Elektromobilität

Elektroauto laden: Wo ist der Strom am günstigsten?

von
Michael Penquitt

E-Auto aufladen? Das ist nicht schwer. Aber wie viel kostet der Strom an der Ladestation? aio verrät, wo Sie Ihr Elektroauto am besten laden sollten.

Elektroauto beim Aufladen
Wer sein Elektroauto aufladen möchte, braucht dafür eine Ladesäule. Die Preise und Abrechnungssysteme sind sehr unterschiedlich. Foto: getty images

Das erfahren Sie gleich:

  • Wann es sich lohnt, das Elektroauto an der heimischen Steckdose zu laden
  • Was Sie tun können, um die Kosten weiter zu senken
  • Wo Sie Ihr E-Auto kostenlos laden können

Das Betanken des eigenen Autos an der Zapfsäule ist für Autofahrerinnen und -fahrer ebenso alltäglich wie der Kaffee am Morgen oder der Gang zum Recycling-Container um die Ecke. Seit vielen Jahren funktioniert der Tankvorgang auf die selbe Art und Weise und liegt vielen Menschen mittlerweile sozusagen im Blut.

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audi.de/DAT-Hinweis

Mit der aufstrebenden Elektromobilität wandelt sich der gewohnte Besuch an der Tankstelle – und wird teilweise sogar überflüssig. Manch einem künftigen E-Auto-Fahrer stellen sich daher neue Fragen rund um das Laden seines Elektrofahrzeugs. Allen voran: Wie viel kostet es eigentlich, mein Elektroauto aufzuladen? An welchen Ladestationen oder Steckdosen erwarten mich die niedrigsten Stromkosten? Und wo wird es besonders teuer? aio beantwortet die wichtigsten Fragen.

Preiswirrwarr an den Ladestationen

Die Frage danach, wie viel eine Kilowattstunde (kWh) Strom kostet, lässt sich nicht so einfach beantworten. Erst recht nicht, wie viel es kostet, ein Elektroauto vollständig aufzuladen. Denn die Kapazitäten der in den meisten Fahrzeugen verbauten Lithium-Ionen-Akkus sind unterschiedlich groß. Während die Batterie eines Leichtkraftfahrzeugs wie des Renault Twizy nur 8 kWh fasst, verfügt der Audi e-tron über ein Fassungsvermögen von 95 kWh.

Was den Preis pro Kilowattstunde angeht, ist es teilweise schwierig, selbst das Laden an öffentlichen Ladestationen untereinander zu vergleichen. Denn: Es gibt zahlreiche Ladesäulenbetreiber, deren Stromtarife unterschiedlich gestaltet sind. Manchmal berechnet sich der Preis nach der geladenen Strommenge, in anderen Fällen ist es üblich pro Minute abzurechnen.

Immer häufiger setzen Anbieter auf einen Festpreis pro Ladevorgang – unabhängig von der Ladezeit. Während EnBW noch bis Ende Februar 2019 mit einem maximalen Preis von zwei Euro ins Rennen geht, setzt sich bei den meisten anderen Betreibern ein Preis von etwa 8 bis 9 Euro pro Ladung mit Gleichstrom (DC) durch. So etwa bei Charge&Fuel, E.ON Drive oder Ionity. Beim langsameren Laden mit Wechselstrom kommen Sie pro Ladevorgang ein wenig günstiger weg.

Verglichen mit dem Strom, den man zu Hause bezieht, ist der Strom an den öffentlichen Ladesäulen damit meistens etwas teurer. Der Preis für Haushaltsstrom liegt deutschlandweit im Schnitt etwa bei 29 Cent pro kWh. Damit sich ein Ladevorgang für 8 Euro lohnt, sollte man mit einem Mal also mindestens 27 kWh laden.

Elektroauto zu Hause laden

Sie können Ihr Elektroauto auch an einer normalen Steckdose zu Hause laden. Wenn Sie keine freie Ladestation in der Nähe haben, an der Sie vergleichsweise günstig wegkommen, ist es ratsam, das Auto in der Garage zu laden. Dort bezahlen Sie ihren üblichen Strompreis. Hier dauert es dafür deutlich länger, bis das Auto aufgeladen ist.

Wollen Sie eine höhere Ladeleistung benötigen, lassen Sie eine sogenannte Wallbox installieren. Statt der 2,3 kW, die eine Haushaltssteckdose zur Verfügung stellt, lädt die Wallbox mit bis zu 22 kW. Die Ladezeit Ihres Elektroautos verkürzt sich beinahe um das Zehnfache. Allerdings sollten Sie für eine solche Wallbox mindestens 500, teilweise bis zu 2500 Euro einplanen.

Moderne Garage eines Hauses
Stromtankstelle im Eigenheim: Wer von der hiesigen Ladeinfrastruktur unabhängig sein möchte, rüstet seine Garage mit einer Wallbox aus. Foto: getty images / Tom Merton

Sie können die hohen Kosten auf lange Sicht auch reduzieren, wenn Sie Ihr Haus mit Solarpanels ausrüsten und eigenen Solarstrom generieren. Die Investition in eine PV-Anlage ist nicht ohne, in der Regel verrechnen sich die Kosten aber nach 10 bis 15 Jahren und Sie sparen Geld. Zudem fährt Ihr Elektroauto dank Solarstrom komplett CO2-neutral.

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Kann ich mein E-Auto auch komplett kostenlos laden?

Immer mehr Geschäfte, Restaurants und Supermärkte locken Kunden mit eigenen Ladestationen, an denen sie ihre E-Autos kostenlos aufladen können. Zuletzt hat Aldi Süd mit einer entsprechenden Ankündigung für Schlagzeilen gesorgt. Damit treten die in Autobahnnähe liegenden Filialen des Discounters in Konkurrenz zu E-Tankstellen und Raststätten.

Auch manche Arbeitgeber stellen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vermehrt Ladestationen kostenlos zur Verfügung, um ihre Fahrzeuge während der Arbeitszeit aufzuladen. Der Arbeitgeber darf sogar eigens eine Wallbox installieren, ohne steuerliche Nachteile befürchten zu müssen.

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