Leben

Erneuerbare Energien: So stark investiert die Digitalindustrie

von Carola Franzke

Unternehmen aus der Digitalindustrie wetteifern darum, wer mehr von seinem Energiebedarf aus erneuerbaren Energien deckt. Wir sagen, wer vorne dabei ist.

In einem Windpark in Spanien stehen mehrere Windräder auf einem Hügel.
Ein Kampf mit Windmühlen: Bei Google und Apple besteht der größte Teil der erneuerbaren Energien aus Windkraft, hinzu kommt ein kleinerer Anteil an Solarenergie. Foto: Shutterstock / pedrosala

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie umweltfreundlich Google und Apple sind
  • Wie 100 Prozent erneuerbare Energien zustande kommen
  • Wer die meisten erneuerbaren Energien einkauft

Wie umweltfreundlich Google und Apple sind

Google hat im Jahr 2017 mehr erneuerbare Energie aus Windkraft und Solaranlagen gekauft, als das Unternehmen weltweit selber an Energie verbraucht hat. Das hat Google in einem Blog-Post bestätigt.

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Google hatte für 2017 schon in der Jahresplanung angekündigt, dass das Unternehmen „100% erneuerbarer Energien für die globalen Aktivitäten erreichen“ würde. Das ist insofern bemerkenswert, als dass im Jahr 2015 nur 44 Prozent des Energiebedarfs von erneuerbaren Energien gedeckt wurden.

Wir wollen die Welt besser machen, als wir sie vorgefunden haben.

Apple-Chef Tim Cook

Auch Apple hat gerade bekannt gegeben, seine Büros, Geschäfte und Fabriken in 43 Ländern zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu versorgen – inklusive der neuen Firmenzentrale Apple Park in Cupertino. Apple-CEO Tim Cook sagt dazu: „Wir wollen die Welt besser machen, als wir sie vorgefunden haben. Wir wissen, dass die Zukunft davon abhängt.“

Wie die 100 Prozent erneuerbare Energien zustande kommen

Wenn Google und Apple von 100 Prozent sprechen, ist das jedoch mit Vorsicht zu genießen, denn für beide gilt: Der immense Energiebedarf riesiger Datencenter oder Produktionsstätten kann keineswegs überall auf der Welt und zu jeder Zeit aus erneuerbaren Energien gedeckt werden.

Stattdessen investieren die Unternehmen für jede verbrauchte Kilowattstunde in eine Kilowattstunde aus Solar- und Windenergie. Mit diesem Engagement sorgen die Digitalgiganten dafür, dass weltweit neue Solaranlagen und Windfarmen entstehen.

Amazon-Chef Jeff Bezos unterstützt ebenfalls aktiv den Ausbau von regenerativen Energiequellen: Sein Unternehmen investiert große Summen, etwa in einen neuen Windpark in Scurry County, Texas, den Bezos im Oktober 2017 medienwirksam eingeweiht hat.

Wer die meisten erneuerbaren Energien einkauft

Google kaufte weltweit in 2017 mehr als drei Gigawatt Strom aus regenerativen Energien. Aber nicht nur der Suchmaschinendienst achtet darauf, wie der benötigte Strom erzeugt wird.

Laut Bloomberg New Energy Finance haben diese 10 Institutionen im Jahr 2017 die meisten erneuerbaren Energien in den USA, Europa und Mexiko gekauft:

  • Google
  • Amazon
  • Microsoft
  • Apple
  • US-Verteidigungsministerium
  • Facebook
  • Wal-Mart
  • Dow Chemical
  • Equinix
  • Ikea

Die Tatsache, dass diese mächtigen Unternehmen bei der Wahl der Ressourcen ihre Entscheidungen zugunsten von umweltfreundlichen Energieformen treffen, trägt weltweit zu Veränderungen bei.

Mit ihrer Marktmacht sorgen sie dafür, dass neue Regionen erschlossen werden. Dank der Versorgungsverträge, die sie abschließen, können und werden auch dort neue Solar- und Windkraftanlagen gebaut, wo es bisher keine gab.

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