Elektromobilität

Elektromobilität: Europäische Unternehmen machen Druck

von
Thomas Pitscheneder

Weil die Elektromobilität in Deutschland nur langsam anrollt, fordern einige große Unternehmen von der Bundesregierung wirksamere Anreize.

Autos stoßen Schadstoffe bei einem Stau in der Stadt aus
Einige europäische Unternehmen haben keine Lust mehr auf hohe Schadstoffbelastung in Städten. Deshalb fordern sie die Bundesregierung zum Handeln auf. Foto: Shutterstock / LanaElcova

Das erfahren Sie gleich:

  • Welche Unternehmen sich an die Bundesregierung wenden
  • Was sie in ihrem Brandbrief fordern
  • Warum gerade sie sich für den Klimaschutz einsetzen

Ein großer Wandel steht im Automobilsektor an. Immer mehr Unternehmen konzentrieren sich auf den Bau elektrischer Fahrzeuge. Damit reagieren sie auf drohende Verbote für Verbrenner und treiben den zunehmend an Bedeutung gewinnenden Umweltschutz voran. Doch sie alleine können die Elektromobilität nicht zu einem Erfolg machen.

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Gefragt ist dabei auch Hilfe von staatlicher Seite – die jedoch nur sehr schleppend kommt. In einem Brandbrief üben einige Unternehmen aus Europa nun Druck auf die deutsche Bundesregierung aus.

Unternehmen fordern schnelles Handeln

Die deutschen Unternehmen E.ON und Metro, das schwedische Vattenfall sowie die niederländischen Firmen LeasePlan und Ingka (IKEA) richteten eine kürzlich geschriebene Mitteilung direkt an die Bundesregierung. Darin fordern sie diese zu einem schnellen Handeln zugunsten der Elektromobilität auf. Die Regierung solle die fallenden Preise für Batterien nutzen, um eine ehrgeizige Kurve bei der Verbreitung von Elektroautos zu setzen. Dabei solle sie im Einklang mit anderen europäischen Ländern sein.

Das soll helfen, den Klimawandel zu bekämpfen und die Schadstoffe in deutschen Großstädten zu verringern – ohne den Stand des Landes als Spitzenreiter der weltweiten Automobilindustrie zu gefährden. Die hiesige Privatwirtschaft sei ein wichtiges Instrument, um bei einem schnelleren Wechsel zu elektrischen Fahrzeugen zu helfen.

Tex Gunning, Chef der Firma LeasePlan sagte dazu: "Der Umstieg auf Elektromobilität ist für uns alle eines der einfachsten Mittel, um den Klimawandel zu bekämpfen. Obwohl Fortschritte erkennbar sind, haben wir noch immer einen weiten Weg vor uns. Deshalb fordere ich die deutschen Gesetzgeber dazu auf, konzentriert Veränderungen an der Besteuerung der Fahrzeuge und der Infrastruktur zu schaffen. Ein Elektroauto zu fahren, sollte eine realisierbare Option für jeden sein und wir können es uns nicht erlauben dabei Zeit zu verlieren."

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Wie kommt es zu den Forderungen?

Die Unternehmen sind Teil der "EV100", einer Gruppe großer Firmen, die sich für mehr Umweltschutz einsetzen. Genauer wollen sie das über eine weite Verbreitung von Elektrofahrzeugen erreichen. Selbst setzen sie deshalb zunehmend auf den Einsatz von Elektroautos, E-Lkw und E-Transportern. Weitere bekannte Unternehmen der Gruppe sind die Deutsche Post DHL Gruppe, HP, DB Schenker und Unilever.

Die EV100 arbeiten unter dem Dach des gemeinnützigen Verbandes "The Climate Group" zusammen. Der steht in engem Austausch mit Ländern und Regionen weltweit. Mitglieder auf staatlicher Seite sind etwa die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

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