Elektromobilität

Elektroauto mieten: Anbieter, Modelle, Preise

von
Thomas Pitscheneder

Wer von der Elektromobilität noch nicht überzeugt ist, kann sich einfach ein Elektroauto mieten. Die Preise sind dabei niedriger als mancher denken mag.

Der Hyundai Ioniq als Elektroauto
Wer Elektroautos wie den Hyundai Ioniq ausgiebig testen möchte, kann sich einen Stromer als Mietwagen holen. Das Angebot ist größer als mancher Autofahrer denken mag. Foto: Hyundai

Das erfahren Sie gleich:

  • Welche Anbieter Elektroautos vermieten
  • Welche Fahrzeugklassen und Preise es dabei gibt
  • Wieso auch Carsharing eine Alternative sein könnte

Elektroautos sind in aller Munde, wenn auch nicht immer positiv. Viele Deutsche stehen der Technik noch sehr skeptisch gegenüber. Einiges an den Fahrzeugen scheint sie noch abzuschrecken. In manchen Fällen entwickelt sich daraus sogar eine Art Abneigung gegen Autos mit Elektromotor. Doch wer ein solches Fahrzeug selbst fährt, kommt schnell auf den Geschmack.

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Das klappt nicht nur über eine Probefahrt beim Händler, sondern auch über die hiesige Autovermietung. So lässt sich das Auto stressfrei und ausgiebig testen.

Elektroauto mieten: Anbieter mit elektrischer Flotte

Wer glaubt, dass Elektroautos bei den Verleihern schwer zu finden sind, hat nicht unrecht. Zumindest bei den großen Unternehmen sind die Stromer hierzulande noch rar. Das Angebot wächst aber stetig weiter. Eine Übersicht der verfügbaren Elektroautos nach Anbieter gibt die folgende Tabelle:

E-Fahrzeugen bei Autovermietungen in Deutschland

  • Modell
  • Fahrzeugklasse
  • Autovermietungen
  • Preis
  • Jaguar I-Pace
  • SUV
  • Sixt, nextmove
  • ab 160 Euro/Tag
  • BMW i3
  • Kleinwagen
  • Sixt, nextmove
  • ab 109 Euro/Tag
  • BMW i8 Roadster
  • Cabrio
  • Sixt
  • 330 Euro/Tag
  • Tesla Model S
  • Limousine
  • Starcar, nextmove
  • ab 99 Euro/Tag
  • BMW 225xe
  • Van
  • Starcar
  • 66 Euro/Tag
  • Tesla Model X
  • SUV
  • nextmove
  • 299 Euro/Tag
  • Tesla Model 3
  • Limousine
  • nextmove
  • 249 Euro/Tag
  • Nissan Leaf
  • Kompaktwagen
  • nextmove
  • 119 Euro/Tag
  • Hyundai Ioniq
  • Limousine
  • nextmove
  • 109 Euro/Tag
  • VW e-Golf
  • Kompaktwagen
  • nextmove
  • 109 Euro/Tag
  • Hyundai Kona
  • Kompakt-SUV
  • nextmove
  • 149 Euro/Tag
  • Kia e-Niro
  • SUV
  • nextmove
  • 149 Euro/Tag
  • Opel Ampera-e
  • Kompaktwagen
  • nextmove
  • 129 Euro/Tag
  • Nissan e-NV200
  • Transporter
  • nextmove
  • 119 Euro/Tag
  • Kia Soul EV
  • Kleinwagen
  • nextmove
  • 109 Euro/Tag
  • Mercedes-Benz B250e
  • Van
  • nextmove
  • 109 Euro/Tag
  • Renault Zoe
  • Kleinwagen
  • nextmove
  • ab 99 Euro/Tag
  • Smart EQ Fortwo
  • Kleinstwagen
  • nextmove
  • 89 Euro/Tag
  • Streetscooter Work L
  • Transporter
  • nextmove
  • 109 Euro/Tag
  • Renault Kangoo Z.E.
  • Transporter
  • nextmove
  • 109 Euro/Tag

Aktuell in Deutschland zur Vermietung angebotene Elektroautos. Die Verfügbarkeiten können je nach Region schwanken. Carsharing-Dienste wurden nicht berücksichtigt. Europcar, Avis, Hertz und Enterprise bieten in Deutschland keine Elektrofahrzeuge an. (Stand: Februar 2019)

Elektroauto mieten: Klassen und Preise

Die Verleiher teilen die Fahrzeuge in verschiedene Klassen ein. Sie unterscheiden sich in erster Linie beim Preis.

Klein- und Kleinstwagen

Besonders für einfache Fahrten mit maximal zwei Personen geeignet sind die Klein- und Kleinstwagen. Große Gepäckstücke oder umfangreiche Einkäufe sind damit kaum möglich. Im Smart EQ Fortwo kommen Nutzer mit 41 kW (56 PS) vom Fleck. Die Reichweite beträgt rund 150 Kilometer (NEFZ). Leistung und Akkukapazität sind somit ausreichend für Fahrten in der Stadt. Der Preis für zwei Tage? Rund 89 Euro!

