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Energiebedarf 2020: Facebook setzt auf erneuerbare Energien

von Carola Franzke

Facebook will seinen Energiebedarf bis 2020 auf erneuerbare Energien umstellen. Doch Zuckerberg ist das nicht grün genug – er will mehr als grünen Strom.

Eine Photovoltaikanlage aus der Luft.
Erneuerbare Energien: Photovoltaikanlagen wie diese wandeln Sonnenlicht in grünen Strom. Ab 2020 will Facebook seinen Energiebedarf vollständig aus regenerativen Quellen decken. Foto: Unsplash/Andreas Gücklhorn

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum Facebook seinen Energiebedarf ab 2020 ausschließlich aus erneuerbaren Quellen speisen will
  • Was Mark Zuckerberg darüber hinaus noch plant, um sein Unternehmen "grüner" zu machen
  • Welche Unternehmen aus der Digitalindustrie ebenfalls auf erneuerbare Energie setzen

Der Energiebedarf des Internetgiganten Facebook soll bis 2020 komplett aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden. Bereits 2017 bestand der Energiemix zu 50 Prozent aus "grünen" Energiequellen.

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Damit war das erste Etappenziel ein Jahr früher erreicht als ursprünglich gedacht: 2015 hatte Facebook angekündigt, dass innerhalb von drei Jahren mindestens die Hälfte des Energiebedarfs aus regenerativen Energieformen stammen sollte.

Erneuerbare Energie: Zuckerberg setzt auf grün

Aktuell stammen nach Angaben des Unternehmens noch 18 Prozent des Facebook-Energiebedarfs aus Kohle, 13 Prozent aus Erdgas und 14 Prozent sogar aus Kernenergie. Es mag zwar ehrgeizig klingen, diesen Anteil in etwa zwei Jahren vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen, doch konnte beispielsweise Google einen vergleichbaren Erfolg schon im April 2018 melden – ebenfalls ein Unternehmen mit riesigen Server-Anlagen weltweit, die als Energiefresser bekannt sind.

Mark Zuckerbergs Unternehmen will aber noch mehr erreichen: Der Ausstoß an Treibhausgasen soll ebenfalls bis 2020 um 75 Prozent reduziert werden. Zu den begleitenden Maßnahmen gehört, dass möglichst ressourcenschonende Rechenzentren gebaut werden.

Dafür fördert Facebook auch bei seinen Mitarbeitern einen entsprechenden Sinneswandel: Für den Arbeitsweg gibt es Angebote für Mitarbeitershuttles, und es gibt Unterstützung für Mitfahrinitiativen oder Kollegen, die mit dem Rad zur Arbeit kommen.

Digitalindustrie geht mit gutem Beispiel voran

Facebooks Absichten sind nicht nur gut, sie sind auch in ebenso guter Gesellschaft: Der Informationsdienst Bloomberg schätzt, dass Google, Amazon, Microsoft, Apple und Facebook die fünf größten Ökostromkäufer im Unternehmensbereich sind. Google und Apple haben weltweit bereits die 100-Prozent-Marke für ihren jeweiligen Energiebedarf geknackt, wenngleich die Zahl mit Vorsicht zu genießen ist.

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Nach den jüngsten Zahlen von Bloomberg ist Facebook zumindest in den USA derzeit tatsächlich der größte Käufer von Energie aus erneuerbaren Quellen. Durch den Vertrag mit einem Windpark im US-Bundesstaat Indiana erhöht sich Facebooks eingekaufte Gesamtleistung auf mehr als 1,2 Megawatt für das Jahr 2018.

Über die letzten zehn Jahre hat Facebook insgesamt rund zwei Gigawatt Leistung aus erneuerbaren Energiequellen eingekauft und wird nur von den rund drei Gigawatt übertroffen, die der Google-Mutterkonzern Alphabet eingekauft hat. Doch Facebook seine gesteckten Ziele aber tatsächlich erreicht, bleibt abzuwarten. Denn es wäre nicht das erste Vorhaben, dass der Social-Media-Riese vorzeitig wieder beendet.

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