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Energiebedarf und Emissionen: Weltweiter Anstieg zu verzeichnen

von
Thomas Pitscheneder

Ein Rückschritt im Kampf gegen den Klimawandel: Die weltweiten CO2-Emissionen stiegen 2018 stark an. Europa versucht vergeblich dagegenzuhalten.

Peking versinkt in seinem eigenen Smog
In China hat Smog die Luft in Städten fest im Griff, wie hier in Peking. Doch wie ein Blick auf das vergangene Jahr zeigt, dürfte sich daran so schnell nichts ändern. Foto: Shutterstock / gui jun peng

Das erfahren Sie gleich:

  • Weshalb der Energiebedarf 2018 stark anstieg
  • Welchen Anteil fossile Energieträger an der Bedarfsdeckung haben
  • Welche Länder hauptverantwortlich für die Entwicklung sind

Um den voranschreitenden Klimawandel zu verlangsamen, sollte es zu einer Reduktion der Emissionen weltweit kommen. Die Staaten der Welt einigten sich auf diesen Schritt im Rahmen des Pariser Klimaabkommens. Die Erderwärmung soll bis zum Jahr 2100 den Wert von zwei Grad im Vergleich zum Niveau vor der Industrialisierung nicht überschreiten.

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Doch ein kürzlich veröffentlichter Bericht zeigt, dass der Energiebedarf und die Emissionen immer stärker Ansteigen. Im vergangenen Jahr sogar viel mehr als die Jahre zuvor.

Verschlimmert der Klimawandel den Klimawandel?

Laut den Erkenntnissen der "International Energy Agency" stieg der weltweite Energiebedarf 2018 um satte 2,3 Prozent. Einen Teil dazu trägt die robuste Weltwirtschaft bei, die eine erhöhte Kapazität der Herstellung von Waren verursacht. Gleichzeitig wächst in vielen Regionen der Erde jedoch offenbar auch der Bedarf an Heizung und Klimatisierung.

Diese Punkte sorgen dafür, dass die CO2-Emissionen um 1,7 Prozent gestiegen sind. 2018 lagen sie bei einem neuen Allzeit-Hoch von 33,3 Milliarden Tonnen. Die Nachfrage nach Brennstoffen wuchs ebenfalls – allen voran Erdgas. Laut IEA machte das 45 Prozent des Anstiegs aus. Der Bedarf von fossilen Brennstoffen wuchs insgesamt um 70 Prozent. Sie decken den Energiebedarf – zu großen Teilen zusammen mit Kohle.

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Drei Länder hauptverantwortlich für Anstieg

Erstaunlich ist, dass laut IEA nur drei Länder für rund 85 Prozent des Anstiegs der CO2-Emissionen verantwortlich sind. Genauer geht es um China, die USA und Indien. Sie tragen auch zu 70 Prozent am steigenden Energiebedarf bei. Heikel dabei ist, dass die Länder zu großen Teilen auf fossile Energieträger setzen.

Gute Nachrichten gibt es hingegen aus Europa, denn dort verringerten sich die Emissionen sogar um 1,3 Prozent, was rund 50 Millionen Tonnen CO2 entspricht. Deutschland hatte daran sogar den größten Anteil, denn hierzulande sank der Ausstoß des Treibhausgases um 4,5 Prozent. Verantwortlich dafür ist auch der verstärkte Einsatz von erneuerbaren Energien.

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