Elektromobilität

Epiroc: Elektrische Minenfahrzeuge gegen die Gefahren im Bergbau

von
Paul Bandelin

Die Arbeit unter Tage ist auch heute noch gefährlich. Elektrische Minenfahrzeuge wie die von Epiroc sollen die Gefahren im Bergbau minimieren.

Blick in einen engen, alten Stollen.
Eng, dunkel, gefährlich: Elektrische Minenfahrzeuge sollen die Gesundheitsgefahren im Bergbau jetzt verringern. Foto: Shutterstock / SvedOliver

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum elektrische Minenfahrzeuge bessere Arbeitsbedingungen im Bergbau schaffen
  • Welche Geräte der Ausstatter Epiroc jetzt auf den Markt bringt
  • Worin die größten Gefahren im Bergbau bestehen

Die Arbeitsbedingungen für Minenarbeiter waren schon immer hart: Schlechte Luft ist nur einer der Faktoren, die die Arbeit häufig unerträglich machen. Die Abgase der schweren Dieselfahrzeuge in den Minen tun ihr übriges. Moderne Minen sind zwar mit effizienten Lüftungsanlagen ausgestattet; diese benötigen aber viel Energie und sind somit für rund 40 Prozent der anfallenden Energiekosten im Bergbau verantwortlich.

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Um dem entgegenzuwirken, hat das schwedische Unternehmen Epiroc die zweite Generation seiner batteriebetriebenen Maschinen und Fahrzeuge für den Untertagebau herausgebracht. Langfristig ist es das Ziel der Schweden, sämtliche Maschinen für die Aktivitäten unter Tage in den kommenden fünf Jahren zu elektrifizieren – und somit die Luft in den Minen zu verbessern. Die Elektromobilität ist also auch unter Tage ein Thema.

Epirocs zweite Generation der Minenfahrzeuge

Auf rund 60.000 Arbeitsstunden kommen Epirocs Maschinen aus der ersten Generation, die seit 2016 auf dem Markt sind. Bisher machen die batteriebetriebenen Maschinen und Fahrzeuge nur einen sehr kleinen Teil des Unternehmensumsatzes aus. Die zweite Generation soll das jetzt ändern.

Aufgrund der höheren Leistungsfähigkeit und der imposanten Größe der Bergbaufahrzeuge hofft Epirocs auf den Durchbruch. Konkret handelt es sich bei der neuen Reihe um je einen 14- und 18- Tonnen-Lader sowie einen 42 Tonnen schweren Lkw und eine Reihe von kleineren Bohrgeräten.

Mit unseren Batterien, emissionsfreien Geräten und Maschinen sind wir führend bei der Nachhaltigkeit im Bergbau.

Stevan Topalovic, Marketing-Vize bei Epiroc

Die Zielobjekte der zweiten Generation von Epirocs schweren Fahrzeugen sind neue und erweiterte Minen weltweit. Die Industrielobby des Council on Mining and Metals unterstützt die Elektrifizierung der Minenfahrzeuge. Bis 2025 will das Gremium die Auswirkungen der Dieselabgase unter Tage minimieren.

Minenfahrzeuge sind noch sehr teuer

Nach Unternehmensangaben nutzt Epiroc von Northvolt gefertigte Batteriepacks, die in Nordschweden produziert werden. Das Problem sind allerdings nach wie vor die hohen Anschaffungskosten der Elektrofahrzeuge – sie kosten im Schnitt doppelt so viel wie herkömmliche Geräte.

Kompensiert wird der hohe Preis lediglich durch niedrige Kraft-, Wartungs- und Energiekosten. Epiroc plant, die Batterien für die Fahrzeuge zunächst zu vermieten, damit Minenbetreiber nicht so hohe Anfangsinvestitionen haben.

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Die größten Gefahren im Bergbau

Trotz der mittlerweile durchaus fortgeschrittenen Technik ist die Arbeit in Minen gefährlich und anstrengend – kaum einer der Arbeiter ist sein ganzes Leben dort angestellt. Es lauern viele gesundheitliche Gefahren:

  • Die Arbeiter können Staublungen bekommen
  • Die Tätigkeit mit dem schweren Gerät betäubt auf Dauer die Ohren
  • Die Dieselabgase gelangen in die Lungen der Arbeiter
  • Auch moderne und gut gesicherte Minen können einstürzen

Die elektrischen Maschinen und Fahrzeuge mildern diese Umstände zunehmend. Neben der verringerten akustischen Belastung gelangen durch den elektrischen Antrieb auch keine Abgase in die Lungen der Arbeiter.

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