Elektromobilität

Elektroflugzeug: Rolls-Royce greift Geschwindigkeitsrekord an

von
Paul Bandelin

Ein neues Elektroflugzeug von Rolls-Royce soll einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufstellen – und mit einer Akkuladung von London nach Paris kommen.

Eine Computerzeichnung zeigt das künftige Elektroflugzeug von Rolls-Royce
Spirit of Innovation: Computerzeichnung des Elektroflugzeugs von Rolls-Royce. Foto: Rolls Royce

Das erfahren Sie gleich:

  • Wie schnell das neue Elektroflugzeug von Rolls-Royce fliegen soll
  • Welche Akkutechnik diese Leistungen möglich machen wird
  • Was für eine Reichweite das Elektroflugzeug schaffen könnte

Höher, schneller, weiter: Die Jagd nach immer neuen Rekorden macht auch vor der Elektromobilität nicht Halt. Eine Rolls-Royce-Tochter will 2020 den Geschwindigkeitsrekord für Elektroflugzeuge brechen und einen neuen Bestwert hinlegen. Dabei soll der derzeitige Rekord vor der walisischen Küste pulverisiert werden. Erste Testflüge sind bereits für 2019 geplant.

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Lithium-Ionen-Akku mit fortschrittlichem Kühlsystem

Unter dem Projektnamen ACCEL (Accelerating the Electrification of Flight) arbeitet Rolls-Royce mit dem Luftfahrt-Startup Electroflight sowie mit dem Elektromotorfabrikanten YASA zusammen. Das Projekt wird von der britischen Regierung gefördert.

Auf 480 Stundenkilometer soll das Elektroflugzeug beschleunigen können. Die bestehende Bestmarke liegt bei 337,5 Stundenkilometer, aufgestellt im März 2017 mit dem Kunstflugzeug Extra 330LE.

Eine weiße Schnittzeichnung vor blauem Hintergrund zeigt das Elektroflugzeug von Rolls-Royce
Rolls-Royce macht blau: Skizze des ACCELL-Projektes. Foto: Rolls Royce

Für den Antrieb des Elektrofliegers soll im Inneren ein Lithium-Ionen-Batteriepack mit 6000 Zellen sorgen, das sich derzeit noch in der Entwicklung befindet. Gerüchten zufolge hat es nie zuvor einen Akku mit einer ähnlich hohen Energiedichte gegeben.

Wir haben bereits eine Reihe von Erkenntnissen aus den einzigartigen Design- und Integrationsherausforderungen gewonnen.

Mattheu Parr, Projektmanager bei ACCELL

Der Antriebsstrang stammt dabei von YASA und arbeitet mit einer Spannung von 750 Volt. Eine einzige Ladung des Akkus soll ausreichen, um die Strecke von London nach Paris (etwa 320 Kilometer) zurückzulegen. Besonders wird neben dem geringen Gewicht das fortschrittliche Kühlsystem sein. Dieses ist unabdingbar, um einen sicheren Antrieb zu gewährleisten.

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„Wir überwachen mehr als 20.000 Datenpunkte pro Sekunde, messen die Batteriespannung, die Temperatur und den Gesamtzustand des Antriebsstrangs, der für den Antrieb der Propeller und die Erzeugung von Schub verantwortlich ist“, sagt Projektmanager Mattheu Parr gegenüber dem britischen Luftfahrtmagazin "Flying".

„Das Flugzeug wird ein hochmodernes elektrisches System und die leistungsstärkste Batterie erhalten, die jemals für ein Luftfahrzeug gebaut wurde", erläutert Parr – und kündigt an: "Im kommenden Jahr werden wir ACCELs Fähigkeiten bei umfangreichen Tests unter Beweis stellen – und ab 2020 an der walisischen Küste die Goldmedaille holen."

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