Elektromobilität

Elektromobilität: Dänen setzen Rettungswagen unter Strom

von
Paul Bandelin

Die nächste Stufe der Elektromobilität: Im Süden Dänemarks fährt demnächst ein elektrifizierter Krankenwagen Patienten durch das Land.

Tesla Model X als Rettungswagen
Der dänische Rettungsdienst-Anbieter Falck funktionierte ein Tesla Model X zum Krankenwagen um. Noch ist er aber nicht für den Einsatz bereit. Foto: Falck

Das erfahren Sie gleich:

  • Warum Skandinavien in Europa zu den Vorreitern in Sachen Elektromobilität gehört
  • Welches Auto Falck als Basis für einen elektrischen Rettungswagen nutzt
  • Was der nächste große Schritt für die Firma ist

Skandinavien ist einer der Hotspots, wenn es um Elektromobilität geht. Während Norwegen vorwiegend die Wasserwege elektrifiziert, verfolgt man etwas weiter südlich in Dänemark andere Ideen. Dort soll in den kommenden Jahren ein elektrisch angetriebener Rettungswagen verkehren.

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Falck A/S tüftelt derzeit an dem hoffnungsvollen Umbau, der schon bald zur Patientenversorgung genutzt werden soll.

Herausforderungen beim Elektro-Rettungswagen

Das private dänische Unternehmen Falck A/S, das im Auftrag von Kommunen und Unternehmen die Aufgaben der Feuerwehr und des Rettungsdienstes übernimmt, hat einen Tesla zum Krankenwagen auserkoren. Der Stromer soll in der Region Syddanmark in Zukunft Leben retten. Das umgebaute Model X wurde Mitte Januar präsentiert und gilt als nächster Schritt auf dem Weg zu grünem Verkehr.

In einem Statement von CEO Jakob Riis heißt es: „Wir bei Falck wollen weniger fossile Brennstoffe verwenden. Aus ökologischer und ökonomischer Sicht hat das nur Vorteile und weil niemand anderes einen Elektro-Rettungswagen entwickelt hat, mussten wir es eben tun.“

Die große Herausforderung bei dem Umbau war, dass die medizinische Ausrüstung so viel Strom verbraucht. Das hat erheblichen Einfluss auf die Reichweite, dabei muss die Sicherheit der Patienten jederzeit gewährleistet sein. Darum haben die Ingenieure von Falck ein separates Batteriesystem eingebaut, um auch wirklich alle Peripheriegeräte transportieren zu können.

Tesla Model X in der Falck-Garage
Falck baute das Tesla Model X umfangreich um. Zusätzliche Energie generiert eine Brennstoffzelle, als Heizung kommt ein Methanol-System zum Einsatz Foto: Falck

„Warnleuchte und Sirene, das Radio, sämtliche medizinische Ausrüstung, dazu Wärme- und Kühlaggregate, all das wird von einem in sich geschlossenen System betrieben und vor der Abfahrt geladen. Zudem übernimmt eine Brennstoffzelle das Laden während der Fahrt.“ so Riis. Darüber hinaus hat Falck den Rettungswagen mit einem Methanol-Heizsystem ausgestattet, das auch im Winter für die Wärme von Einsatzkräften und Patienten Sorge trägt. „Das ist ein wichtiger Faktor für elektrische Rettungswagen der Zukunft“, führte Riis weiter aus.

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Geht die Elektrifizierung weiter?

Noch ist es aber nicht so weit, dass der elektrifizierte Tesla X durch Syddanmark fahren kann, um Leben zu retten. Derzeit läuft noch die Testphase, während der Stromer lediglich als Notarztwagen unterwegs ist.

In einem parallel laufenden Projekt will Falck allerdings zeitnah in der Hovedstadenregion (Gebiet um Kopenhagen) Elektroautos nutzen, um Patienten zumindest zu transportieren. Weltweit verfügt Falck über mehr als 5.000 Fahrzeuge. Diese zu elektrifizieren, wäre dann der nächste Schritt Richtung grüner Verkehr.

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