Elektromobilität

Elon Musk dreht ab: Tesla soll fliegen lernen

von
Marten Zabel

Tesla-CEO Elon Musk hat wieder einmal auf Twitter den Mund voll genommen: Der nächste Tesla Roadster soll mit SpaceX-Technologie schweben können.

Für Elon Musk ist der Himmel offenbar nicht das Limit
Die Ideen von Elon Musk sind schon immer etwas abgehoben, wie seine Firma SpaceX beweist. Bald will er wohl auch mit dem Tesla Roadster (2020) hoch hinaus. Foto: picture alliance / AP Images

Das erfahren Sie gleich:

  • Welches Sondermodell Elon Musk vom Tesla Roadster plant
  • Wie der Sportwagen mit Kaltluftdüsen abheben soll
  • Warum das Vorhaben schwer umzusetzen ist

Wenn der Tesla-CEO Elon Musk twittert, dann redet er sich und seine Firma teils fast um Kopf und Kragen, wird aber von seinen Fans auch in die Pflicht genommen. Jetzt hat er angekündigt, die nächste Version des Tesla Roadsters werde optional mit einem SpaceX-Package ausgestattet – und damit schweben können, wie der DeLorean aus der Filmreihe Zurück in die Zukunft.

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Auf die Nachfrage des Tech-Bloggers und YouTubers Marques Brownlee hin meinte Musk, es sei kein Scherz: Eine künftige Version des Tesla Roadsters werde mit Technologie von SpaceX beschleunigen aber auch abheben können. Futuristische und gerne auch mal verrückte Versprechungen ist die Öffentlichkeit von Musk bereits gewohnt – dieses Mal geht er allerdings ziemlich weit.

Tesla Roadster mit SpaceX-Technologie

Die Kaltluftdüsen sollen mit regulärer Luft unter extrem hohem Druck arbeiten. Das soll genutzt werden, um den Sportwagen auf der Straße auf eine Weise zu beschleunigen, wie es bislang nur Raketenfahrzeugen beschieden war. Technisch gesehen verbrennt das Elektroauto aber dennoch keinen Treibstoff – er dürfte dann allerdings Fahrteigenschaften wie ein Kampfjet aufweisen. Vorteil an der von Musk ins Gespräch gebrachten Technik: Das austretende Gas wäre nicht heiß, wie bei einem Raketentriebwerk.

Das soll mit Kaltgas-Triebwerken möglich sein, deren Drucklufttank zum Schutz in Kompositmaterialien eingehüllt sein soll. Woher der dazu nötige Platz im Fahrzeuginneren kommt, hat Musk auch schon verraten: In der SpaceX-Variante des Tesla Roadsters soll dafür einfach die Rückbank wegfallen. Der Wagen würde dadurch garantiert eine Ecke schwerer, könnte so aber auch eine etwas stabilere Straßenlage erhalten und nicht ungewollt abheben.

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Ein fliegendes Auto?

Neben den technischen Hürden – dass SpaceX seine Raumkapsel für einige Sekunden lang schweben lassen kann heißt nicht, dass das Problem mit einem Auto bereits gelöst wäre – gibt es eine ganze Menge rechtlicher Hindernisse für den SpaceX-Tesla-Hybriden. Schon die neue Funktion, den Tesla per App beim Einparken fernzusteuern, ist praktisch überall verboten. Triebwerke am Fahrzeug werden in Sachen Straßenzulassung wohl äußerst problematisch sein. Ein fliegendes Auto wäre schließlich rechtlich wie ein Helikopter zu handhaben.

Tatsächlich hatte Musk bereits im Sommer 2018 laut darüber nachgedacht, künftig eine Version des Tesla Roadsters mit Triebwerken anzubieten. Für den Massenmarkt dürfte das Ganze allerdings nicht gedacht sein. Für ein kleines, zahlungskräftiges und etwas verrücktes Publikum wäre der Düsen-Tesla aber wohl durchaus interessant. Vermutlich wären die potenziellen Käufer die gleichen Leute, die in den Wüsten Arabiens mit ihren Hypercars per Aquaplaning über Wasserflächen rasen.

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