Elektromobilität

European Battery Union: VW drängt in die Zellfertigung

von
Thomas Pitscheneder

VW machte in den vergangenen Wochen seinen klaren Kurs hin zur Elektromobilität deutlich. Bald soll auch die Forschung rund um eine Zellfertigung beginnen.

Blick auf die VW-Zentrale in Wolfsburg
Der VW-Konzern setzt in Zukunft verstärkt auf Elektromobilität. Die Batteriezellen für die Fahrzeuge sollen dabei aus Europa kommen. Die Forschung dafür startet bald. Foto: picture-alliance/ dpa

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum eine Zellfertigung in Europa wichtig ist
  • Welche Pläne VW und Northvolt mit der European Battery Union verfolgen
  • Wie weit sich das neu aufgebaute Netzwerk erstreckt

Die Produktion von Elektroautos ist weniger kompliziert als die von Verbrennern. Es braucht weniger Einzelteile für den Betrieb der Fahrzeuge, was auch den Job der Zulieferer erleichtert. Ganz so einfach ist es allerdings doch nicht, denn der Dreh- und Angelpunkt sind die Batterien. Die sind aktuell noch schwer herzustellen.

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Europäische Unternehmen sind dafür meist auf Batteriezellen aus Fernost angewiesen. Volkswagen will das zusammen mit einigen Partnern wohl bald ändern.

European Battery Union: Zellfertigung in Europa

Immer öfter ist von einer Zellfertigung in Europa die Rede. Viel Zählbares kam dabei aber bisher noch nicht heraus. Um das Vorhaben zu beschleunigen, gründete Volkswagen kürzlich gemeinsam mit dem schwedischen Start-up Northvold die "European Battery Union" (EBU).

Der Zusammenschluss möchte ab dem Jahr 2020 mit Forschungen zur Produktion von Batteriezellen beginnen. Abbilden wollen die Unternehmen dabei den gesamten Prozess – von der Gewinnung von Rohstoffen über die Konzeption der Zelltechnologie bis hin zum Recycling.

Damit nicht genug, denn auch die Entwicklung und Bereitstellung von Anlagetechnologien soll zur Forschung gehören. Das soll sicherstellen, dass die benötigte Energie aus nachhaltigen und klimafreundlichen Quellen stammt.

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EBU: Weitere Partner mit an Bord

Alleine wollen VW und Northvolt die Forschung natürlich nicht aufziehen. Zusätzlich sind zahlreiche Partner aus sieben Mitgliedsstaaten der Europäischen Union mit an Bord. Sie alle beteiligen sich auch finanziell an dem Projekt. Mittel aus dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ausgelobten Fördertopf könnten ebenfalls helfen.

Sämtliche Forschungsergebnisse wollen die Partner transparent miteinander teilen. Das soll die mögliche Zellfertigung auf europäischem Boden stark beschleunigen. Autobauer und Zulieferer wären somit in Zukunft unabhängig von Technologiekonzernen aus dem Raum Asien.

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