Technik

XPrize: Expertenwissen und fremde Kulturen weltweit vernetzen

von Carola Franzke

XPrize bietet einen Förderpreis für Reisen in Virtual Reality – aber zuerst sollen Experten mit der Technik ihr Wissen weltweit verfügbar machen können.

Eine Hand unter Wasser, die in Richtung Meeresoberfläche zeigt
Fremde Kulturen, exotische Orte, atemberaubende Schauplätze: Eine Ausschreibung der XPRIZE Foundation soll diese Erlebnisse aus der Ferne sensorisch erlebbar machen. Foto: CC0: Unsplash/Cristian Alvarez

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum es zukünftig sehr günstig werden könnte, fremde Kulturen kennenzulernen
  • Wie Virtual Reality Experten in Echtzeit hinzuziehen kann
  • Was hat die Flugreise der Zukunft mit mit diesen Entwicklungen zu tun?

XPrize: Warum es zukünftig sehr günstig werden könnte, fremde Kulturen kennenzulernen

Nie mehr ein Flugzeug besteigen, um zu verreisen? Mit VR geht das bereits heute. Aber den Urlaub auch sensorisch wahrnehmen – über einen vernetzten High-Tech-Anzug? Das ist die Zukunftsvision von Dr. Peter Diamandis.

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Diamandis ist Gründer der gemeinnützigen XPrize Foundation, die zumeist privat finanzierte Entwicklungen aus Technik und Wissenschaft durch Preise fördert. Mit dem neusten Wettbewerb, dem ANA Avatar XPrize, will die Foundation jetzt die Vision voranbringen.

Ziel des Wettbewerbs ist: „Bridging distance, time and cultures for all“ – sinngemäß Entfernungen, Zeit und Kulturen überbrücken und alles miteinander verbinden. Der Wettbewerb startet voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2018.

Wie Virtual Reality Experten in Echtzeit hinzuziehen kann

Dabei geht es aber nicht vornehmlich um Reisen und kulturelle Begegnungen. Zu Beginn soll die Technik es möglich machen, Experten via Virtual Reality und Roboter bei brenzlichen Situationen hinzuzuziehen.

"Man steuert einen Roboter an einem anderen Ort mit seinen Wahrnehmungen", so Diamandis. "So könnten Expertenwissen und besondere Fähigkeiten dort zum Einsatz kommen, wo sie am nötigsten sind. Und das beinahe sofort."

Das ist Virtual Reality in Echtzeit, und noch mehr als das. Telepräsenz meint nicht nur das Erleben, sondern auch Interaktion per Roboter-Vertreter. Man stelle sich vor, ein Großbrandexperte wie der inzwischen verstorbene Texaner „Red Adair“, hätte auch im hohen Alter noch per Roboteranzug überall auf der Welt als Berater tätig sein können, ohne selbst reisen zu müssen.

Oder es könnte möglich sein, einen Roboter-Stellvertreter zu steuern, um kranke Verwandte zu pflegen. In Japan etwa sind Pflegeroboter bereits im Einsatz – dort sind die Menschen aber grundsätzlich aufgeschlossener gegenüber der Robotik.

Zusätzlich planen immer mehr Krankenhäuser, Experten via VR oder AR bei schwierigen Fällen zu Rate zu ziehen.

Was hat die Flugreise der Zukunft mit dem Wettbewerb zu tun?

Solche praktischen Anwendungen kommen vermutlich zuerst, bevor man tatsächlich darüber nachdenken kann, Reisen durch Echtzeit-Virtual-Reality zu ersetzen. Und es bleibt auch fraglich, ob sich wirklich simulieren lässt, wie sich der Sand zwischen den Zehen anfühlt, wenn man in Kapstadt am Strand steht.

In einem Pflegeheim im japanischen Yokohama sitzen Senioren um einen Tisch herum, auf dem ein kleiner Roboter steht
Virtual Reality für die Pflege: Mit der neuen Technik könnten Angehörige pflegebedürftige Eltern oder Großeltern virtuell pflegen, ohne dauerhaft anwesend sein zu müssen. Foto: dpa

Nichtsdestotrotz ist die japanische Fluggesellschaft ANA der Sponsor für den ANA Avatar XPrize. Das scheint sinnvoll, denn vielleicht ersetzt das Modell irgendwann das gegenwärtige Geschäftsmodell der Flugreise.

Von privater Raumfahrt zur virtuellen Reise

Dr. Diamandis prägte den Satz: „Sie selbst zu gestalten ist die beste Art, die Zukunft vorherzusagen“. Die XPrize Foundation beschäftigt sich mit grundsätzlichen Zukunftsthemen und stellt entsprechende Wettbewerbsaufgaben.

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Dazu gehörten in der Vergangenheit schon Themen wie die private Raumfahrt, Wassergewinnung aus der Luft und die Reinigung der Meere von ausgelaufenem Rohöl.

Im Stiftungsvorstand der XPrize Foundation sitzen denn auch ganz unterschiedliche Menschen, dabei so illustre Gestalten wie der Regisseur James Cameron, Google-Mitgründer Larry Page, die Verlegerin und Journalistin Arianna Huffington und Technik-Tausendsassa Elon Musk.

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