Elektromobilität

eROCKIT: Das Pedal-Motorrad ist zurück

von
Thomas Pitscheneder

Ist es ein Motorrad? Ist es ein Pedelec? Nein, es ist das eROCKIT aus Berlin! Doch was macht das Zweirad eigentlich so besonders – und was kostet es?

Das eROCKIT in doppelter Ausführung vor dem Brandenburger Tor
Das eRockit erinnert optisch stark an ein klassisches Motorrad. Die Pedale stören diesen Eindruck allerdings. Ein Pedelec ist die Mischung allerdings keinesfalls. Foto: eROCKIT Systems

Das erfahren Sie gleich:

  • Welche Idee hinter dem eROCKIT steckt
  • Wer das Zweirad fahren darf
  • Was das Bike leistet und was es kostet

Mit der Elektromobilität gehen auch einige neue Konzepte für Fahrzeuge einher. Eine kleine Firma aus Berlin-Marzahn stellte etwa vor gut fünf Jahren eine kuriose Mischung aus Fahrrad und Motorrad vor. Das eROCKIT sollte mit einem Elektromotor viel Spaß bieten, dabei aber auch die körperliche Ertüchtigung nicht außer Acht lassen. Richtig Fahrt nahm es jedoch nicht auf, weshalb die ErockIT GmbH 2014 Insolvenz anmeldete.

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Jetzt soll mit der eROCKIT Systems GmbH ein Neustart gelingen. Doch was ist das Bike nun eigentlich?

Weder Pedelec noch Motorrad

Ein Elektromotor und Pedale: Das klingt im ersten Moment nach den Grundzutaten für ein Pedelec. Doch das eROCKIT lässt sich dieser Fahrzeugklasse nicht eindeutig zuordnen. Die Pedale sind schließlich vom direkten Antrieb abgekoppelt. Wer im ausgeschaltete Zustand tritt, bewegt sich also keinen Meter. Einen Gaszug hat das Bike allerdings auch nicht und ist somit kein klassisches Motorrad. Die Firma selbst nennt es "Human-Hybrid". Offiziell handelt es sich um ein Elektro-Leichtkraftrad.

Somit braucht es zum Betrieb eine Zulassung, also ein Kennzeichen. Die Fahrer müssen einen Führerschein der Klassen A, A1, A2 oder 3 besitzen. Letzteres gilt allerdings nur für Personen, die die Fahrerlaubnis vor dem 30. April 1980 erworben haben. Sie dürfen mit ihrem Autoführerschein auch Zweiräder mit bis zu 125 ccm Hubraum beziehungsweise 11 kW Nennleistung fahren.

eROCKIT: Schneller als jedes Pedelec

Die Dauerleistung beträgt beim eROCKIT 5 kW (6,8 PS). Kurzzeitig ist allerdings auch eine Spitzenleistung von bis zu 16 kW (21,8 PS) möglich. So soll das Elektro-Leichtkraftrad an der Ampel schnell vom Fleck kommen. Den Sprint auf 100 km/h schafft das Bike allerdings nicht, denn bei 88 km/h ist Schluss. Das reicht für die Stadt und gelegentliche Überlandfahrten allemal.

Für lange Touren ist das eROCKIT allerdings ohnehin nicht gedacht. Der verbaute Akku kommt mit einer Kapazität von 6,6 kWh auf maximal 120 Kilometer Reichweite. Weiter wollen die Fahrer aber vielleicht auch gar nicht reisen, schließlich müssen sie zum Erreichen der Geschwindigkeit in die Pedale treten. Wer die vollen 88 km/h ausfahren möchte, muss also kräftig radeln.

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Produktion zunächst in kleiner Stückzahl

Statt wie ein paar Jahren in Berlin-Mahrzahn, fertigt eROCKIT Systems die Fahrrad-Motorrad-Kombi in Henningsdorf, Brandenburg. Der kleine Ort liegt direkt an der Stadtgrenze zu Berlin. Dort entstehen zunächst 100 Fahrzeuge – zu einem Basispreis von je 11.850 Euro.

Die Farben Signalrot, Reinorange, Reingrün und Signalblau kosten keinen Aufpreis. Wer Feinstrukturschwarz, Mattschwarz oder Perlmuttweiß haben möchte, muss je 399 Euro extra berappen. Eine goldene Lackierung für die sonst schwarzen Leichtmetallfelgen kostet zusätzliche 90 Euro. Bestellen lässt sich das eROCKIT ab sofort.

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