im Finale machen die beiden besten Teams den Sieger unter sich aus.

Keine Liveübertragung im TV

Im offenen Gelände ist es für die Veranstalter schwer, die für eine Liveübertragung notwendige Infrastruktur aufzubauen – zumal sich die Basis der Extreme E auf einem Schiff befindet. Stattdessen erfolgt eine Aufzeichnung der Rennen mit Kameras und Drohnen. Das Material arrangiert anschließend der Oscar-Preisträger Fisher Stevens zu einer Dokumentation. Diese soll Ende 2021 zu sehen sein, aufgeteilt auf zehn Folgen.

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