Etwas mehr Platz bietet der Renault Zoe. Der Kleinwagen kommt mit 43 kW (58 PS) Leistung durch die Stadt und über das Land. Die Puste geht ihm erst nach rund 300 Kilometern nach WLTP aus. Der Renault kostet rund 110 Euro für 48 Stunden. Bei kleineren und regionalen Autovermietungen gibt es mit etwas Glück auch kleine E-Fahrzeuge wie den Citroen C-Zero, den VW e-up! und den Renault Twizy als Mietwagen.

Der Renault Zoe in einer französischen Stadt
Der kleine Renault Zoe eignet sich für kürzere Strecken in der Stadt – etwa zum Shopping oder Sightseeing-Touren. Foto: Renault

Kompakte, Limousinen und SUV

Soll es eine Ausfahrt über das Wochenende sein oder eine einfache Fahrt von A nach B, dann sind Kompakte, Limousinen und SUV die richtige Wahl. Sie bieten genug Platz für vier oder fünf Passagiere und etwas Gepäck. In diese Klasse fällt etwa der e-Golf von Volkswagen. Er schiebt mit 100 kW (136 PS) an und schafft laut Hersteller 231 Kilometer im WLTP-Zyklus. Die Mietpreise starten bei rund 120 Euro pro Tag. Den ähnlich kompakten Opel Ampera-e gibt es ebenfalls günstig zur Miete. Er bietet einen Elektromotor mit 150 kW (204 PS) und einer WLTP-Reichweite von 423 km. Ähnliche Fahrzeuge sind der Nissan Leaf, der Hyundai Kona Elektro und der Kia e-Niro.

Kaum zu glauben, aber Limousinen sind nicht teurer als die Kompakten. Das Tesla Model S gibt es etwa bereits für rund 100 Euro. Dafür bekommen Fahrer einen Stromer mit mindestens 386 kW (525 PS) und einer Reichweite von 380 Kilometern nach veraltetem NEFZ-Zyklus. Ebenfalls flott unterwegs sind Nutzer mit dem Jaguar I-Pace. Der leistet 294 kW (400 PS) und schafft bis zu 470 km (WLTP).

Der Tesla Model S im Regen
Das Tesla Model S gehört zu den teuren Elektroautos auf dem Markt. Zur Miete gibt es die Limousine allerdings bereits für kleines Geld. Foto: Tesla

Kleine Transporter

Größere Einkäufe, Umzüge, Sperrmüll und ähnlich sperrige Dinge lassen sich ganz einfach mit einem Transporter fahren. Die gibt es heute auch elektrisch. Zur Miete gibt es etwa den Nissan e-NV200. Der schafft eine maximale Leistung von 80 kW(109 PS) und eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern. 667 zusätzliche Kilogramm schultert der e-NV200, bis zu 410 Kilogramm kann er ziehen. Der Preis ist mit rund 120 Euro pro 48 Stunden günstig.

Wer die Augen offen hält, findet auch immer wieder andere Elektrofahrzeuge wie den Renault Master Z.E. oder den Citroen Berlingo Electrique.

Hybridautos in sparsam und schnell

Nicht nur reine Elektroautos sind bei den Autovermietungen zu finden, immer öfter bereichern die Fuhrparks auch Hybridautos. Einige davon brauchen zum Betrieb zwingend einen Verbrennungsmotor. Wer Elektromobilität mit allen Vorzügen entdecken will, mietet hingegen einen Plug-in-Hybrid. Die Fahrzeuge lassen sich über kurze Strecken von rund 50 Kilometern rein elektrisch fahren. Reicht das nicht, greift ein klassischer Verbrenner ein.

Das Angebot reicht von Limousinen und Kombis bis hin zu leistungsstarken Sportwagen. So gibt es etwa auch einen BMW i8 als Mietwagen. Der leistet im System 275 kW (374 PS) und lässt sich bis zu 55 Kilometer nur mit dem Elektromotor fahren. Das hat allerdings auch seinen Preis: rund 300 Euro pro Tag.

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Elektroauto mieten: Carsharing als Alternative

Soll es kein ganzer Tag sein oder sind 100 Euro und mehr einfach zu viel, bleibt noch die Möglichkeit, einen der Carsharing-Anbieter zu bemühen. Car2Go bietet neuerdings auch den Smart EQ Fortwo im Sharing an. Die Preise variieren dabei zwischen 0,19 und 0,31 Euro pro Minute.

Bei DriveNow lässt sich hingegen der BMW i3 fahren. Den Stromer gibt es dort bereits für 0,36 Euro pro Minute. Zwar gibt es keine feste Station zur Rückgabe, die Fahrzeuge müssen allerdings innerhalb des jeweiligen Geschäftsgebiets abgestellt werden.

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